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Bei Sascha Siek und dem Handball-Landesligisten TSV Griedel ruht der Spielbetrieb. Immerhin gab es erfreuliche Nachrichten vom Verband.

Handball

Handball: Gutschrift für Vereine

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Gute Nachrichten für die Handball-Vereine in Hessen: Ein Teil der Spielklassen-Beiträge wird erstattet.

(bf). Ein Jahr ist es nun her, als die Handball-Saison 2019/20 wegen Corona abgebrochen wurde. Fortan waren die Planungen auf Herbst ausgerichtet, in dem mit dem Start der neuen Saison gerechnet wurde. Doch die Entwicklung der Pandemie machte allem einen dicken Strich durch die Rechnung. Immer wieder musste der Auftakt verschoben werden, aktuell hat der Hessische Handball-Verband (HHV) jeglichen Spielbetrieb bis 5. April ausgesetzt und eine sportliche Wertung der Runde (Auf- und Absteiger) ausgeschlossen.

Die Vereine erreichte nun eine erfreuliche Mitteilung ihres Landesverbandes: Das erweiterte Präsidium des HHV beschloss, allen Vereinen die Hälfte der Spielklassen-Beiträge für die ins Wasser gefallene Saison gutzuschreiben. Und erläutert dazu: »Die ursprüngliche Entscheidung, die Spielklassen-Beiträge zu 100 Prozent einzuziehen, wurde zu einem Zeitpunkt getroffen, als alle im Verband handelnden Personen noch die Hoffnung hatten, dass die Saison 2020/21 nur mit temporären Unterbrechungen, zumindest aber sportlich wertbar, zu Ende gespielt werden könnte«.

Nachdem in den vergangenen Wochen aber abzusehen war, dass dies nicht mehr möglich sein würde, haben das Präsidium des HHV und die Vertreter der Bezirke sich Gedanken gemacht, wie mit dem Thema Beiträge in dieser für alle schwierigen Situation umgegangen werden kann.

Die Entscheidung ist damit begründet, dass in der laufenden Saison sowohl im Verband als auch in den Bezirken weniger Maßnahmen im Bereich Methodik und Schiedsrichterwesen stattfinden konnten, und zudem die Maßnahmen in durchgeführter Online-Form kostengünstiger abgehalten wurden. Auch in anderen Bereichen fanden kaum Präsenzsitzungen statt, so dass der Verband insgesamt weniger Ausgaben hatte, als zunächst einkalkuliert. Diesen Einsparungen stehen fehlende Einnahmen gegenüber, etwa durch ausbleibende Strafen wegen des Wegfalls des Spielbetriebs. In die Entscheidung über die Höhe der Gutschrift an die Vereine flossen die laufenden Kosten des Verbands (Personal, Miete/Nebenkosten der Geschäftsstelle) mit ein.

Jugendbereich soll profitieren

Mit der Gutschrift von 50 Prozent der Spielklassen-Beiträge kommt der HHV den Vereinen nach eigener Angabe so weit wie möglich entgegen, ohne die eigene Liquidität zu gefährden. Das erweiterte Präsidium hofft, dass die freiwerdenden Mittel von den Vereinen genutzt werden, um den Spielbetrieb vor allem im Jugendbereich nach der Pandemie wieder anzukurbeln.

Nicht betroffen von der Gutschrift sind die Umlagen und Geldstrafen wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls. Die Umlagen werden seitens Verband vor allem an Dachorganisationen wie DHB und DOSB sowie an die Sportversicherung weitergeleitet. Diese Kosten konnten nicht gesenkt werden. Die Geldstrafen wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls waren bereits um 50 Prozent gekürzt worden.

Niemand wird zum Spielen gezwungen

Das HHV-Präsidium geht in seiner Mitteilung nochmals auf die Entscheidung ein, die Saison 2020/21 zum jetzigen Zeitpunkt nicht komplett abzubrechen. Die Gründe für eine Verlängerung des Aussetzens der Runde bis 5. April sind in erster Linie juristischer Natur. Der HHV hat in seinen Allgemeinen Durchführungsbestimmungen im August 2020 die verschiedenen Szenarien für diese Spielzeit benannt und dafür in den ADfB alle notwendigen Regelungen geschaffen. Die in Paragraf 19a gefassten Regelungen sind für die gesamte Spielzeit rechtlich bindend und sehen einen Abbruch der Saison nicht vor - selbst wenn ein solcher angesichts der aktuellen Entwicklungen denkbar wäre.

Ausdrücklich betont wird, dass auch im Fall einer Freigabe des Spielbetriebs vor dem 30. Juni die Teilnahme an Spielen den Vereinen nach wie vor freigestellt ist. Der Verband habe in der Runde 2020/21 keinen gezwungen, Spiele auszutragen und werde dies auch in den nächsten Wochen nicht tun.

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