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Moritz Michel und sein FC Karben fahren gegen die Usinger TSG den nächsten »Dreier« ein. ARCHIVFOTO: NIC

Gruppenliga Frankfurt-West

Gruppenliga Frankfurt-West: Vier Elfer gegen den FC Olympia Fauerbach

  • VonSascha Kungl
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Fußball kurios: Der Gruppenligist FC Olympia Fauerbach bekam am Mittwoch vier Elfmeter gegen sich gepfiffen.

Das Wetterauer Derby in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West ging am Mittwochabend knapp an den SV Steinfurth. Die Rosendörfler setzten sich mit 1:0 beim SV Gronau durch. Siege fuhren auch der FC Karben (3:1 gegen die Usinger TSG) und der SC Dortelweil (6:2 gegen die Spvgg. Fechenheim) ein. Vier Strafstöße bekam der FC Olympia Fauerbach gegen sich gepfiffen.

SV Gronau - SV Steinfurth 0:1 (0:0): Enge 90 Minuten in Gronau und am Ende glückliche Steinfurther. Das Spiel gestaltete sich chancenarm, beide Teams fanden nur selten die Möglichkeit, die gegnerische Abwehr zu knacken. Während Gronau viel mit langen Bällen agierte, schickte Steinfurth seine Spieler über die Außen - und hatte nach 60 Minuten Erfolg: Nach einer Unstimmigkeit in der Gronauer Abwehr staubte Philipp Böhm zum 1:0 ab. Anschließend powerte Gronau nochmal nach vorne, erspielte sich auch einige Chancen, blieb aber erfolglos.

Entsprechend unterschiedlich waren die Stimmungen nach dem Abpfiff: »Das war eine unglückliche Niederlage für uns. Das Tor kam für uns aus dem Nichts, Steinfurth hatte nur sehr wenige Chancen«, sagte Gronau-Pressesprecher Stefan Firla. Entsprechend fröhlicher die Stimmung bei Steinfurth: »Wir haben heute gezeigt, dass wir auch das Spiel machen und Siege holen können. Das war ein verdienter Sieg«, so Torben Müller, Pressewart der Steinfurther. Für den SVS waren es gleichzeitig die ersten drei Punkte der Saison.

FSV Friedrichsdorf - SKV Beienheim 1:1 (1:0): Ein Tor geschossen, zwei Punkte liegenlassen? Der SKV Beienheim kehrte aus Friedrichsdorf mit gemischten Gefühlen zurück. Man hatte einen guten Auftritt hingelegt, die besseren Chancen gehabt, den Sieg aber verpasst. Gegen den FSV Friedrichsdorf vergaben bereits in Hälfte eins Leon Hirzmann und Steffen Münk zwei Hochkaräter für den SKV, sodass sich die Heimelf als Nutznießer zeigte: Adrian Bitiq (33.) netzte nach einem Standard zur 1:0-Pausenführung des FSV. In der zweiten Hälfte war dann Beienheim vermehrt am Drücker und traf kurz nach Wiederbeginn bereits zum Ausgleich: Nach einem Foul im Strafraum zeigte der Referee auf den Punkt, worauf Ante Paradzik (50.) den fälligen Strafstoß verwandelte. Im Nachhinein Münk erneut mit der Riesenchance auf das 2:1, der FSV auf die Defensive konzentriert. Dennoch blieb es bis zum Abpfiff beim 1:1. »Wir waren heute die bessere Mannschaft, haben aber unsere Chancen nicht genutzt. Ein 2:1 wäre ein vertretbares Ergebnis gewesen«, sagte Beienheim-Abteilungsleiter Uwe Fey nach dem Spiel.

SC Dortelweil - Spvgg. 03 Fechenheim 6:2 (3:0): Die Hausherren waren in der ersten Halbzeit die klar tonangebende Mannschaft. Es dauerte jedoch eine halbe Stunde, ehe Marvin Strenger die Dortelweiler Überlegenheit in Zählbares ummünzen konnte. Im Anschluss an einen Eckball von Nando Pröckl stand Strenger am zweiten Pfosten goldrichtig und traf aus kurzer Distanz zur SCD-Führung. Oliver Steffen baute diese nur drei Minuten später mit einem platzierten 16-Meter-Schuss aus. Kurz vor dem Pausenpfiff war es erneut Steffen, der nach feiner Vorarbeit von Strenger den Treffer zur 3:0-Pausenführung besorgte. Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste aus Fechenheim, die durch Ouassim Ouass in der 50. Minute das 1:3 erzielten. Nur zwei Minuten später hatte Strenger den alten Abstand per Strafstoß wiederhergestellt und damit eine mögliche Fechenheimer Aufholjagd im Keim erstickt. Die Gäste kamen durch Vincenzo Borzellino zum 2:4 (57.), dem Moritz Feiler (75.) und erneut Strenger (90.) die Treffer zum 6:2-Endstand folgen ließen.

FC Olympia Fauerbach - Spfr. Friedrichsdorf 1:4 (1:2): Die Gastgeber hatten sich einiges vorgenommen, doch nach einer Kontersituation brachte Christopher Skoczny den Tabellenführer mit 1:0 in Führung (24.). Nur drei Minuten später konnte aber Simon Kammer mit einem »25-Meter-Hammer« unter die Latte ausgleichen. In der Folgezeit nahm aber das Elend für Fauerbach seinen Lauf. Sebhat Kahsay wurde gefoult, und Rene Krieg verwandelte den Strafstoß sicher zur 2:1-Pausenführung (34.). Nach dem Seitenwechsel ähnliches Bild - denn trotz weniger Torchancen gab es nach einer guten Stunde wieder Strafstoß für Friedrichsdorf. Diesmal schoss Krieg aber über das Tor. Der Leidensweg der Heimelf war aber noch nicht beendet, denn zwölf Minuten vor Schluss verwandelte Kahsay den dritten Strafstoß der Partie sicher zum 3:1. Und auch der 4:1-Endstand von Skoczny in der Nachspielzeit war ein Treffer vom Kreidepunkt. Zusammenfassend haben clevere Gäste vier Elfmeter zum Sieg genutzt.

FC Karben - Usinger TSG 3:1 (0:1): Im Duell der Tabellennachbarn traf Philipp Schaal nach einer knappen Viertelstunde nur den Pfosten des Gästetores. Weitere Torchancen auf beiden Seiten blieben ungenutzt, bis ein Eckball der Gäste für die Pausenführung sorgte. Am langen Pfosten köpfte Vladislav Fomin auf Jun Sub Byun, und der köpfte zum 1:0 unter die Latte des Karbener Tores (24.). Die besseren Torchancen besaß eigentlich die Elf von FC-Trainer Karl-Heinz Stete, die nach der Pause nachsetzte. Der eingewechselte Moritz Michel besorgte mit einem schönen Solo den überfälligen Ausgleich (50.). Auf der Gegenseite konnte FC-Keeper Leos Hundertmark sowohl gegen Nico Gasch, wie auch Max Paschke klären. Der FC erhöhte den Druck, und nach Foulspiel von Nicolai Dörnte an Michel im Usinger Strafraum verwandelte Kevin Müller den fälligen Elfer sicher zur 2:1-Führung des FC. (67.). Sieben Minuten vor Schluss sah Fomin nach einem Foulspiel die Rote Karte. In Unterzahl traf Gasch den Pfosten, bevor Müller mit dem 3:1 in der Nachspielzeit den Karbener Sieg klar machte.

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