Handball-Landesliga Frauen

Handball-Landesliga Frauen: Griedeler Trainer Martin Schmitt stinksauer

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Eine deutliche Niederlage gab es für den TSV Griedel in der Handball-Landesliga Frauen: Gegen Tabellenführer HSG Lumdatal leuchtete ein 18:30 von der Anzeigetafel - was Trainer Martin Schmitt mächtig ärgerte.

Im bisherigen Rundenverlauf hat sich die HSG Lumdatal in der Handball-Landesliga der Frauen als die dominierende Mannschaft herauskristallisiert. Mit 18:0 Punkten thront die HSG mit vier Punkten Vorsprung auf die Verfolger an der Tabellenspitze. Insofern war es schon vor Beginn des Griedeler Gastspiels beim Ligaprimus abzusehen, wie der Sieger lautet: Der 30:18 (17:10)-Heimsieg über die Frauen des TSV Griedel stellte also keine Überraschung dar, wird aber von TSV-Trainer Martin Schmitt keinesfalls als "normal" angesehen.

Im Gegenteil: Von dem, was seine Mannschaft am späten Sonntagnachmittag in der Lumdatalhalle ablieferte, war er schwer enttäuscht. "Es war unsere bisher schlechteste Saisonleistung. In der Deckung hatten wir keinen Zugriff und im Angriff waren wir limitiert", machte er seinem Ärger Luft. Vor allem die Tatsache, dass sich seine Mannschaft nicht an den vorgegebenen Spielplan gehalten hatte, gefiel ihm nicht. "In der Abwehr wollten wir defensiv stehen und unvermeidliche Rückraum Tore akzeptieren, dafür aber Durchbrüche und das Spiel über den Kreis und die Außen weitgehend unterbinden", erklärte er seine Taktik. Seine Spielerinnen praktizierten jedoch gerade das Gegenteil der Vorgabe. "Wir sind in der Deckung pausenlos nach vorn gestürzt und haben dadurch gerade die Tore gefangen, die wir vermeiden wollten", ärgerte er sich und bestätigt, dass die Niederlage dadurch auch in der Höhe völlig gerechtfertigt sei. "Ich hatte mir allerdings ein besseres Ergebnis gewünscht", machte der TSV-Coach abschließend klar.

Handball-Landesliga Frauen: Immerhin auch einige positive Aspekte im Spiel des TSV Griedel

Der Spielfilm der Partie ist schnell erzählt: Bis zum 8:6 (15.) stellte sich der TSV noch als gleichwertiger Gegner dar. Dann nahm das HSG-Spiel, auch aufgrund der beschriebenen Griedeler Nachlässigkeiten, Fahrt auf. Über die Station von 11:6 (20.) sicherte sich Lumdatal bereits zur Pause einen Sieben-Tore-Vorsprung. Die Zehn-Tore-Marke war beim 21:11 (38.) gefallen und am Ende stand der deutliche 30:18 Sieg auf der Anzeigetafel.

Am Ende seiner Spielanalyse offenbarte Schmitt dann aber doch noch einige positive Aspekte des Spiels. Nach längerer Verletzungspause gelangen Madelene Dietz bei ihrer Rückkehr in die Mannschaft gleich zwei Tore. Daneben feierten die Neuzugänge Josina Heisiph, die aus Leihgestern zum TSV gewechselt war und Torfrau Licia Heister ihr Debüt im an diesem Tag weißen TSV-Trikot. Letztere kann an sich noch A-Jugend spielen, war aber vor der Saison vom Nachbarn HSG Mörlen zum Landesligisten gestoßen.

TSV Griedel: Wicke, Heister; Knoblauch (2), Wawrzinek (4), Wolf, Krombach (4/1), Heisiph (1), Gros (1), Schmitt (3/1), Brück, Katarina Dietz, Madelene Dietz (2), Eichler (1).

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