FV hält sein Stammpersonal

Von jenen drei Klubs, die letzte Saison in der Verbandsliga als ranghöchste Vereine die Fahne des Fußballkreises Friedberg hochhielten, kann lediglich der FV Bad Vilbel im Vorfeld der Saison 2013/2014 in Sachen Kaderbildung bereits Vollzug melden.

"Die Planungen sind abgeschlossen. Das Stammpersonal konnte ohne Ausnahme gehalten werden", berichtet der FV-Spielausschussvorsitzende Thomas Grzyb. Amir Mustafic, der Spielertrainer des Verbandsliga-Siebten, muss zum Trainingsauftakt am 26. Juni nur auf Nando Pröckl (SC Dortelweil), Adrian Bitiq (KSV Klein-Karben) und Dejan Alempic (FG Seckbach) verzichten. "Das können wir verkraften", erklärt Grzyb, "zumal diese drei Spieler in der vergangenen Runde nur wenig Einsatzzeiten hatten". Sieben neue Spieler zählen nach Mustafics Vorstellungen zum erweiterten Verbandsliga-Kader: Dominik Budic (A-Jugend TS Ober-Roden), Adis Pita (SV der Bosnier) und Sefa Celik (Concordia Eschersheim) sowie aus der eigenen A-Jugend Dennis Geh, Benedikt Grzyb, Raphael Wenzel und Luca Calla.

Beim Verbandsliga-Rivalen KSV Klein-Karben (Rang elf in der letzten Runde), gestaltet sich die Situation völlig anders, denn Zeynel Güngörmez, auf dem Trainerstuhl der Nachfolger von Thomas Biehrer, muss eine neue Mannschaft ins Rennen schicken.

Vom alten Kader sind nur Kapitän Sven Kunisch ("die kommende Runde wird für uns eine ganz schwere Kiste"), Kerem Kaya, Mark Nowak und Marvin Gramowski an Bord, alle anderen "Ehemaligen" spielen in den Überlegungen des KSV-Übungsleiters wohl keine Rolle mehr. Bislang bekannt: Steffen Janke wechselt zu Viktoria Kelsterbach, Willy Eifler zu Rot-Weiß Darmstadt, Fatih Uslu zum künftigen Verbandsliga-Konkurrenten Türk Gücü Friedberg, Lukas Gärtner nach Kalbach, Kahsai Ghebrezghi nach Dortelweil und Melih Gültekin zu Rot-Weiß Frankfurt. KSV-Spielausschussmitglied Peter Rübenach sprach diese Woche von 13 Neuzugängen, mit denen man sich bereits einig geworden sei. Acht dieser Spieler sind namentlich bekannt: Adrian Bitiq (FV Bad Vilbel), Marcel Faulstich (SC Dortelweil), Muharrem Katilmis (Germania Niederrodenbach), Etienne Schmidt (SG Schlotheim/Erfurt), Albert Maksutaj und Adem Efil (beide Türk Gücü Hanau), Torben Fink (DJK Bad Homburg) sowie Murat Bulut (JuZ Fechenheim).

Derweil sind sie im Lager des SC Dortelweil, mit 37 Zählern Punktbester der vier Verbandsliga-Direktabsteiger, noch auf der Suche nach Verstärkungen im Defensivbereich. "Gespräche führen wir jede Menge, aber Konkretes ist dabei noch nicht herausgekommen", verrät Team-Manager Siegfried Popiolek. Der Stand der Dinge: Nando Pröckl kommt vom FV Bad Vilbel, Kahsai Ghebrezghi aus Klein-Karben. Dagegen wechseln Marcel Faulstich (KSV Klein-Karben), Nico Schad (FC Kalbach), André Stoss (Türk Gücü Friedberg) und Daniel Gutberlet (SG Bornheim/GW) die Fronten, während Sebastian Bunzel aus beruflichen Gründen kürzertreten möchte (eventuell Standby-Spieler beim SSV Heilsberg), und Frank Ziegler – bislang Markus Beierles Co-Trainer – als Chef-Coach in Heilsberg eine neue Herausforderung angenommen hat. Apropos Markus Beierle: Der Ex-Eintracht-Profi geht beim SC Dortelweil nach drei Meisterschaften (zwei Mal in der Kreisoberliga, ein Mal in der Gruppenliga Frankfurt-West) sowie zwei Abstiegen (aus der Gruppenliga und aus der Verbandsliga Süd) ins sechste Trainerjahr.

Verläuft unter seiner Regie die kommende Saison auch nur annähernd so turbulent wie die fünf Meisterschaftsrunden zuvor, kann man die Gefahr, der SC Dortelweil werde in der anstehenden Gruppenliga-Runde womöglich in der fußballspezifischen Grauzone verschwinden, schon jetzt getrost ausschließen. Uwe Born

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