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Sie treffen das Tor einfach nicht: Der SC Dortelweil um Dominik Steffen (r.) lassen in Beienheim zu viele Chancen ungenutzt.

Gruppenliga Frankfurt-West

Gruppenliga Frankfurt-West: Dortelweiler Chancenwucher bei Nullnummer in Beienheim

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Für den Gast war es zu wenig, für die Heimmannschaft trotz des verpassten Kerb-Sieges in Ordnung: das 0:0 im Wetterau-Derby der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West.

Für einen Kerbsieg, den die Fußballer des SKV Beienheim liebend gerne gefeiert hätten, reichte es am späten Samstagnachmittag nicht. Doch mit dem torlosen Remis, das auf dem Beienheimer Sportplatz nach dem Wetterauer Gruppenliga-Derby gegen den ambitionierten SC Dortelweil unterm Strich zu Buche stand, konnte die Mannschaft von SKV-Coach Sebastian Spisla gewiss gut leben.

Gruppenliga Frankfurt-West: Serge Mouzong sieht nach 34 Minuten die Rote Karte

Die Ursache: Ab der 34. Minute, nach Serge Mouzongs Platzverweis wegen einer Notbremse gegen den durchgebrochenen SCD-Torjäger Andrei Dogot, mussten die offensiv arg geschwächten Platzherren (ohne Leon Hirzmann und Mike Michalak) in Unterzahl agieren und versuchen, den nahezu durchgehend dominierenden Bad Vilbeler Vorstädtern Paroli zu bieten. Zumindest diese Rechnung ging auf.

Viele Zweikämpfe, keine Tore: Tim Stahl (Mitte) vom SC Dortelweil und Niyazi Yigin (r.) vom SKV Beienheim finden in ihrem Duell keinen Sieger.

"Im 16. Pflichtspiel ist es uns erstmals gelungen, den eigenen Kasten sauber zu halten. Die Mannschaft hat als Team prima funktioniert und speziell in der Defensive kaum Fehler gemacht. Keeper Nils Kitler und Außenverteidiger Johannes Eder verdienten sich die Bestnoten", bilanzierte Beienheims Pressesprecher Uwe Fey. Auf Dortelweiler Seite war man aus gutem Grund weniger gut gelaunt. "Wir haben angesichts der vielen Chancen, die wir ungenutzt verstreichen ließen, keinen Punkt gewonnen, sondern zwei verloren", ärgerte sich der verletzt zum Zuschauen gezwungene Co-Trainer Julian Mistetzky über das vierte Saisonremis, das aus seiner Sicht eigentlich ein Sieg hätte sein müssen.

Gruppenliga Frankfurt-West: Dortelweils Andrei Dogot trifft nur den Pfosten

Mistetzkys Ärger war durchaus verständlich, denn Dortelweil übte vom Start weg den Vorwärtsgang und erarbeitete sich bereits bis zur Pause vier gute Gelegenheiten. In allen vier Fällen blieb Gäste-Stürmer Markus Vancura gegen Beienheims Torwart Nils Kitler nur zweiter Sieger: Zweimal (11./30.) aus der Drehung nach Nando Pröckls Einwurf, aus 16 Metern alleine auf Kitlers Kasten zusteuernd nach Oliver Steffens Freistoß (21.) sowie per Kopfball nach Lars Günthers Rechtsflanke (31.).

Beienheimer Angriffe von Format? Zunächst absolute Fehlanzeige. Später durften immerhin zwei gefährliche Aktionen notiert werden: Niyazi Yigins Distanzschuss, der nach 48 Minuten knapp über den Dortelweiler Kasten strich, und Fatih Uslus Versuch aus sieben Metern, den der ansonsten ziemlich beschäftigungslose SCD-Keeper Yannick Rühl reaktionsschnell entschärfte (58.), brachten nicht den gewünschten Ertrag. Davor und danach war gegen die zunehmend tiefer stehenden Platzherren allerdings die Ziegler-Truppe am Drücker. Dogot traf in der 56. Minute nur den Pfosten - wieder nichts. Und in der Schlussphase (86./87.) stand erneut Kitler im Weg. Dortelweils Dominik Steffen hatte zweimal freie Schussbahn, aber der Torjubel blieb dem Offensiv-Außen quasi im Hals stecken, denn der SKV-Schlussmann präsentierte sich zum wiederholten Mal von seiner Schokoladenseite und bewahrte seine Teamkollegen vor einer Kerb-Pleite.

Gruppenliga Frankfurt-West: Das Wetterau-Duell zwischen dem SKV Beienheim und dem SC Dortelweil auf einen Blick

SKV Beienheim: Kitler - Eder, Mouzong, Hare, Kuhn (70. Reif) - Pllana, Yigin, Calla, Paradzik - Patzwald (46. Heck), Fatih Uslu.

SC Dortelweil: Rühl - Müller, Geh, Eiwanger, Pröckl - Stahl (76. Cholewa), Günther - Oliver Steffen, Dominik Steffen, Dogot - Vancura.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Lukas Weber (Birstein). - Zuschauer: 100. Tore: Fehlanzeige. - Rote Karte: Mouzong (34./Notbremse).

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