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»Habe richtig Bock auf Hürden«

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(mw) Mit zwei Siegen beim Meeting der krummen Strecken in Pliezhausen ist Christiane Klopsch kürzlich in die Freiluftsaison der Leichtathleten gestartet. Die familiäre Veranstaltung vor den Toren Stuttgarts steht seit vielen Jahren im Wettkampfkalender der Langsprinterin der LG Ovag Friedberg-Fauerbach.

Die 22-Jährige gehörte im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen zum Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). In Pliezhausen lief Klopsch zweimal über 300 Meter Hürden. Im ersten Lauf kam Klopsch auf 41,5 Sekunden und setzte sich knapp gegen ihre Dauerrivalin Fabienne Kohlmann (Karlstadt) durch. Im zweiten Lauf steigerte sich die Fauerbacherin auf 40,7 Sekunden.

Für Klopsch war das Meeting in Pliezhausen der Auftakt einer Saison, in der der Höhepunkt definitiv auf russischem Boden stattfinden soll. Die Studenten-Weltmeisterschaften finden Anfang Juli in Kasan statt, Mitte August steigt die Weltmeisterschaft in Moskau. Ein Doppelstart ist nur im Einzelfall und nur mit Zustimmung der DLV-Verantwortlichen möglich. Über ihre Saisonplanung, die Voraussetzungen für gute Zeiten sowie die Rennen in Pliezhausen hat Klopsch am Rande des Ovag-Sprint-Cups am vergangenen Mittwoch auf dem Friedberger Burgfeld (Klopsch schrieb dort fleißig Autogramme für die jungen Athleten) mit unserem Redakteur Michael Wiener gesprochen.

Zwei Siege in Pliezhausen sind sicherlich ein guter Saisoneinstand, auch wenn Sie Ihre persönliche Bestzeit über die 300 Meter Hürden knapp verpasst haben. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Christiane Klopsch: Im ersten Rennen lief es bis zur vierten Hürde gut, dann hatte ich einen kleinen Stolperer drin. Daher ist es etwas überraschend, dass ich dennoch Fabienne Kohlmann schlagen konnte. Richtig gut lief es im zweiten Rennen, ich konnte meinen Rhythmus wie vorgenommen durchziehen. Ich war locker und hatte Spaß, das war wichtig.

Lockerheit und Spaß – das sind die richtigen Stichworte für eine gute Saison, oder?

Klopsch: Ja. Diese Lockerheit möchte ich in die kommenden Wettkämpfe mitnehmen. Am Pfingstmontag steht das erste Rennen über die 400 Meter Hürden in Rehlingen an. Ich habe wieder richtig Bock auf die Hürden. Ich traue mir diese Saison eine Bestzeit zu.

Woher kommt die neue Lust auf die Hürden?

Klopsch: Das Trainingslager zuletzt mit dem DLV war sehr hürdenintensiv. Ich bin dort selbstbewusster und sicherer über die Hürden geworden. Das macht mich mental stärker, gleichzeitig aber auch entspannter.

Im vergangenen Jahr sind Sie zunächst verstärkt die Hürden gelaufen und haben dann doch noch zur Flachstrecke gewechselt, um nach London zu den Olympischen Spielen zu kommen. Wie ist Ihre Planung in diesem Jahr?

Klopsch: Ziel ist zunächst ein Einzelstart über die Hürden bei der Team-EM Ende Juni in Gateshead. Vor zwei Jahren war ich in Stockholm, das war ein tolles Erlebnis. Danach hängt es von einigen Faktoren ab, wie es weitergeht. Entweder geht es zur Universiade mit dem Ziel Einzelstart. Oder ich versuche, mich bei den Deutschen Meisterschaften für die WM-Staffel zu empfehlen.

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