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Güngörmez wird neuer KSV-Trainer

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Mieses Wetter, kaum Zuschauer und dann noch eine sportliche Leistung, die diesen traurigen Begleitumständen exakt entsprach: Die wenigen Fans, die es am Samstag mit den Fußballern des Verbandsligisten KSV Klein-Karben hielten und sichere drei Punkte gegen den FC Bensheim erwarteten, wurden bitter enttäuscht.

Nach einer grottenschlechten Vorstellung, in der keiner der KSV-Cracks positiv aufzufallen verstand, unterlag die Elf von Coach Thomas Biehrer den Südhessen mit 0:2 (0:1). Besonders bitter: Offensiv gesehen, brachten die personell erneut arg gebeutelten Platzherren nichts auf die Reihe. Die ganze Mannschaft stand 90 Minuten lang neben sich. »Enttäuschend«, befand der Klein-Karbener Trainer kurz und knapp. Eine ausführlichere Analyse war Thomas Biehrer, der entgegen seiner eigenen Planung den Klub bekanntlich zum Saisonende verlassen muss, nicht zu entlocken.

Wer Biehrer beerben und demnach den KSV-Klein-Karben in die Saison 2013/2014 führen wird, ist seit dem Wochenende übrigens beschlossene Sache: Zeynel Güngörmez, aktueller A-Jugend-Übungsleiter und hierzulande auf Grund seiner früheren Trainertätigkeit beim FV Bad Vilbel (Vorrunde 2008/2009) sowie später dann beim Türkischen SV Bad Nauheim durchaus kein unbekannter Mann, soll’s ab Sommer richten. Dass auf den 50-Jährigen eine ganze Menge Arbeit wartet, gilt als sicher. »Denn wir planen einen Umbruch«, verriet Klein-Karbens stellvertretender Fußball-Abteilungsleiter Axel Jörg.

In der Partie gegen Bensheim probierte es Thomas Biehrer zunächst mal mit einer neuen Variante: Fatih Uslu, der einzige Stürmer im Kader, blieb auf der Bank, dafür sollten im Sturmzentrum anscheinend Marvin Gramowski, Selim Aljusevic oder auch Kadir Fil abwechselnd versuchen, die Südhessen aus der Fassung zu bringen. Zu sehen war davon allerdings wenig bis gar nichts. Auch später, ab den zweiten 45 Minuten mit Fatih Uslu auf seiner angestammten Position, kochte beim heimischen Verbandsligisten die Abteilung Attacke auf Sparflamme. Die einzige nennenswerte KSV-Aktion, die man als Torchance bezeichnen durfte, ereignete sich nach 73 Minuten: Ali El Fechtali startete auf der rechten Seite durch, flankte von der Grundlinie, doch Christopher Wilz verfehlte aus vollem Lauf den Kasten von FCB-Torwart Michael Halfar, der kein einziges Mal sein Können unter Beweis zu stellen brauchte, um wenige Zentimeter.

Zu diesem Zeitpunkt war längst entschieden, welche Mannschaft das Kunstrasengrün als Sieger verlassen würde. Niklas Fäcke, neben Besim Reka zweiter Stürmer im Bensheimer 4-4-2-System, hatte zwei Mal zugeschlagen: Von Pfeifers Steilpass optimal ins Szene gesetzt, überlistete er Masar Qosa, der zunächst abwehren konnte, im zweiten Versuch zum 0:1-Pausenstand (43.), während beim 0:2 in der 56. Minute Angriffspartner Reka mittels Solo die Vorarbeit leistete, und Fäcke – am langen Pfosten lauernd – den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie zu drücken brauchte.

Ansonsten? Viel Leerlauf, Missverständnisse und Fehlpässe. Klein-Karben ließ keinerlei Spielwitz erkennen, Bensheim immerhin ab und zu. Ausdruck dieser ebenfalls nicht sonderlich attraktiven Spielweise waren die beiden Tore, dagegen stellten weitere FCB-Versuche von Fäcke (10. – Pass Vollrath), Vollrath (25. – Kopfball) und Reka (31.- Flachschuss) für Masar Qosa keine größeren Probleme dar.

KSV Klein-Karben : Qosa – Gültekin, Eifler, Kunisch, Bakanhan (52. El Fechtali) – Kaya, Nowak (46. Fatih Uslu), Wilz, Fil – Aljusevic, Gramowski.

FC Bensheim: Halfar – Eichhorn, Piller, Wenz, Barth – Burbach, Pfeifer, Vollrath (71. Halla), Schäfer – Reka (79. Holdschick), Fäcke (62. Wittmann).

Tore: 0:1 (43.) Fäcke, 0:2 (56.) Fäcke. - SR: Andreas Putz (Egelsbach). – Zuschauer: 50. Uwe Born

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