Gruppenliga Frankfurt-West

Gruppenliga Frankfurt-West: Springt der Türkische SV an die Spitze?

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Der Türkische SV Bad Nauheim sorgt nach dem Derbysieg gegen den SKV Beienheim in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West weiter für Furore. Nun winkt sogar die Tabellenführung.

Gelingt den Fußballern des Wetterauer Gruppenligisten Türkischer SV Bad Nauheim (Rang 3/43 Punkte) durch einen Heimsieg über den seit Mitte Oktober auf Talfahrt befindlichen FC Neu-Anspach der Sprung an die Tabellenspitze? Dies wäre gewiss dann der Fall, wenn zeitgleich der ebenfalls in der Spitzengruppe rangierende SKV Beienheim (5./41) das Top-Duell des 23. Spieltages beim Liga-Leader Spvgg. 05 Oberrad (45 Zähler) gewinnen und der mit Oberrad punktgleiche SV BKC Bosnien das Frankfurter Derby beim Aufsteiger Spvgg. Fechenheim verlieren würde. Bad Nauheims Spielertrainer Tufan Tosunoglu hält den Ball aber erst einmal flach: "Das wäre ein tolles Ding. Für uns ist es allerdings zunächst das Wichtigste, mit einem Erfolg über die Taunusstädter Platz drei zu halten."

Fernab der Optionen, die Bad Nauheim und Beienheim verfolgen, fristet der SC Dortelweil als Rangachter mit 27 Zählern ein eher unspektakuläres Dasein. Zwecks Absicherung nach hinten ist die Mannschaft von SC-Coach Markus Beierle vor eigenem Publikum gegen den FC Kalbach (13./23) ganz auf Sieg eingestellt. Derweil steckt der FC Olympia Fauerbach in großen Schwierigkeiten. Jedenfalls könnte Position 14, auf dem Coach Virginio Bazzoli und sein Team derzeit zu finden sind, unterm Strich für den Gruppenliga-Klassenerhalt womöglich nicht reichen. Was da hilft, sind nur Erfolge. Als Gast der DJK Bad Homburg, die am Mittwochabend im Nachholspiel gegen den Vorletzten FC Oberstedten eine überraschende 2:3-Heimniederlage schlucken musste, klagen die Friedberger Stadtteilkicker jedoch über erhebliche Personalsorgen.

Türkischer SV Bad Nauheim – FC Neu-Anspach (Samstag, 15.30 Uhr in Rödgen): Tufan Tosunoglus Absicht, seine Mannschaft gegen die achtmal in Folge sieglosen Neu-Ansbacher (zwei Remis, sechs Niederlagen) taktisch etwas anders auszurichten als beim 2:1-Sieg vor Wochenfrist in Beienheim, hat einen ganz speziellen Grund. "Wir wollen offensiver agieren, wobei personelle Änderungen eigentlich nicht angebracht sind", lässt er wissen. Bleibt’s dabei, begnügt sich Tosunoglu selbst zunächst mit einem Platz auf der Bank. Weitere Alternativen wären Abwehraußen Fabian Schusterschitz und Stürmer Mevla Yigit, die in Beienheim fehlten. Innenverteidiger Erdinc Usta (gesperrt) muss noch zwei Spiele pausieren. Interessant: Bad Nauheims Salih Yasaroglu und Neu-Anspachs Christian Kaus führen mit jeweils 22 Treffern die Gruppenliga-Torschützenliste an. – Hinspiel: 0:5.

TSV Bad Nauheim: Kamber Koc (Meynioglu), Firat Can, Karakoc, Kirim, Pejic, Emrovic, Kuzpinar, Kammer, Adege, Özisli, Yasaroglu, Tosunoglu, Sancar, Passet, Schusterschitz, Yigit.

