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In den Farben getrennt - in der Sache vereint! Der Verkehrsunfall von Darius Rienmüller steckt den Spielern des SV Steinfurth (letzter Verein) und des SKV Beienheim (neuer Verein) in den Köpfen. Vorm Erstrundenspiel im Kreispokal demonstrierten beide Klubs ihre Verbundenheit.

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Gruppenliga: Ein Wetterau-Derby zum Auftakt

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Derby zum Start der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West: Der SKV Beinheim trifft am Samstag auf den FC Olympia Fauerbach.

(ub). Auch für jene Fußballer, die in der Gruppenliga Frankfurt-West für ihre Vereine die Kastanien aus dem Feuer holen wollen, gilt ab sofort: Jetzt wird’s ernst, denn es stehen die ersten Pflichtspiele der Saison 2019/2020 auf dem Programm. Inklusive der Verbandsliga-Absteiger Usinger TSG und Vatanspor Bad Homburg sowie der Aufsteiger FC Karben, SV Gronau, Sportfreunde Friedrichsdorf und TSG Niederrad sind sieben Teams aus dem Fußballkreis Hochtaunus, sechs Mannschaften aus dem Fußballkreis Friedberg sowie vier Vereine aus der Region Frankfurt am Start. Titelkandidaten? Reine Spekulation, denn es gibt etliche Mannschaften, denen man den großen Wurf zutrauen kann.

Aus "Friedberger" Sicht könnte man den Türkischen SV Bad Nauheim (empfängt die TSG Niederrad), den SC Dortelweil (in Neu-Anspach) und mit Abstrichen auch den SKV Beienheim durchaus zum erweiterten Favoritenkreis zählen, während die Aufsteiger FC Karben (bei der Usinger TSG) und SV Gronau (in Fechenheim) sowie der FC Olympia Fauerbach zunächst bestrebt sein sollten, sich nach hinten abzusichern. Los geht’s schon am Samstag mit zwei Begegnungen, darunter beim Duell SKV Beienheim - FCO Fauerbach mit dem ersten von zahlreichen Wetterau-Derbys in dieser Spielzeit.

SKV Beienheim - FC Olympia Fauerbach (Samstag, 17 Uhr):Keeper Nils Kitler feiert sein Meisterschafts-Debüt im Beienheimer Kasten, denn Tautvydas Tazokas macht noch Urlaub. "Rückkehrer Johannes Eder beginnt in der Abwehr auf der Außenbahn", verrät SKV-Coach Sebastian Spisla. Auf Fauerbacher Seite hat Trainer Virginio Bazzoli kaum personelle Alternativen: "Es fehlen die Urlauber Niklas Beier und Valentin Krämer. Ugur Ürün und Anikat Kumar sind zudem verletzt." Zudem stünden, so Bazzoli, mit Tim Botschek und Niklas Mies zwei Stammkräfte bis Jahresende aus Studiengründen nicht zur Disposition. Von den Neuzugängen rücken Tsuyoshi Ishii (Mittelfeld) und Marvin Glaßl (Offensive) wohl in die Startelf.

SKV Beienheim: Kitler (Belzer), Eder, Döring, Heck, Timon Wolf, Pllana, Yigin, Paradzik, Calla, Hirzmann, Mike Michalak, Patzwald, Suarez, Serge Mouzong (?), Schild, Bilkenroth, Fatih Uslu (?), Schnell. - FCO Fauerbach: Jens Michalak, Clement, Sarkisjan, Muntean, Chekmazov, Walther, Wischtak, Bodea, Ishii, Glaßl, Klein, Gompf, Lupica Coniglio.

TSV Bad Nauheim - TSG Niederrad (Sonntag, 15 Uhr in Rödgen):"In der Vorbereitung lief es recht ordentlich, aber ich denke, wir sind noch nicht bei 100 Prozent", sagt Bad Nauheims Spielertrainer Tufan Tosunoglu, der gegen den letztjährigen Frankfurter Kreisoberliga-Meister fest mit drei Punkten rechnet. Personelle Sorgen hat er keine - lediglich Mittelfeldspieler Tolga Yilmaz (Urlaub) wird am Sonntag fehlen.

TSV Bad Nauheim: Yüksel Deliktas (Alptug Berktas), Kirim, Pejic, Schusterschitz, Usta, Firat Can, Karakoc, Emrovic, Kuzpinar, Albayrak, Yasaroglu, Özisli, Pölitz, Tosunoglu, Selahattin Deliktas, Adege (?), Yigit (?).

Usinger TSG - FC Karben (Sonntag, 15 Uhr):"Die Usinger sind zwar Titelkandidat und klarer Favorit, aber wir sind auch gut drauf", meint Karbens Spielertrainer Harez Habib. Vor vier Jahren war Habib mit dem KSV Klein-Karben aus der Gruppenliga abgestiegen - als FC Karben wollen er und seine Mannschaft auf der überregionalen Bühne nun wieder munter mitmischen. Drei "Neue" werden vermutlich beginnen: Tim Schütz und Momodou Jallow im Mittelfeld sowie Pierre Hübsch im Angriff.

FC Karben: Cirak (Hundertmark), Balaj, Wellmann, Schaar, Jung, Bakanhan, Jallow, Sayan, Kuzpinari, Habib, Schütz, Gök, Hübsch, Timo Schmidt, Brühl, Nouh El Maimouni, Feiler.

FC Neu-Anspach - SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr):Trotz des Fehlens mehrerer Stammspieler (unter anderem Dennis Geh, Kevin Cholewa, Tim Stahl und Markus Vancura) sieht Dortelweils Co-Trainer Julian Mistetzky keinen Grund, vor dem Taunusgastspiel nervös zu werden: "Unser Kader ist groß genug." Gut möglich, dass Chefcoach Frank Ziegler den letztjährigen SC-Torjäger Andrei Dogot (16 Treffer) im Mittelfeld bringt. Rekonvaleszent Felix Brinkert soll derweil in der Defensive für noch mehr Stabilität sorgen.

SC Dortelweil: Rühl (Antonii), Brinkert, Eiwanger, Chiriloae, Pross, Schlatter, Pröckl, Lampe, Wiehl, Dogot, Oliver Steffen, Dominik Steffen, Günther, Wiemann.

Spvgg. Fechenheim - SV Gronau (Sonntag, 15 Uhr):Dass der 2:1-Kreispokalsieg über den Hessenligisten FV Bad Vilbel für die Moral der Truppe Gold wert war, ist nach Ansicht von Gronaus Coach Florian Schwing unstrittig. Akute Personalprobleme machen ihm dennoch das (Trainer)-Leben schwer. Zu viele Urlauber und verletzte Spieler, beispielsweise die Stürmer Elvir Pintol und Marco Greco, zwingen Schwing bei der Gruppenliga-Premiere im Frankfurter Stadtteil zu eher ungewöhnlichen Personalmaßnahmen. " In der Offensive sieht es gar nicht gut aus. Wir müssen improvisieren und die Fehlerquelle vor allem in der Abwehr auf ein Minimum reduzieren", sagt er.

SV Gronau: Freiwald (Gruchot), Okuducu, Pierau, Flachsel, Dechant, Trepohl, Pereira, Roth, Golla, Niclas Müller, Schildger, Palcewski, Ochere, Skora, Schäfer.

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