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Simon Kammer (r.) ist nach seiner Grippe wieder ein Kandidat für die Startelf beim Gruppenligisten Türkischer SV Bad Nauheim. (Foto: Nici Merz)

Gruppenliga Frankfurt-West

Gruppenliga Frankfurt-West: Das nächste Top-Spiel für den Türkischen SV Bad Nauheim

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Volles Programm in der Gruppenliga Frankfurt-West. Aufsteiger und Spitzenreiter Türkischer SV Bad Nauheim steht dabei das nächste Top-Spiel ins Haus - diesmal gegen Friedrichsdorf.

Über die Frage, auf welchem Sportplatz in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West am 27. Spieltag das interessanteste Duell steigt, brauchen Kenner der Szene nicht lange nachzudenken: Sich am Sonntagnachmittag auf dem Kunstrasenplatz im Bad Nauheimer Stadtteil Rödgen einzufinden, ist nämlich definitiv nicht verkehrt, denn dort erwartet der mit 55 Zählern ausgestattete Türkische SV Bad Nauheim als aktueller Spitzenreiter den jüngst auf Höhenflug befindlichen Tabellensechsten FSV Friedrichsdorf. Jene beiden Teams, die der Tosunoglu-Elf mit jeweils 52 Punkten auf dem Konto im Nacken sitzen, haben es da einfacher: Die Spvgg. 05 Oberrad empfängt Aufsteiger Fechenheim, der SV BKC Bosnien gilt im Gastspiel beim FC Kalbach als klarer Favorit. Zumindest auf Tuchfühlung zum Führungstrio zu bleiben, haben sie sich im Lager des SKV Beienheim (5./47) fest vorgenommen. Voraussetzung dazu wären drei Punkte vor eigenem Publikum gegen den stark abstiegsbedrohten FC Oberstedten. "Ich gehe davon aus, dass wir die Favoritenrolle auch bestätigen", sagt SKV-Trainer Sebastian Spisla.

Mit ähnlich günstigen Perspektiven brauchen sich die Fußballer des Rangsiebten SC Dortelweil nicht mehr zu befassen, doch eine sichere Position im Mittelfeld des Gesamtklassements hat für die Elf von Trainer Markus Beierle auch ihren Reiz. Ein ertragreicher Auftritt zu Hause gegen den punktgleichen Tabellennachbarn FC-TSG Königstein würde den Bad Vilbeler Stadtteilkickern diesbezüglich enorm weiterhelfen. Weiter unten, im Abstiegskampf, hat der FCO Fauerbach zwar unfreiwillig Pause, darf sich wegen des Rückzugs der TSG Nieder-Erlenbach aber dennoch kampflos die Punkte Nummer 28 bis 30 gutschreiben lassen.

Gruppenliga Frankfurt-West: Spielertrainer Tufan Tosunoglu hat die Qual der Wahl

Türkischer SV Bad Nauheim – FSV Friedrichsdorf (Sonntag, 15 Uhr in Rödgen): "Gegen Friedrichsdorf wird’s für uns keinen Deut leichter als vor zwei Wochen gegen den SV BKC Bosnien", befürchtet Bad Nauheims Spielertrainer Tufan Tosunoglu. Aber man genieße Heimrecht, "und auf dem Rödgener Sportplatz sind wir eine Macht". Keine Frage: Der TSV-Coach ist sehr optimistisch, acht Siegen in Serie gegen die zuletzt vier Mal erfolgreiche Truppe von FSV-Coach Metin Yildiz den neunten "Dreier" folgen lassen zu können.

Mit Ausnahme von Urlauber Rafael Adege kann Tosunoglu auf seinen kompletten Kader bauen. Gut möglich, dass der zuletzt in Fechenheim wegen einer Grippe fehlende Simon Kammer wieder im offensiven Mittelfeld beginnt. "Aber nur dann, wenn er beschwerdefrei ist", schränkt Tosunoglu ein. Über Spieler, die vom Toreschießen eine ganze Menge verstehen, verfügen übrigens beide Teams: Auf Bad Nauheimer Seite trifft Salih Yasaroglu, mit 27 Treffern die Nummer eins der Gruppenliga-Torjägerliste, seit Wochen und Monaten in schöner Regelmäßigkeit. Friedrichsdorf setzt in der Offensive neben Denis Crecelius und Denis Schäfer (jeweils 11 Goals) auch auf Benjamin Celikci (9). – Hinspiel: 3:1.

