Handball-Bezirksoberliga

Handball-Bezirksoberliga: Siegtor im Wetterauer Derby erst 45 Sekunden vor Ende

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Die HSG Mörlen hat eine bittere Niederlage im Kampf um den Aufstieg in der Handball-Bezirksoberliga bezogen - ausgerechnet vom Wetterauer Konkurrenten HSG Wettertal.

Im Kampf um Platz zwei hat die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III in der Handball-Bezirksoberliga den Abstand gegenüber Mitbewerber HSG Mörlen auf drei Zähler ausgebaut. Während die "Dritte" des Bundesligisten gegen die MSG Linden II mit 28:17 gewann und nunmehr 33:15 Punkte auf dem Konto hat, mussten die Mörler im Derby bei der HSG Wettertal eine 27:28-Niederlage hinnehmen.

Handball-Bezirksoberliga: 250 Zuschauer sehen dramatische Partie zwischen Wettertal und Mörlen

HSG Wettertal – HSG Mörlen 28:27 (15:17): Derbytag in der Rockenberger Wettertalhalle. Nicht weniger als 250 Handballfreunde wollten sich dieses Aufeinandertreffen der beiden heimischen Mannschaften nicht entgehen lassen. Und die Besucher wurden für ihr Kommen mit einem packenden Handballspiel belohnt. "Es war ein richtig gutes Derby", sagte Wettertals Trainer Sven Tauber, und es verlief spannend bis zur Schlusssirene. Mörlens Trainer Philipp Petriesas war nicht nur wegen Niederlage nicht so ganz zufrieden. "Wir haben keine Einstellung in der Abwehr gefunden", stellte er hinterher fest. Außerdem monierte er, dass zu viel "gemeckert" wurde. So habe sich seine Mannschaft dadurch eine Zeitstrafe eingehandelt. Nach dem 3:3 (4.) setzten sich die Mörler auf 6:3 (7.) ab, doch die Wettertaler kämpften sich zurück ins Spiel. Nach zehn Minuten war beim 6:7 der Anschluss wieder hergestellt. 13:13 lautete der Spielstand nach 26 Minuten, ehe die Mörler durch Tore von Niklas Otto, Luca Schätzle, Philipp Möbs und Christian Birkenstock bei einem Gegentreffer von Yannick Kreuzer auf 17:14 davonzogen. Mit der Pausensirene gelang Klaus Bergemann noch der 15. Treffer für die Wettertaler, die in den ersten fünf Minuten des zweiten Durchgangs den Spieß umdrehten und mit 18:17 in Führung gingen. Im weiteren Verlauf stand das Spiel auf des Messers Schneide. 45 Sekunden vor Schluss traf der Wettertaler Bergemann zum 28:27. In der verbleibenden Zeit wollten die Gäste zumindest noch den Ausgleich erzielen, doch, so berichtet Philipp Petriesas, "wir haben zu früh und zu ungenau abgeschlossen". Die Folge: kein Tor und Ballbesitz für die HSG Wettertal, die in der verbleibenden Zeit den Vorsprung nicht mehr aus der Hand gab. In dieser Partie scheiterten die Mörler immer wieder am glänzend aufgelegten Wettertaler Torhüter Jonas Muschalik; der A-Jugendliche brachte die gegnerischen Schützen immer wieder zur Verzweiflung. "Er war unser Derbyheld", lobte Sven Tauber den jungen Keeper. – Tore, Wettertal: Bergemann (8/6), Metzger (7), Kielich (5), Yannick Kreuzer (4), Raab, Exner, Mengel, Bunfill (je 1). – Mörlen: Möbs, Sebastian Dietz (je 5/2), Otto (5), Bischof (4), Bernhard Dietz, Birkenstock (je 3), Schätzle, Dönges (je 1).

Handball-Bezirksoberliga: Sonderlob für die Deckung und den Torhüter

MSG Florstadt/Gettenau – HSG Großen-Buseck/Beuern 25:23 (14:12): "Es war über 60 Minuten ein enges Spiel", berichtete MSG-Trainer Christian Sacks. Ein besonderes Lob vom Coach erhielt die Deckung der Florstädter einschließlich Torhüter Niels Peter Eckert. "Es war ein hartes Spiel von beiden Seiten", ergänzte Sacks. Ähnlich sah es Mario Foos, der Trainer der Busecker, der ebenfalls die Arbeit seiner Deckung einschließlich Torhüter Sebastian Schmidt hervorhob. Es dauerte rund eine Viertelstunde gedauert, bis die HSG ins Spiel gefunden hatte. So lagen die Florstädter nach elf Minuten mit 7:3 vorn, doch nach und nach holten die Gäste auf und lagen zur Pause noch mit zwei Toren im Rückstand. Nach Wiederbeginn blieben die Busecker auf Tuchfühlung. "Aber wir konnten das Spiel nicht kippen", bedauerte Foos. So stand es nach 35 Minuten 15:14 für die Hausherren, die in der 45. Minute mit 20:19 vorn lagen und sich bis zu 53. Minute auf 23:19 absetzten. In der hektischen Schlussphase hielten die Florstädter den Konkurrenten auf Distanz. "Florstadt/Gettenau war die zwei Tore besser", lautete das Resümee des Busecker Trainers, der wie sein Kollege aufseiten der MSG mit der Abwehr, sicherlich aber nicht mit der Angriffsleistung seines Teams zufrieden sein konnte. – Tore, Florstadt/Gettenau: Lehr (6/3), Peppler (6), Wenisch (5), Wagner (3), Schildger, Starck (je 2), Boller (1). – Großen-Buseck/Beuern: Jan Schneider (7/2), Biedenkapp (7), Stein (4), Kartak, Philipp (je 2), Schüler (1).

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