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Bernhard Dietz (am Ball) ist mit acht Toren bester Werfer seiner HSG Mörlen. Er stellt im Top-Spiel der Bezirksoberliga die Abwehr der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III um Luca Weimer immer wieder vor Probleme. (Foto: Jaux)

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Handball-Bezirksoberliga: Bernhard Dietz wirft HSG Mörlen zum Sieg - und auf Rang zwei

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Die HSG Mörlen hat auch im Top-Spiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen mit 31:27 die Oberhand behalten und bleibt damit der ärgste Verfolger von Spitzenreiter HSG Lumdatal.

Die HSG Mörlen bleibt der ärgste Verfolger von Spitzenreiter HSG Lumdatal in der Handball-Bezirksoberliga der Männer. Das Team von Trainer Philipp Petriesas schlug im Top-Spiel auch die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III mit 31:27 und grüßt damit von Rang zwei. Der Rückstand auf die Lumdataler, unterdessen eine ersatzgeschwächte HSG Wettertal mit 34:17 aus der Halle warfen, beträgt allerdings bereits sieben Zähler. Unterdessen kam die MSG Florstadt/Gettenau beim TV Wetzlar zu einem wichtigen 32:25-Auswärtserfolg.

Handball-Bezirksoberliga: Bernhard Dietz wirft HSG Mörlen mit acht Toren zum Sieg im Top-Spiel

HSG Mörlen – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 31:27 (17:13): "Wir waren von Anfang an gut dabei", freute sich Mörlens Coach Philipp Petriesas über den Auftritt seiner Mannschaft, die nach dem 3:3 (4.) binnen fünf Minuten auf 7:3 davongezogen war. "Eigentlich hatten wir uns fest vorgenommen, den Anfang nicht zu verschlafen, doch das ist uns nur bis zum 3:3 gelungen", schilderte Trainer Torben Wegner den Start in diese Partie aus Sicht seiner HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III. So konnte, wie Wegner berichtete, der Mörler Bernhard Dietz in der ersten Halbzeit schalten und walten, wie er wollte. Die Nummer 13 der Hausherren erzielte in dieser Partie acht Treffer – und alle im ersten Durchgang. "Wir haben in diesem Spiel 18 ›Freie‹ verworfen", stellte Wegner fest, "und davon zehn ›Hundertprozentige‹." Dadurch seien die Gastgeber immer wieder zu Tempogegenstößen gekommen, die sie entsprechend auch zu Torerfolgen genutzt haben. Bei Seitenwechsel lagen die Gastgeber mit vier Treffern vorn und schafften es im gesamten zweiten Durchgang, diesen Vorsprung zu verteidigen. Obwohl die Dutenhofener in Lukas Wallwaey (10 Tore) und Dennis Adel (8) zwei herausragende Torschützen in ihren Reihen hatten, nahm Petriesas davon Abstand, diese in Manndeckung zu nehmen. Er wollte auf diese Weise verhindern, dass sich ein anderer Dutenhofener "warm" wirft. Sein Kalkül ging auf: Die beiden Gästespieler produzierten zwar Tore ohne Ende, aber zum Schluss hatte die HSG Mörlen die Nase vorn.

Tore, Mörlen: Bernhard Dietz (8), Möbs (5), Bischof (4/3), Schätzle (4), Löwe (3), Sebastian Dietz, Otto, Dönges (je 2), Nader (1). – Dutenhofen/Münchholzhausen III: Wallwaey (10), Dennis Agel (7), Luca Kaiser (4), Müller (3), Schmidt, Weimer, Wenzel (je 1).

