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Jubel bei der TG Friedberg im vergangenen Jahr: Torhüter Radu Balazs führte seine Mannschaft in die Landesliga Mitte. Dort kämpft das Team derzeit noch um den Klassenerhalt, während Lokalkonkurrent TV Petterweil um den Titel mitmischt. (Archivfoto Nici Merz)

Saisonendspurt

Die Handballsaison auf der Zielgeraden: Das sind die Auf- und Abstiegsregeln

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Nur noch zwei Spieltage müssen die heimischen Handballer in ihren jeweiligen Ligen absolvieren. Zeit, sich mit den Auf- und Abstiegsregeln einmal genauer auseinanderzusetzen. Eine Übersicht.

Zwei Spieltage vor Rundenende in den regionalen Handball-Ligen gilt es für eine Reihe von heimischen Vereinen noch zu punkten, um entweder Aufstiegsträume wahr werden zulassen, oder einen drohenden Abstieg noch zu vermeiden. Wir haben die Spielklassen von oben nach unten durchleuchtet, um anhand der maßgebenden Staffelstärken mögliche Auf- und Abstiegskandidaten und deren Chancen herauszufiltern.

Oberliga Hessen Männer

Auch wenn hier kein heimischer Vertreter am Start ist, beeinflusst die Konstellation der 3. Liga und der Oberliga die Zahl der Absteiger in den unteren Ligen. Die zweite Mannschaft des TV 05/07 Hüttenberg steht als Absteiger in die Landesliga Mitte bereits fest. In gefährdeter Region befinden sich die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden und die TSG Münster, die derzeit auf Rang elf beziehungsweise zehn zumindest einen von vier möglichen Abstiegsplätzen (bei einem Aufsteiger in die 3. Liga) bekleiden und beide in die Landesliga Mitte absteigen würden.

Landesliga Mitte Männer

Um sich Meisterschaft und Aufstieg zu sichern ist der TV Petterweil (35:13 Punkte) auf fremde Hilfe angewiesen und hofft auf einen Ausrutscher des Tabellenführers TV Breckenheim (37:11), der am kommenden Wochenende bei der MSG Linden (35:13) gastiert. Sollten am Ende zwei oder auch drei Mannschaften punktgleich sein, befindet sich die Mannschaft von Martin Peschke in der komfortablen Ausgangslage im direkten Vergleich vorn zu liegen. Bleibt es in der Oberliga bei einem Absteiger in die Landesliga Mitte, steigen hier drei Vereine ab. Sowohl Friedberg als auch Griedel hätten den Klassenerhalt dann bereits sicher. Kommen aus der Oberliga jedoch zwei Vereine runter, erhöht sich die Zahl der Absteiger auf vier, womit die Gefahr noch nicht gebannt wäre. Immerhin: Beide Teams könnten den Klassenerhalt weiterhin aus eigener Kraft schaffen.

Bezirksoberliga Gießen Männer

Die Überraschungsmannschaft der Saison, die HSG Mörlen (30:18 Punkte), besitzt noch vage Chancen, die Relegation um den Aufstieg in die Landesliga zu erreichen. Sie braucht dafür allerdings fremde Hilfe. Sollte die Pflichtaufgabe im Heimspiel gegen den Tabellenletzten HSG Pohlheim erfolgreich gelöst werden und der Tabellenzweite, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III (33:15) ihr Auswärtsspiel bei der HSG Hungen/Lich (27:21) verlieren, käme es am letzten Spieltag zum Endspiel um die Vizemeisterschaft. Die HSG Mörlen gastiert dann in der Sporthalle Dutenhofen. Da sich auch die beiden anderen Wetterauer Vertreter, die HSG Wettertal und die MSG Florstadt/Gettenau, in der oberen Tabellenhälfte befinden, gibt es keinerlei Nöte in Sachen Abstieg.

Bezirksliga A Männer

Hier darf die HSG Gedern/Nidda noch hoffen. Meister SG Rechtenbach (41:7 Punkte) ist durch. Dahinter befinden sich mit den TuS Vollnkirchen (37:11), Gedern/Nidda (36:12) und dem TV 05/07 Hüttenberg III (36:12) drei Vereine, die noch Chancen auf die Vizemeisterschaft und die damit verbundenen Relegationsspiele gegen den Bezirksoberliga-Vertreter haben. Die beiden anderen Wetterauer Vereine, der TSV Södel und die HSG Butzbach-Degerfeld, befinden sich im neutralen Bereich der Tabelle.

Landesliga Mitte Frauen

Mit dem TSV Griedel ist hier nur ein heimischer Vertreter am Start. Mit 15:25 Punkten liegt der TSV derzeit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz bei einem Vorsprung von zwei Punkten auf die TSG Oberursel II smat des besseren direkten Vergleichs. Die Restaufgaben der Teams sind nahezu identisch: Es geht sowohl gegen einen mitgefährdeten Konkurrenten und ein Spitzenteam.

Bezirksoberliga Gießen Frauen

Die HSG Mörlen (24:16 Punkte) und die HSG Wettertal (18:22) befinden sich jenseits von Gut und Böse in der Tabelle. Dagegen muss die FSG Gettenau/Florstadt (14:26) noch zittern, denn die hinter der FSG platzierten HSG Hungen/Lich (13:27) und TuS Waldernbach (11:29) haben noch Chancen, die Wetterauer noch abzufangen.

Bezirksliga A Frauen

Die HSG Gedern/Nidda II (32:5 Punkte) steht kurz davor, Meisterschaft und Aufstieg perfekt zu machen. Die HSG K/P/G/Butzbach hat noch zwei Heimspiele und sollte sich zumindest die Vizemeisterschaft sichern, um sich so für die Relegationsspiele um den Aufstieg qualifizieren. Aufsteiger TG Friedberg befindet sich mit 20:20 Punkten auf einem starken fünften Platz und kann die Runde entspannt ausklingen lassen.

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