Spvgg. 05 Oberrad – SKV Beienheim (Samstag, 15.30 Uhr): "Die Niederlage gegen Bad Nauheim sehe ich als Schuss vor den Bug", sagt Beienheims Spielertrainer Sebastian Spisla. Die Mannschaft habe zehn Prozent zu wenig investiert: "Und dann reicht’s halt nicht. Ich bin mir aber sicher, dass wir gegen Oberrad Vollgas geben. Das wird ein ganz anderes Spiel." Im Übrigen kann der Beienheimer Übungsleiter wieder auf Ante Paradzik bauen: "Seine Pässe haben letzte Woche gefehlt. Er wird definitiv beginnen." Eventuell wichtig für die Wetterauer Gäste: Oberrad verfügt zwar über die beste Defensive (20 Gegentore), musste aber drei der vier Saisonniederlagen gegen Königstein, Bad Homburg und Dortelweil vor eigenem Publikum quittieren. – Hinspiel: 1:1.

SKV Beienheim: Tazokas (Belzer), Serge Mouzong, Heck, Timon Wolf, Pllana, Pircek, Döring, Suarez, Mike Michalak, Calla, Hirzmann, Paradzik, Patzwald, Schnell, Robin Nowak (Neuzugang, zuletzt SV Kaufungen 07), Schild, Spisla.

DJK Bad Homburg – FC Olympia Fauerbach (Samstag, 15.30 Uhr): Die Tatsache, dass die 2:3-Niederlage gegen Seckbach auch auf zweifelhaften Entscheidungen des Schiedsrichters basierte, war für Fauerbachs Trainer Virginio Bazzoli eine bittere Erkenntnis, "aber an der Teamleistung gab’s eigentlich nichts zu kritisieren. Ich denke, wir haben noch genügend Zeit und auch das Potenzial, um das rettende Ufer zu erreichen." Bazzolis Sicht der Dinge macht durchaus Mut, bringt ihn jedoch im Gastspiel bei der DJK Bad Homburg, wo inzwischen Enis Dzihic als Nachfolger von Stephan Bodenröder und Jürgen Bornschein das Trainerzepter schwingt, nicht viel weiter. Die Ursache: Personell sieht’s schlecht aus, da Abwehrchef Tim Botschek (gesperrt) sowie Cristian Bodea und Bogdan Muntean (beide privat verhindert) aus den Planungen gestrichen werden müssen. "Angesichts unseres ohnehin zu kleinen Kaders schlagen diese Ausfälle doppelt und dreifach negativ zu Buche", sagt Bazzoli. Sein Plan: David Clement und Niklas Mies sollen in der Defensive für Botschek und Muntean beginnen, weiter vorn kommt Kevin Unverzagt anstelle von Bodea zum Einsatz. – Hinspiel: 1:2.

FCO Fauerbach: Roos (Jens Michalak), Chekmazov, Sarkisjan, Clement, Mies, Walther, Ürün, Hartmann (?), Unverzagt, Baufeldt, Wischtak, Jannik Müller, Tobias Mosler, Büchner.

SC Dortelweil – FC Kalbach (Samstag, 15.30 Uhr): Was die Trainerfrage für die kommende Runde betrifft, sind im Dortelweiler Lager alle Fronten geklärt. Zwar wird Frank Ziegler (derzeit noch FSG Burg-Gräfenrode) nach Abschluss der Saison 2018/2019 Markus Beierle ablösen, doch Julian Mistetzky bleibt wie bisher Co-Trainer. Also zurück zur Tagesordnung: "Die Kalbacher gehören kämpfen ums sportliche Überleben. Um nicht selbst in Schwierigkeiten zu geraten, sind gegen Mannschaften wie sie drei Punkte angesagt", fordert Mistetzky. Auch ohne Christopher Pross (Urlaub) und Patrick Eiwanger (Muskelfaserriss) sowie möglicherweise die grippekranken Jonas Müller und Oliver Steffen gebe es keinen Grund, von einem personellen Engpass zu sprechen: "Unser Kader ist groß genug." – Hinspiel: 0:2.

SC Dortelweil: Rühl (Langlitz), Cholewa, Chiriloae, Pröckl, Günther, Müller (?), Assheuer, Steffen (?), Dogot, Vancura, Mistetzky, Schlatter, Karagöz, Ljujic, Wiemann, Bashir, Tiago Santos Dias.

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