Härtefälle ohne Ende

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(jm). Als Angelo Barletta gefragt wurde, ob der Kader der Offenbacher Kickers für die Mammutsaison in der Fußball-Regionalliga Südwest ausreiche, lächelte er durchaus gequält. Der Trainer der Offenbacher Kickers, der 28 Spieler (darunter vier Torhüter) betreut, hatte schon vor dem heutigen 2:0 (0:0) bei der SG Sonnenhof Großaspach erste Härtefälle zu moderieren.

Immerhin: Im zweiten Saisonspiel feierte der OFC eine Woche nach dem 0:0 gegen Bahlingen am Freitagabend den ersten Sieg. Und das 2:0 beim Drittliga-Absteiger war mehr als verdient. Nach exakt 140 Minuten hatte das Warten auf das erste Saisontor der Kickers ein Ende - unter gütiger Mithilfe von Großaspach. Nach Flanke von Francesco Calabrese bugsierte Sebastian Schiek die Kugel ins eigene Tor (50.). Florent Bojaj, im Sommer vom bulgarischen Erstligisten FK Etar Tarnovo gekommen, gelang in der 77. Minute mit einem feinen Außenristschlenzer das 2:0.

Der Rosbacher Maik Vetter (Oberschenkelverletzung) hatte sich vor dem Wochenende in den Kreis der Ausfälle um Abu Bakarr Kargbo (Kreuzbandriss), Maurice Pluntke (Reha nach Knie-OP) und Marco Fritscher (OP nach Pferdekuss im Oberschenkel) gesellt, dennoch zeichnet sich ab, dass einige Akteure schnell ungeduldig werden könnten.

Im Zentrum ist das Gedränge trotz der Verletzung von Vetter (Barletta: "Bitter!"), der nach einem Ausfallschritt im Training mit einer Sehnenverletzung im Oberschenkel unbestimmte Zeit ausfallen wird, groß: Luigi Campagna ist auf der "Sechs" gesetzt, dazukommen Tunay Deniz und Serkan Firat. Gegen Bahlingen machten die eingewechselten Luka Garic und Denis Huseinbasic Betrieb. Beide punkten zudem damit, dass sie die U 23-Regel des Deutschen Fußballbundes erfüllen.

Ein erster Verlierer im Kampf um die Stammplätze ist Tim Dierßen. Der Mittelfeldspieler, im vergangenen Winter von Hannover 96 II gekommen, stand gegen Bahlingen und Großaspach nicht im 18er-Aufgebot. "Mit tut das sehr leid für ihn, aber auch das hat rein sportliche Gründe", versichert Barletta.

Die nächsten Härtefälle warten schon. Schließlich deutet viel darauf hin, dass Zugang Mathias Fetsch ins Angriffszentrum rückt, der wiedergenesene Florent Bojaj ("Ich bin froh, dass er wieder dabei ist") dürfte auf der Bank Platz nehmen - und damit die Angriffsbesetzung des ersten Spieltages auf die Tribüne zwingen. Der lauf- und einsatzfreudige, im Torabschluss aber glücklose Moritz Reinhard hatte gegen Bahlingen begonnen, später kam Pelle Hoppe ins Spiel. Der 21-Jährige konnte allerdings keine Werbung in eigener Sache betreiben. "Ich bin froh über die Konkurrenzsituation, aber für den Einzelnen ist das natürlich hart", räumt Barletta ein, der betont, in dieser Phase der Saison kein Freund großer Rotation zu sein. Doch der Spielplan wird ihn womöglich zum Umdenken zwingen.

Nun steht die erste englische Woche an. Dann wird Barletta womöglich anderen erklären müssen, weshalb sie in Pirmasens außen vor sind.

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