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Sebastian Bischof (Mitte, hier gegen Marburgs Keeper Niklas Netter, l.) ist mit 14 Toren bester Werfer der HSG Mörlen, die sich gegen Marburg/Cappel vor heimischem Publikum für die Niederlage zum Saisonstart revanchiert. (Foto: Jaux)

Handball-Bezirksoberliga

Handball-Bezirksoberliga: HSG Mörlen zum Jahresabschluss mit Revanche für Auftaktniederlage

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Die HSG Mörlen überwintert in der Handball-Bezirksoberliga der Männer auf Rang zwei. Das Team revanchierte sich zum Jahresabschluss für die Niederlage zu Saisonauftakt. Für Florstadt/Gettenau war nichts zu holen.

Mit dem ersten Rückrundenspieltag haben die Mannschaften der Handball-Bezirksoberliga der Männer am Wochenende ihr Jahresprogramm 2018 abgeschlossen. Sie werden erst wieder am letzten Januar-Wochen ins Geschehen eingreifen. Der 14. Durchgang brachte allerdings keine sonderlich neuen Erkenntnisse: So kam Spitzenreiter HSG Lumdatal gegen Schlusslicht HSG Pohlheim II mit dem 38:20 zu dem erwartet klaren Sieg und baute seine beeindruckende Bilanz auf 27:1 Punkte aus. Im Fernduell um den zweiten Platz gaben sich die HSG Mörlen und die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (beide 20:8) keine Blöße und kamen gegen die HSG Marburg/Cappel bzw. bei der HSG Großen-Buseck/Beuern zu mehr oder weniger knappen Siegen. Nach dem 33:28-Erfolg über die MSG Florstadt/Gettenau verfügt die HSG Dilltal (15:13) wieder über eine positive Bilanz, während die Mannschaft aus der Wetterau bei 8:20 Punkten weiterhin den vorletzten Platz bekleidet. Das ursprünglich ebenfalls für das vergangene Wochenende vorgesehene Spiel zwischen dem TV Wetzlar und der HSG Wettertal war auf den 13. April verlegt worden.

Handball-Bezirksoberliga: HSG Mörlen gewinnt angeführt vom überragenden Sebastian Bischof souverän

HSG Mörlen – HSG Marburg/Cappel 32:29 (18:14): "Wer hätte das nach dem ersten Saisonspiel gedacht?", fragte Philipp Petriesas, Trainer des HSG Mörlen, nach dem Erfolg seiner Mannschaft über den Aufsteiger von der Lahn. Mit diesem Sieg gehen die Mörler als Rangzweiter in die sechswöchige Winterpause. Gegen die Marburger hatte Mörlen zum Auftakt mit 28:37 verloren. Im Rücksüpiel musste Petriesas nun auch noch auf Christian Birkenstock, Max Breitenfelder (beide dürften nach ihrem Bänderriss Ende Januar wieder zur Verfügung stehen) sowie auf Philipp Möbs und Simon Dönges verzichten. Dafür stellten sich Fabian Klug und Tobias Becker aus der "Zweiten" zur Verfügung und erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen. Bis zur neunten Minute (Spielstand: 5:5) verlief die Partie ausgeglichen, ehe sich die Hausherren absetzten. Bernhard Dietz mit einem seiner sechs Feldtore sowie Sebastian Bischof, der zehn von elf Strafwürfen verwandelte und es insgesamt auf starke 14 Treffer brachte, sorgten bis zur zwölften Minute für eine 7:5-Führung der Mörler. Nach 20 Minuten lagen die Hausherren mit 12:9 vorn. 15:10 lautete der Spielstand in der 26. Minute. Bis zur Pause konnten die Marburger den Rückstand allerdings noch einmal geringfügig verringern. Zu Beginn des zweiten Abschnitts gaben die Gäste dann richtig Gas und hatten beim 18:19 in der 37. Minute den Anschluss wieder hergestellt. Petriesas reagierte, nahm eine Auszeit, und danach lief es wieder besser für Mörlen. Die Gastgeber kontrollierten in der Folgezeit das Geschehen und ließen die Marburger nicht näher als zwei Treffer herankommen. 23:21 lautete der Spielstand 20 Minuten vor dem Ende, zehn Minuten vor Schluss lag Mörlen mit 26:25 vorn und hatte spätestens nach dem 31:26 (58.) das Spiel im Sack. "Das war das i-Tüpfelchen auf die hervorragende Hinrunde", freute sich der junge Mörler Coach über den Sieg gegen den Aufsteiger und den bisherigen Saisonverlauf insgesamt.

Tore, Mörlen: Bischof (14/10), Bernhard Dietz (6), Sebastian Dietz (4), Schmidt (3), Löwe (2), Klug, Schätzle, Otto (je 1). – Marburg/Cappel: Schuster (10/4), Lumm (5), Purschke (3), Pallesen, Zell, Sangmeister, Meyer, Vogelbacher (je 2), Petersen (1).

Handball-Bezirksoberliga: MSG Florstadt/Gettenau läuft schlechtem Start erfolglos hinterher

HSG Dilltal – MSG Florstadt/Gettenau 33:28 (17:12): "Eine sehr, sehr gute kämpferische Leistung", freute sich Dilltals Trainer Peter Küste über den Auftritt seiner Truppe, die dem 0:1-Rückstand (Torschütze: Yannic Wenisch) durch Christoph Ulm, Patrick Müller, Luca Fitzner und Sascha Friedrichs auf 4:1 davonzog. Nach zehn Minuten hieß es sogar bereits 9:4 für Dilltal. "Ein sehr schlechter Start in die Partie", musste Gästetrainer Christian Sacks hinterher einräumen. Bis zum Seitenwechsel konnte seine Mannschaft den Rückstand auch nicht mehr reduzieren. "Aber wir sind stark aus der Halbzeitpause gekommen", freute sich Sacks über den Auftritt seiner Schützlinge in den ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn, als Florstadt/Gettenau Tor um Tor aufholte und nach 41 Minuten beim 21:20 für Dilltal den Anschluss hergestellt hatte. Peter Küster reagierte und stellte die Heim-Abwehr von 6:0 auf 5:1 um. Das sollte sich nach und nach auszahlen. Die Gäste konnten bei knappen Spielständen ihren Ballbesitz nicht mehr zu Torerfolgen nutzen. So führte Dilltal in der 49. Minute mit 26:25, vier Minuten später mit 30:25. Damit war die Partie so gut wie entschieden. "Meine Mannschaft hat da noch die Kurve gekriegt", bemerkte Küster. "Das zeigt, dass die Spieler Moral haben." Ähnliches kann auch der Gästetrainer von seiner Mannschaft behaupten, die es trotz deutlicher Rückstände mehrfach geschafft hatte, wieder ins Spiel zurückzukommen, am Ende aber freilich wieder etwas deutlicher und damit spielentscheidend in Rückstand geraten war und so leer ausging.

Tore, Dilltal: Christoph Ulm (7), Müller (6), Pöchmann (4/4), Friedrichs, Fitzner, Sebastian Ulm, Kohlmei (je 3), Albrecht, Weiß (je 2). – Florstadt/Gettenau: Wenisch (8), Peppler (6/3), Schildger, Lehr (je 3), Starck (2), Wagner, Stewen, Kuntze, Boller, Greife, Hintze (je 1).

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