Matthias Tietz ist heute als Trainer des SKV Beienheim zum brisanten Duell zu seinem Ex-Klub in Fauerbach zu Gast. FOTO: CHUC
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Matthias Tietz ist heute als Trainer des SKV Beienheim zum brisanten Duell zu seinem Ex-Klub in Fauerbach zu Gast. FOTO: CHUC

Fußball

Gruppenliga: Warum ein Trainer zu Fuß zum Auswärtsspiel läuft

Das gibt’s in der Fußball-Gruppenliga nicht alle Tage: Ein Trainer geht zu Fuß zum Auswärtsspiel seiner Mannschaft. Und das hat einen besonderen Grund.

Auch die Fußball-Gruppenliga Frankfurt West legt unter der Woche keine Pause ein. Der 11. Spieltag verteilt sich auf sieben Partien am Mittwoch und drei Begegnungen am Donnerstag. Gleich drei Wetterauer Derbys sorgen für Brisanz, besonders das Gastspiel des SKV Beienheim mit Trainer Matthias Tietz bei seinem langjährigen Verein Olympia Fauerbach wird mit Spannung erwartet. Das trifft auch auf die Kellerduelle FC Karben - SV Gronau und SV Steinfurth - FSG Burg-Gräfenrode zu. Im oberen Tabellendrittel stehen der SC Dortelweil (gegen die FG Seckbach) und der Türkische SV Bad Nauheim (bei der SG Westend) vor schweren Aufgaben.

FC Olympia Fauerbach - SKV Beienheim (Mittwoch, 20 Uhr): Es kommt zum Wiedersehen von Fauerbachs Spielertrainer Andreas Baufeldt mit seinem langjährigen Trainer Matthias Tietz. Der neue Beienheimer Coach wohnt nach wie vor einen Steinwurf vom Elachfeld entfernt und braucht für dieses "Auswärtsspiel" lediglich 74 Schritte zurückzulegen. Für Baufeldt ist das nicht mehr als eine nette Randgeschichte: "Es gibt keinen Grund, warum sich bei diesem Spiel alles um die Trainer drehen sollte. Beide Teams brauchen die drei Punkte und wir wollen unbedingt etwas Zählbares holen." Tietz dagegen fiebert der Partie stark entgegen, der Übungsleiter freut sich darauf, "viele bekannte Gesichter zu sehen." Er sei "hoch motiviert bei diesem Derby, wo wir Andi Baufeldt im Zaum halten müssen. Wir sollten Fauerbach aber nicht nur auf ihn begrenzen." Die eklatanten Abwehrfehler beim turbulenten 4:4 gegen Gronau gelte es auf dem kleinen Rasenplatz abzustellen.

SG Westend - Türkischer SV Bad Nauheim (Mittwoch, 20 Uhr):Fünf Siege in Folge hat der Aufsteiger aus dem Frankfurter Stadtteil Gallus mittlerweile gesammelt und damit ist das Team von Trainer Esad Golos auf Rang sieben vorgeprescht. An der Sondershausenstraße müssen sich die Bad Nauheimer auf schwierige Bedingungen einstellen, denn Flutlicht gibt es dort nur auf dem berüchtigten Hartplatz und das ist auch noch eher als diffus zu bezeichnen. Nach der klaren 0:3-Niederlage im Topspiel in Neu-Anspach gilt es, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.

FC Karben - SV Gronau (Mittwoch, 20.15 Uhr):Im Oktober ist den Gastgebern noch kein Tor gelungen und dementsprechend stimmen auch die Resultate nicht. Zehn Tage ist das letzte Ligaspiel nun schon her, zwischendurch ereilte den FCK bei Kreisoberligist Teutonia Staden das Aus im Kreispokal (0:2). Ein beunruhigender Trend, der mit einem Befreiungsschlag gegen die drei Punkte weniger aufweisenden Gronauer gestoppt werden soll. Gronau hingegen bot beim 4:4 in Beienheim ein spektakuläres Spiel und markierte bereits im Gastspiel in Bad Nauheim vier Tore. Freilich reichte es wegen der wackeligen Abwehr insgesamt nur zu einem Zähler.

SC Dortelweil - FG Seckbach (Mittwoch, 20.30 Uhr):Co-Trainer Julian Mistetzky erwartet nach der coronabedingten Pause ein "vermeintliches Spitzenspiel." Der Verdachtsfall im Mannschaftskader erwies sich glücklicherweise als falscher Alarm, sodass gegen den Tabellenfünften ein Gegner wartet, "der homogen auftritt und technisch versiert ist." Auch von der Vereinsstruktur her erkennt Mistetzky bei den Seckbachern "einige Parallelen."

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