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Glanzparade: Kamber Koc hält den Sieg für seinen Türkischen SV Bad Nauheim fest und feiert den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Gruppenliga Frankfurt-West

Gruppenliga Frankfurt-West: Der Stolz überwiegt beim Türkischen SV Bad Nauheim

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Der Türkische SV Bad Nauheim hat zum Saisonausklang einen knappen Sieg gefeiert - für die Relegationsteilnahme reichte es zwar nicht, dennoch war im Lager des Aufsteigers niemand unzufrieden.

Beim Versuch, durch einen Sieg über den FC Kalbach in der Gruppenliga Frankfurt-West eventuell doch noch Rang zwei und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde in Richtung Verbandsliga Süd zu erreichen, ist der Türkische SV Bad Nauheim knapp gescheitert. Zwar behielt die Mannschaft von TSV-Spielertrainer Tufan Tosunoglu gegen die Fußballer aus dem Frankfurter Stadtteil mit 4:3 (1:2) die Oberhand, doch zeitgleich ließ der Relegationsrivale FG Seckbach beim sicheren 3:0-Sieg gegen den FC Neu-Anspach nichts anbrennen und verteidigte seinen Zwei-Punkte-Vorsprung auf den Wetterauer Gruppenligisten.

Gruppenliga Frankfurt-West: Aufsteiger mit 70 Punkten - und größtem Erfolg der Vereinsgeschichte

Dennoch gab es im Bad Nauheimer Lager keinen Grund, Trübsal zu blasen. Im Gegensatz zu Kalbach, das nach der 14. Saison-Niederlage den Abstieg in die Kreisoberliga Frankfurt quittieren muss, verbuchte der TSV als Aufsteiger mit imposanten 70 Punkten und Gruppenliga-Position drei den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte. "Und darauf können wir mit Recht stolz sein", meinte Team-Manager Deniz Can.

Durchgesetzt: Arif Mustafa Karakoc (r.) schickt Kalbach Alexander Rossbach eine Liga tiefer.

Dass die Badestädter gegen die durchgehend auf Augenhöhe agierenden Kalbacher tatsächlich das bessere Ende für sich behalten würden, war nach den ersten 45 Minuten noch nicht zu erahnen. Nach dem TSV-Führungstreffer, den Torjäger Salih Yasaroglu per Elfmeter nach einem Foul von FCK-Innenverteidiger Sven Schreiber an Bad Nauheims Mittelfeld-Außen Rafael Adege in der 20. Minute erzielt hatte, gaben die Kalbacher den Ton an. Gäste-Tore von Soufiane Moussaoui (26./Pass Ricardo Harrabi) und Keanu Sackmann, der Harrabis Freistoß aus kurzer Distanz über die Linie drückte, waren bis zur Halbzeit die logische Konsequenz.

Gruppenliga Frankfurt-West: Zwei Wechsel zur Hälfte bringen frischen Wind

TSV-Coach Tosunoglu reagierte umgehend und brachte ab der zweiten Hälfte mit Simon Kammer und Baki Özisli zwei offensive Mittelfeldspieler. Fortan lief es im Spiel nach vorne besser. Zunächst (65.) egalisierte Yasaroglu mit seinem zweiten Tagestreffer per Kopfball nach Flanke von Ivan Pejic, und in der 84. Minute schloss Arif Karakoc einen von Spielertrainer Tosunoglu eingefädelten Konter erfolgreich zur 3:2-Führung ab. Kalbach gab sich freilich noch nicht geschlagen und glich vier Minuten später durch einen Moussaoui-Kopfball zum 3:3 aus. In der Nachspielzeit stand die Begegnung auf des Messers Schneide, wobei die Bad Nauheimer das Glück des Tüchtigen hatten und mit dem vierten Treffer, für den sich Tufan Tosunoglu nach Yasaroglus Auflage verantwortlich zeichnete, das spannende Duell zu ihren Gunsten entschieden.

Gruppenliga Frankfurt-West: Das Spiel des Türkischen SV Bad Nauheim gegen Kalbach auf einen Blick

Türkischer SV Bad Nauheim: Kamber Koc - Pejic, Kirim, Usta, Karakoc - Emrovic (46. Kammer), Kuzpinar - Adege, Sancar (63. Tosunoglu), Yigit (46. Özisli) - Yasaroglu.

FC Kalbach: Strauss - Rossbach, Schreiber, Sackmann, Omowe - Azimpour, Bouzarzar (80. Bökenkamp) - Jantzer, Harrabi, Moussaoui - Lang (59. Gültekin).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Leon Reuben (Frankfurt). - Tore: 1:0 (20./FE) Yasaroglu, 1:1 (26.) Moussaoui, 1:2 (36.) Sackmann, 2:2 (65.) Yasaroglu, 3:2 (84.) Karakoc, 3:3 (88.), 4:3 (90.+4) Tosunoglu. - Zuschauer: 140.

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