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Elvir Pintol und der SV Gronau warten seit dem Sieg am ersten Spieltag auf Punkte. Jetzt kommt Dortelweil zum Derby.

Fußball-Gruppenliga

Gruppenliga: 20 Punkte zwischen den Derby-Kontrahenten

  • VonLeon Alisch
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Schlusslicht SV Gronau muss am Samstag gegen den SC Dortelweil ran. Im Klassement trennen die beiden Vereine 20 Zähler. Dementsprechend sind die Rollen klar vergeben.

(lab). Wer bleibt oben dabei? Eine Frage, die in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West langsam beantwortet werden möchte, doch noch erheben ein ganzer Batzen an Teams Anspruch auf die Top-Plätze. Drei Wetterauer Mannschaften sind mittendrin. Am elften Spieltag scheint von diesen der drittplatzierte SC Dortelweil beim SV Gronau die besten Chancen auf Punkte zu haben. Für den FC Karben und den Türk. SV Bad Nauheim wird’s dagegen knifflig: Während Karben die aufstrebende FG Seckbach zu Gast hat, misst sich der Türkische SV mit dem FC Stierstadt (Rang sechs). Daneben befindet sich der SKV Beienheim - vor dem Duell mit der Usinger TSG - auf einem einstelligen Platz.

SV Gronau - SC Dortelweil (Samstag, 18 Uhr): Das Bad Vilbeler Derby wird zum Duell »Klein gegen Groß«. Rein punktemäßig ist der SC Dortelweil dem SV Gronau 20 Zähler voraus, brillierte zuletzt mit sechs Siegen in Folge. Am vergangenen Wochenende hatte die Mannschaft allerdings aufgrund der Absage des Spiels gegen Vatanspor Pause und damit die Gelegenheit, sich von den strapaziösen englischen Wochen zu erholen. Für Gronau gab es dagegen kein Durchschnaufen, das Team wartet seit dem ersten Spieltag auf Punkte und steht auf dem letzten Platz. »Die Mannschaft hat sich noch nicht komplett gefunden, was nicht zuletzt ein Resultat unserer schlechten Vorbereitung ist«, sagt Gronau-Pressesprecher Stefan Firla. So kommt es, dass dem SVG zuletzt häufig kleine Fehler bittere Niederlagen einbrachten - die Gruppenliga verzeiht eben nichts. Gegen Dortelweil ist das Schlusslicht klarer Außenseiter: »Wir rechnen uns nichts aus«, so Firla. Für Dortelweil geht es dagegen um wichtige Punkte für einen Verbleib unter den Topteams.

DJK Bad Homburg - FCO Fauerbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Zwei Trends, die aktuell nach unten zeigen: Während Bad Homburg bei zuletzt vier Niederlagen ohne Punkte blieb, unterlag Fauerbach am vergangenen Wochenende gegen Karben zum dritten Mal in Folge. Bei Bad Homburg kommt hinzu, dass die Mannschaft zuletzt mit Corona-Fällen zu kämpfen hatte, drei Spiele mussten abgesagt werden. So stand die DJK seit dem 19. September nicht mehr im Wettkampf auf dem Platz. Für Fauerbach gilt es ebenfalls, sich aus einem kleinen Loch zu befreien. Die Chancenausbeute schien zuletzt das Hauptmanko zu sein. So kassierte man in den vergangenen Wochen zwei Derbyniederlagen. Gegen Bad Homburg besteht nun die Chance, zurück in die Spur zu finden.

FC Karben - FG Seckbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Auch wenn es die Tabelle nicht hergibt: Die Partie in Karben könnte zu einem echten Hit am elften Spieltag werden. Karben zeigt sich seit einigen Wochen von seiner besten Seite, Seckbach scheint mit drei Siegen in Folge ebenfalls zu seiner Form gefunden zu haben. Nach einigen Verletzungssorgen füllt sich der Kader der Seckbacher langsam, und die Mannschaft wird ihrer Rolle gerecht. Entsprechend weiß der Tabellenfünfte aus Karben, worauf er sich einstellen muss: »Das wird eine harte Nuss. Wir wollen mit einer sicheren Deckung lange die Null halten. Die Basis wird ferner die Arbeit gegen den Ball sein«, sagt Trainer Karl-Heinz Stete. Personell sieht sich Karben weiterhin stark aufgestellt, für Sonntag stehen lediglich Felix Kaapke und Marvin Glaßl auf der Ausfallliste.

SKV Beienheim - Usinger TSG (Sonntag, 15.30 Uhr): Drei Punkte winken für Beienheim, doch zwei Partien hat der SKV noch in den Knochen. Das 1:1 gegen Spitzenreiter SF Friedrichsdorf hat Körner gekostet, und im Pokal am Mittwoch folgte die dramatische Partie in Kaichen - mit dem besseren Ende für Beienheim. So liegen aufregende Tage hinter der Tietz-Truppe. Neben vielen Emotionen dürfte die englische Woche bisher vor allem eine hohe Belastung mit sich gebracht haben. »Am Anfang haben wir gedacht ›super‹. Nun hoffen wir, dass die vielen Spiele nicht zum Problem werden«, sagt Coach Matthias Tietz. Entsprechend wird für Sonntag viel rotiert, wenn die Usinger TSG anreist. Immerhin: Auf dem Papier scheint der SKV stärker als die Gegner, die seit fünf Spielen auf einen Punkt warten.

SV Steinfurth - SF Friedrichsdorf (Sonntag, 15.30 Uhr): Die nächste Mammutaufgabe für Steinfurth. Um genau zu sein, die dritte in Folge. Nachdem man gegen den Türk. SV Bad Nauheim und beim FC Karben ohne Punkte vom Platz ging, wird es auch gegen die SF alles andere als einfach. Als Tabellen-18. befindet sich Steinfurth in der Abstiegszone, dennoch schlug sich der SV bisher einige Male auch gegen stärkere Gegner ordentlich, stellte unter anderem dem Türkischen SV fast ein Bein. Gegen Friedrichsdorf braucht man sich nun keine Illusionen zu machen. Allerdings hat der Tabellenführer zuletzt zweimal Punkte liegengelassen. Die Sportfreunde müssen derzeit auf einige Akteure verzichten, so gab’s zweimal in Folge ein 1:1. Die Souveränität scheint erstmal verflogen zu sein.

FV Stierstadt - Türk. SV Bad Nauheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Sechster gegen Vierter. Der TSV machte zuletzt gegen Königstein wieder einen soliden Eindruck und hakte den Punktverlust gegen Westend ab. Die Bad Nauheimer machten klar, dass mit ihnen in den oberen Gefilden durchaus zu rechnen ist. Stierstadt wusste bisher ebenfalls zu beeindrucken, allerdings mangelt es dem FV an Konstanz. Zuletzt unterlag man klar mit 0:4 gegen Fechenheim, gegen Teams aus dem Keller tat man sich gerne mal schwer. So scheint der Türkische SV vor dem Duell am Sonntag leicht favorisiert zu sein. Dennoch: Bei beiden Teams ist die Schwachstelle tendeziell die Defensive.

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