Handball-Bezirksoberliga: Endlich wieder ein Sieg für die MSG Florstadt/Gettenau

TV Wetzlar – MSG Florstadt/Gettenau 25:32 (14:16): "Das war unsere schlechteste Saisonleistung", stöhnte Wetzlars Trainer Peter Rosenkranz, der nach der Vorstellung seiner Mannschaft feststellte: "Wir können es besser." Bei seinem Kollegen aufseiten der MSG machte sich dagegen "eine große Erleichterung" breit. Nach sechs Niederlagen hintereinander freute sich Christian Sacks wieder über zwei Punkte – und über eine gute Mannschaftsleistung. Zunächst verlief die Partie ausgeglichen, doch nach und nach hatten die Gäste ein leichtes Übergewicht. Im ersten Abschnitt zogen die Gäste so zeitweise auf bis auf vier Tore (8:12/17.) davon, mussten den TVW bis zur Pause aber wieder auf zwei Treffer herankommen lassen. Unmittelbar nach Wiederbeginn stellte Wetzlars Jakob Baumann den 15:16-Anschluss her. Sechs Minuten später sah alles wieder ganz anders aus: Nach sechs Treffern in Folge, erzielt durch Daniel Kuntze, Yannic Wenisch sowie je zweimal Niklas Wagner und Lukas Peppler, führte der Gast mit 22:15. Im weiteren Verlauf versuchten die Hausherren fast alles, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Doch das ließ die Handballer aus der Wetterau kalt. "Wir haben für alles die richtigen Lösungen gefunden", zollte Christian Sacks seinen Spielern ein Respekt. Besonders aber hob er die Leistung von Torhüter Marc Bopp hervor, der in der zweiten Hälfte des ersten Spielabschnitts sowie in der gesamten zweiten Halbzeit zwischen den Pfosten stand und seiner Mannschaft ein großer Rückhalt war. "Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff bekommen", räumte Rosenkranz unterdessen ein. Auch eine offene Manndeckung der Wetzlarer brachte die MSG nicht in Verlegenheit, Florstadt/Gettenau lag nach 42 Minuten mit 23:19 vorn und baute den Vorsprung im weiteren Verlauf kontinuierlich aus. Beim 29:21 für die Gäste zehn Minuten vor dem Ende war praktisch alles entschieden.

Tore, Wetzlar: Breser (7/3), Emmelius (5/2), Johannes Schetzkens (4), Michael Schetzkens (3), Schmidt, Pohlner (je 2), Breining, Baumann (je 1). – Florstadt/Gettenau: Wagner (7), Peppler (6/1), Wenisch (6), Kuntze (5), Lehr (3/2), Boller (3), Starck (2).

Handball-Bezirksoberliga: Lumdatal mindestens eine Nummer zu groß für HSG Wettertal

HSG Lumdatal – HSG Wettertal 34:17 (19:9): Keine Chance für die Verlegenheitsmannschaft der HSG Wettertal. Die Gäste hatten neun Ausfälle zu verkraften, sodass auch Trainer Sven Tauber und "Co" Maximilian Weil ein Trikot überstreifen mussten. Beiden gelang jeweils ein Treffer, doch das reichte logischerweise nicht im Ansatz aus, um den klaren Sieg der Gastgeber auch nur vage in Frage zu stellen. Trotzdem war Tauber nicht unzufrieden mit dem Auftritt der Wetterauer, bei denen nicht weniger als fünf Spieler ihr Debüt in der ersten Mannschaft gaben. Auch Lumdatals Trainer Clemens Bukschat hatte Grund, mit dem Spiel zufrieden zu sein. "So konnte ich die ganze Bank komplett einsetzen", berichtete er. Auf die Dominanz des Tabellenführers hatte das nämlich keinen Einfluss. Bis zum 6:4 nach elf Minuten hielten die Gäste noch einigermaßen mit, doch knapp drei Minuten später hieß es 10:4 für die Lumdataler, die ihren Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf 19:9 ausbauten. Bis zur 35. Minute (22:11) hielten die Gäste den Rückstand nahezu konstant, ehe der Spitzenreiter noch einmal Gas gab und sich in den nächsten zehn Minuten auf 28:11 absetzte. Auch danach ließen die Hausherren nicht locker und kamen zu einem deutlichen Sieg, der die Kräfteverhältnisse im Großen und Ganzen widerspiegelte.

Tore, Lumdatal: Heß (5/2), Feisel (5), Kuhnhenne, Kühn, Marondel (je 4), Rein, Kern (je 3), Jonas Schlapp, Köhler (je 2), Stein, Ziegler (je 1). – Wettertal: Yannick Kreutzer, Metzger (je 3), Exner, Landvogt, Boller (je 2), Raab, Tauber, Mengel, Weil (je 1).

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