Guter Start reicht 46ers nicht

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(kus). Brandon Thomas, der Kapitän der Gießen 46ers, zog die Schultern hoch und murmelte: »Ein gebrauchter Tag.« Dann nahm er seine Tasche und verließ die Sporthalle Ost. Diese deutsche Redewendung hatte er gerade von einem Journalisten gelernt. Und sie brachte den Auftritt seines Teams in der zweiten Halbzeit auf den Punkt - und auch seinen eigenen.

Bei der 82:97 (37:40)-Niederlage gegen die Baskets Oldenburg fand Thomas offensiv nie zu seinem Spiel, blieb aus der Distanz bei fünf Versuchen erfolglos und stand so für eine der großen Schwächen der 46ers am Samstagabend: Die katastrophale Dreierquote von 26 Prozent, die dabei im letzten Viertel noch etwas aufpoliert wurde, als die Partie schon entschieden war. Bis zum Schlussabschnitt hatten die Gießener gerade einmal zwei Dreier versenkt - bei 17 Versuchen (am Ende waren es sechs von 23).

Gegen eine Spitzenmannschaft wie die Oldenburger, die in Gießen ihren achten Sieg in Serie feierten, muss bei den 46ers eben über 40 Minuten alles passen - um eine Überraschung zu schaffen, müssen alle Spieler ihr Limit erreichen, darf man sich keine längere Schwächephase wie im dritten Viertel erlauben. Das ging mit 29:12 an die Niedersachsen, die nach einer 69:49-Führung die Partie souverän nach Hause brachten.

Die Erfahrung eines katastrophalen dritten Viertels ist keine neue für die 46ers in dieser Saison - und um sich aus einem derart tiefen Loch wie am Samstag zu befreien, braucht es Selbstvertrauen.

Das fehlt den Gießenern nach erst zwei Saisonsiegen und nun wieder vier Bundesliga-Niederlagen in Serie. »Oldenburg war auch mental stärker als wir«, sagte Alen Pjanic, der anfügte: »Wir müssen aus dem dritten Viertel lernen und nun eben in Ludwigsburg gewinnen.«

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