Wo ist der Ball? Admir Pllana vom SKV Beienheim (2. v. r.) kämpft mit Borko Sucak (SG Westend Frankfurt) in der Luft um das Spielgerät, sein Teamkollege, Kapitän Ante Paradzik duckt sich weg.
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Wo ist der Ball? Admir Pllana vom SKV Beienheim (2. v. r.) kämpft mit Borko Sucak (SG Westend Frankfurt) in der Luft um das Spielgerät, sein Teamkollege, Kapitän Ante Paradzik duckt sich weg.

Gruppenliga Frankfurt-West

Gruppenliga Frankfurt-West: Beienheim und Burg-Gräfenrode feiern ersten Sieg

  • vonMarcus Dippel
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Drei Spiel, zwei Derbys, drei Sieger: Der SKV Beienheim und die FSG Burg-Gräfenrode haben in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West ihre ersten Saisonerfolge gefeiert.

Mit der Usinger TSG und dem FC Neu-Anspach ließen sich zwei Teams des Fußballkreises Hochtaunus angesichts klarer Siege über den FV Stierstadt und die TSG Niederrad auch am dritten Spieltag nichts vormachen und führen das Klassement der Gruppenliga Frankfurt-West mit optimalen neun Punkten an.

Aus drei Spiele drei Siege zu holen, war allerdings auch weiteren Teams vergönnt - beispielsweise dem SC Dortelweil nach dem 3:1-Erfolg im Bad Vilbeler Stadtteil-Derby beim SV Gronau. Während man in den Reihen des SKV Beienheim angesichts des 2:0-Sieges über Aufsteiger SG Westend Frankfurt aufatmen und auf bessere Zeiten hoffen kann, sieht es im Lager des SV Gronau nach der Heimniederlage gegen Dortelweil und auch beim FC Olympia Fauerbach, der als Gast des erstmals siegreichen Liga-Neulings FSG Burg-Gräfenrode beim 0:1 ebenfalls die Segel streichen musste, ziemlich trübe aus: Drei Spiele, null Punkte - beide Klubs sind glatt in den Startlöchern sitzengeblieben.

Gruppenliga Frankfurt-West: Auch ohne Leon Hirzmann reicht es zum Heimsieg

SKV Beienheim - SG Westend Frankfurt 2:0 (0:0):Beim SKV Beienheim, der den Saisonauftakt gegen den Wetterau-Rivalen SC Dortelweil glatt in den Sand gesetzt hatte, lief zwar auch im zweiten Heimspiel nicht alles nach Wunsch, doch dank einer deutlichen Steigerung in der zweiten Hälfte sprang gegen den sehr robust, aber nie unfair zur Sache gehenden Aufsteiger aus Frankfurt ein verdienter 2:0-Sieg heraus. Dabei stand die Partie für SKV-Trainer Matthias Tietz und seine Mannschaft vor dem Anpfiff unter keinem guten Stern: Stürmer Leon Hirzmann verletzte sich beim Aufwärmen - Erkan Gök rückte in die Startelf. Nach eher mäßigen ersten 45 Minuten, in denen Izberovic für Westend (20./Kopfball, den SKV-Keeper Nils Kitler spektakulär entschärfte) sowie Bodea und Münk kurz hintereinander (26.) für Beienheim gute Chancen versiebten, brachte SKV-Debütant Steffen Münk die Platzherren in der 51. Minute per Kopfball nach Bogdan Munteans Flanke in Führung. Beienheims Torjäger Andrei Dogot, der anstelle des gesperrten Abwehrchefs Serge Mouzong im Defensivzentrum begann, Cristian Bodea und Owen Hare ließen weitere Gelegenheiten ungenutzt verstreichen, ehe Bodea in der Nachspielzeit doch noch eine Lücke fand. Hares Zuspiel verwertete der Offensiv-Außen zum 2:0-Endstand.

