Handball-Landesliga

Handball-Landesliga: Das große Zittern geht weiter

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Letzter Spieltag in der Handball-Landesliga Mitte. Noch ist im Abstiegskampf nichts entschieden. Mit dem TSV Griedel und der TG Friedberg zittern gleich zwei heimische Teams um den Ligaerhalt.

Abstiegsangst in Friedberg und Griedel: In der Handball-Landesliga Mitte zittern die beiden heimischen Vertreter vor dem letzten Spieltag der Saison noch um den Klassenerhalt. Während die Friedberger am Samstagabend ab 19 Uhr den direkten Konkurrenten aus Heuchelheim in der Sporthalle am Seebach empfangen, geben die Griedeler ihre Visitenkarte ab 18 Uhr beim bereits als Meister feststehenden TV Breckenheim ab. Für den TV Petterweil sind die Aufstiegsträume nach der Auswärtsniederlage im packenden Duell mit den Turn- und Sportfreunden Heuchelheim am vergangenen Spieltag unterdessen endgültig geplatzt. Zum Saisonausklang empfangen die Gelb-Schwarzen am Samstag ab 18 Uhr die HSG Lollar/Ruttershausen, die ebenfalls noch theoretische Abstiegssorgen hat.

Handball-Landesliga: TSV Griedel bei Meister Breckenheim unter Druck

TV Breckenheim – TSV Griedel (Sa., 18 Uhr/Sport- und Kulturhalle Breckenheim): Auch wenn die Handballer des TSV Griedel ihr letztes Heimspiel der Saison gegen die bereits als Absteiger feststehende HSG Goldstein/Schwanheim vor Wochenfrist gewinnen konnten, ist der Klassenerhalt für die Butzbacher Vorstädter noch nicht gesichert. Mit 22:28 Punkten belegen die Griedeler aktuell den achten Tabellenplatz, werden am letzten Spieltag wohl aber in einem Rechenschieber-Finale um den Klassenerhalt bangen müssen (siehe Kasten). Entscheidend wird sein, wie viele Klubs punktgleich sind, und wie der direkte Vergleich unter diesen aussieht. "Die Ausgangslage verspricht Hochspannung am letzten Spieltag. Nur mit einem Sieg hätten wir den Klassenerhalt sicher. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage sind wir auf die Ergebnisse der Konkurrenten angewiesen", bringt Griedels Teammanager Jürgen Weiß die Faktenlage vor dem Saisonfinale auf den Punkt. "Gegen den Meister aus Breckenheim sind wir natürlich krasser Außenseiter. Unsere Abwehr muss gegen den spielstarken Angriff der Hausherren engagiert und als Einheit zu Werke gehen. Im Angriff müssen die Konzepte umgesetzt werden, um durch druckvolles Spiel die entstehenden Lücken zu nutzen. Einzelaktionen führen besonders gegen Mannschaften wie Breckenheim nicht zum Erfolg, da jeder Fehler im Angriff durch das schnelle und variantenreiche Spiel der Gastgeber bestraft wird."

Handball-Landesliga: TV Petterweil kann letztes Spiel entspannt angehen

TV Petterweil – HSG Lollar/Ruttershausen (Sa., 18 Uhr/Sporthalle Petterweil): Nachdem am vergangenen Spieltag die Entscheidung über den Oberliga-Aufstieg gefallen ist, können die Gelb-Schwarzen aus Petterweil im Saisonfinale gegen den Tabellenneunten aus Lollar/Ruttershausen ohne Druck aufspielen. "Natürlich wollen wir unser letztes Saisonspiel gewinnen. Das sind wir unseren Zuschauern schuldig, die uns die ganze Saison überragend unterstützt haben. Gerade bei den Auswärtsspielen waren wir häufig in der Überzahl. Außerdem gilt es, der Liga gegenüber nicht durch Wettbewerbsverzerrung in den Abstiegskampf einzugreifen", erklärt TVP-Coach Martin Peschke. Hinter dem Einsatz von Florian Juli, Sebastian Alt und Roman Hitzel stehen noch Fragezeichen. Ihr Mitwirken wird sich erst kurzfristig entscheiden. Vor dem Spiel werden die Abgänge Christian Dänner (FTG Frankfurt), Sebastian Alt (HSG Mörlen) und Florian Juli (SG Bruchköbel) verabschiedet.

