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Günter Eisinger erhält Thüringer Ehrenbrief

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(pv) Wenn ein Hesse aus den Händen der Thüringer Ministerpräsidentin den Landesehrenbrief empfängt, dann muss er schon etwas Besonderes für den Freistaat geleistet haben. Auf den Friedberger Gymnasiallehrer Günter Eisinger trifft das zu.

Seinen Kontakten in die Hochsprungwelt als Trainer und Manager ist es zu verdanken, dass der Arnstädter »Hochsprung mit Musik« weit über die Grenzen Thüringens hinaus zu einem Inbegriff für Spitzensport geworden ist. Er engagierte seit der Wende die weltbesten Athletinnen und Athleten für den Traditionswettkampf, bei demder Förderverein seit 1991 die gute Ausgangsposition dafür nutzte, das Meeting ganz an die Spitze zu bringen und nebenbei für Thüringer Gastlichkeit zu werben.

»Wenn ich als Hesse hier in Thüringen eine solche Auszeichnung erhalte, hat diese selbstverständlich einen ganz hohen Stellenwert. Es war eine sehr würdevolle Veranstaltung, und es freut mich ungemein, dass man hier zu würdigen weiß, wie viel Herzblut ich in dieses Meeting gesteckt habe und weiter stecke«, sagt Eisinger. Ihm sei schon klar, dass der Förderverein ihn damit nicht abschließend ehren, sondern für eine weitere Zusammenarbeit motivieren wolle. »Ich habe ja quasi keine andere Chance. Ja, es wird auch einen 36. Hochsprung mit Musik mit mir geben«, machte er den Hochsprungfans in Arnstadt und Umgebung ein schönes Geschenk. Über Eisingers Wirken bei der 35. Auflage am vorvergangenen Wochenende berichteten wir in der Samstags-Ausgabe.

»Ohne ihn wäre die Sportwelt im Freistaat ärmer. Nicht zuletzt dank seines Einsatzes genießt das Meeting in der Nähe von Erfurt eine hohe Anziehungskraft im In- und Ausland. Als gebürtiger Hesse war es ihm zudem von Anfang an ein Anliegen, die Menschen in Hessen und Thüringen einander näher zu bringen«, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung, die ihm am Samstag in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt überreicht wurde. Im Publikum waren auch Vorstandsmitglieder Fördervereins sowie Landrat Benno Kaufhold, die die Auszeichnung initiiert hatten. »Dass ich eine solche Ehrung ausgerechnet in Thüringen bekomme und nicht in Hessen, wo es ja auch einen Landesehrenbrief gibt, ist schon überraschend«, meint Eisinger.

Gratulationen konnte Günter Eisinger auch von seinen Top-Athletinnen entgegen nehmen. Ariane Friedrich, die durch ihren Achillessehnenriss derzeit eine enorme Geduldsprobe bestehen muss, begleitete ihren Trainer ebenso wie Julia Wanner, die am Sonntag in Leipzig um den Deutschen Meistertitel stritt.

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