TSV Bad Nauheim: Kamber Koc (Meynioglu), Schusterschitz, Firat Can, Pejic, Karakoc, Emrovic, Kuzpinar, Özisli, Usta (Kammer), Tosunoglu, Yasaroglu, Sancar, Kirim, Yigit.

Gruppenliga Frankfurt-West: SKV Beienheim ist auf dem Papier klarer Favorit

SKV Beienheim – FC Oberstedten (Sonntag, 15 Uhr): Nimmt man die Tabellenlage als Maßstab, sollte der Beienheimer Sieg über den Liga-Vorletzten eigentlich nur eine Frage der Höhe sein. SKV-Trainer Sebastian Spisla mahnt dennoch zur Vorsicht: "Klar, bei uns geht’s nach kargen Wochen wieder bergauf, und wir wollen nach dem wichtigen Auswärtssieg in Merzhausen endlich die 50-Punkte-Marke knacken. Aber ein Selbstläufer wird es gewiss nicht." Oberstedten sei, so Spisla, eine kampfstarke Truppe: "Die geben nie auf und haben nach dem 1:0-Erfolg über Kalbach in Sachen Klassenerhalt wieder Mut geschöpft. Das ist für uns Warnung genug." Teamintern gebe es keine Probleme: "Serge Mouzong anstatt in der Defensive im Mittelfeld beginnen zu lassen, hat in Merzhausen prima funktioniert. Es gibt keinen Grund, daran etwas zu ändern." Gleichwohl erwägt der Beienheimer Übungsleiter maximal zwei Umstellungen: "Auf der Bank sitzt genügend Qualität. Da können wir uns schöpferische Pausen für einige Spieler durchaus erlauben." – Hinspiel: 4:2.

SKV Beienheim: Belzer, Nowak, Heck, Timon Wolf, Pircek, Pllana, Serge Mouzong, Calla, Paradzik, Patzwald, Hirzmann, Mike Michalak, Suarez, Döring, Spisla.

Gruppenliga Frankfurt-West: Dortelweils grippekranker Co-Trainer warnt vor Tabellenvorletzten

SC Dortelweil – FC-TSG Königstein (Sonntag, 15 Uhr): Trotz der Tatsache, dass sich die Mannschaft mit dem 5:1-Erfolg in Hausen für die bittere 0:4-Heimpleite gegen Fauerbach zu rehabilitieren verstand, mahnt Dortelweils Co-Trainer Julian Mistetzky zur Vorsicht: "Das Polster auf die Abstiegsplätze ist nicht allzu groß. Wir stehen noch nicht auf der sicheren Seite, sind aber auf einem guten Weg dorthin." Gegen die vorwiegend auf eigenem Terrain starken Taunusstädter, denen nach der Winterpause auf fremden Plätzen bislang weder Punkte noch Tore vergönnt waren (Niederlagen in Seckbach und Neu-Anspach), fehlen vom SCD-Stammpersonal lediglich Mistetzky selbst (Grippe) und Christian Wiemann (Urlaub). Dagegen können die zuletzt fehlenden Stefan Ljujic, Dominik Schlatter und Markus Vancura wieder auf Einsatzzeiten hoffen. Ob von Beginn an, bleibt aber zunächst offen, "denn eigentlich gibt es keinen Grund, die jüngst in Hausen erfolgreiche Mannschaft umzubauen", sagt Mistetzky. – Hinspiel: 1:2.

SC Dortelweil: Rühl (Langlitz), Chiriloae, Eiwanger, Pross, Assheuer, Günther, Pröckl, Cholewa, Santos Dias, Steffen Dogot, Müller, Karagöz, Ljujic, Vancura, Schlatter.

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