Handball-Landesliga: TG Friedberg empfängt direkten Konkurrenten aus Heuchelheim

TG Friedberg – TSF Heuchelheim (Sa., 19 Uhr/Sporthalle am Seebach): "Vor dem vergangenen Spieltag gab es in der Ober- und Landesliga eine Reihe von Konstellationen, die unseren vorzeitigen Klassenerhalt gesichert hätten. Alle wurden gegen uns gezogen", hadert TG-Urgestein Thomas Keck, dessen Mannschaft durch die 22:27-Auswärtsniederlage weiterhin im Abstiegskampf steckt. Allerdings können sich die Kreisstädter der Ligaverbleib mit einem Unentschieden im letzten Heimspiel gegen die TSF Heuchelheim sichern und haben damit alles in eigener Hand. Auch für die Gäste wären die Abstiegssorgen mit einem Auswärtserfolg in Friedberg endgültig vom Tisch. "Schaffen wir einen Sieg, bleiben wir in der Landesliga. Ansonsten sind wir auf die Ergebnisse der anderen Mannschaften angewiesen. In der Abwehr wird viel Arbeit auf uns zukommen, um den wurfgewaltigen und spielstarken Rückraum um die Spielmacher Henry Rinn und Daniel Bley in den Griff zu bekommen. Im Angriff müssen wir uns auf verschiedene Abwehrsysteme einstellen, die allesamt robust eingestellt sind", weiß TGF-Coach Sven Daxer um die Stärken der Handballer der Turn- und Sportfreunde. Personell kann Daxer nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einzig hinter dem Einsatz von Niklas Musch steht noch ein Fragezeichen.

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Auf- und Abstieg: So sind die Konstellationen

Einen Spieltag vor Saisonende 2018/19 zeichnen sich in den Handball-Ligen von der 3. Liga Ost an abwärts immer deutlicher die Auf- und Abstiegskonturen ab. Ein Überblick für den Männerbereich:

  1. 3. Liga: Aus der Ostgruppe steigt der als Meister bereits fest stehende ThSV Eisenach auf. Unter den drei Absteigern befindet sich mit der SG Bruchköbel ein Team, das von der Oberliga Hessen aufgenommen werden muss; Groß-Bieberau/Modau ist gerettet.
  2. Oberliga Hessen: Hier ergibt sich eine ganz besondere Konstellation, da der Meister – entweder TV Kirchzell oder TSG Offenbach-Bürgel – nicht direkt aufsteigt, sondern ein Aufstiegsspiel bestreiten muss. Gesetzt dem Fall, dass der Hessenmeister nicht aufsteigt, müssten vier Teams den Weg in die Landesliga antreten. Mit Schlusslicht TV 05/07 Hüttenberg U 23 kommt eine Mannschaft definitiv in die Mitte-Gruppe, erwischen kann es bei maximal vier Absteigern aber auch noch die HSG Wiesbaden und die TSG Münster, die ebenso in die Mitte-Staffel kämen.
  3. Landesliga Mitte: Hier hat der TV Breckenheim Titelgewinn und Aufstieg bereits perfekt gemacht. Mit der HSG Goldstein/Schwanheim, der TSG Oberursel und der HSG Wettenberg II stehen drei Absteiger in die Bezirksoberligen bereits fest. Kommt es aber aufgrund der Entwicklungen in den oberen Ligen zu einem Mehrabstieg, sind vom Rangsiebten TG Friedberg (22 Punkte) bis zum Rangzehnten TSF Heuchelheim (20 Punkte) noch vier Teams gefährdet, die als vier oder gar fünfter (!) Absteiger infrage kommen, darunter sind außerdem die TSG Eppstein (gegen Wettenberg II), die HSG Lollar/Ruttershausen (in Petterweil) und der TSV Griedel (in Breckenheim). Gewinnen zum Beispiel die TSF und verlieren sowohl Lollar/Ruttershausen sowie Griedel, käme es – einen Eppsteiner Sieg vorausgesetzt – zu einem Vergleich zwischen vier punktgleichen Teams. Mehr Spannung geht nicht.
  4. Bezirksoberliga: Meister HSG Lumdatal verlässt die Liga nach oben, Vize HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III geht in die Relegation. Die Entwicklung in der Landesliga Mitte würde aber auch auf die Bezirksoberliga durchschlagen, da im ungünstigsten Falle drei Absteiger aufzunehmen wären, zudem kommt die SG Rechtenbach als Bezirksliga-A-Titelträger dazu. Dies würde bedeuten, dass es auch hier zu einem vermehrten Abstieg von einem oder gar zwei Mannschaften (TV Wetzlar, HSG Marburg/Cappel) neben der HSG Pohlheim II kommen könnte. Die Relegation "nach unten" entfällt übrigens bei mehr als einem Absteiger.

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