Im Kurz-Stenogramm / Schiedsrichter: Pächthold (Staufenberg). - Zuschauer: 100. - Tore: 1:0 (51.) Münk, 2:0 (93.) Bodea.

FSG Burg-Gräfenrode - FC Olympia Fauerbach 1:0 (1:0):Beide Teams standen nach jeweils zwei Niederlagen unter Druck und hatten den ersten Saisonsieg fest im Visier. Ein Vorhaben, das auf beiden Seiten eine gewisse Nervosität erzeugte, mit der die gastgebenden "Roggauer" anscheinend besser umzugehen verstanden. Sie durften ihren ersten Gruppenliga-Erfolg der Vereinsgeschichte feiern, wobei Markus Vancuras verwandelter Foulelfmeter der einzige Treffer des Abends blieb. FCO-Keeper Jens Michalak hatte Tim Hohn nach sieben Minuten unsanft von den Beinen geholt. In der Folgezeit verfügten die Gäste aus dem Friedberger Stadtteil zwar durchgehend über optische Vorteile, verstanden es aber nicht, die FSG-Abwehr auszuhebeln. Torchancen blieben auf beiden Seiten absolute Mangelware. Burg-Gräfenrodes David Kakur vergab Mitte der zweiten Hälfte das mögliche 2:0, Fauerbachs Paul Wischtak in der Nachspielzeit den Gäste-Ausgleich., als er an FSG-Torwart Lukas Klein scheiterte.

Im Kurz-Stenogramm / Schiedsrichter: Kohaut (Höchst/Nidder). - Zuschauer: 120. - Tor: 1:0 (7.) Foulelfmeter Vancura. - Gelb-Rote Karte: Georg Agi (Burg-Gräfenrode, 75./Spielverzögerung).

SV Gronau - SC Dortelweil 1:3 (1:0):Die Vorzeichen vor dem Bad Vilbeler Derby waren klar verteilt. Auf der einen Seite der optimal gestartete SC Dortelweil, auf der anderen die ohne Punktgewinn und dazu noch personell dezimierten Gastgeber aus Gronau. SVG-Coach Florian Schwing hatte sein junges Team aber zunächst gut eingestellt. Aus einer sicheren Grundordnung setzten die Gronauer Nadelstiche. Nico Gasch scheitere schon in der Anfangsphase freistehend an SCD-Keeper Rühl (10.). Fünf Minuten später konnte Dortelweils Leon Günther Gasch nur noch per Notbremse stoppen und musste mit "Rot" das Spielfeld verlassen (14.). Den fälligen Freistoß zimmerte Moritz Dechant aus 20 Metern zum umjubelten 1:0 unter die Latte (15.). Die technisch versierteren Gäste aus Dortelweil dominierten fortan das Spielgeschehen, kamen allerdings bis zur Pause nur zu zwei Halbchancen durch Dominik Steffen (37.) und Marvin Strenger (43.). Mit der Einwechslung von SCD-Flügelflitzer Oliver Steffen wendete sich das Blatt komplett, während die Kräfte des SVG immer mehr schwanden. Zunächst parierte Rühl noch gegen Gasch (58.), ehe Steffen auf der Gegenseite sehenswert zum 1:1 ausglich (62.). Nach einem Pfostenkopfball von Dennis Geh stand Strenger im Gewühl goldrichtig und schob zum 2:1 ein (76.). Der eingewechselte Shahram Hashemi setzte den Schlusspunkt zum hochverdienten Dortelweiler Erfolg (83.), den SCD-Coach Frank Ziegler nach Reklamieren allerdings von hinter der Bande verfolgen musste (72.).

Im Kurz-Stenogramm / Schiedsrichterin: Dörr (Wolfskehlen). -Zuschauer: 250. - Tore: 1:0 (15.) Dechant, 1:1 (62.) Oliver Steffen, 1:2 (76.) Strenger, 1:3 (83.) Hashemi. - Rot: Günther (14./Notbremse), Ziegler (72./beide Dortelweil/Reklamieren).

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