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Grubers Innenband gezerrt

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(mw) Zwei Punkte gegen Dortmund, deren drei gegen Hamm - der EC Bad Nauheim hat in der Eishockey-Oberliga West die Aufholjagd am Wochenende mit zwei Siegen fortgesetzt.

»Wenn wir weiter gewinnen, werden wir irgendwann ganz oben stehen«, sagte Trainer Fred Carroll bereits am Freitag, nachdem der Tabellenführer mit 5:4 nach Penaltyschießen besiegt wurde. Mann des Abends war dabei nicht nur Siegtorschütze Manuel Weibler gewesen, sondern auch Torhüter Markus Keller. Mit zahlreichen Paraden hatte er die 45 Minuten lang harmlos agierenden Westfalen Elche zur Verzweiflung gebracht. Doch weil die Kraft bei den Teamkameraden aufgrund von vielen, teilweise fragwürdigen Strafzeiten nachließ, kam Dortmund nach einem 1:4-Rückstand doch noch zum 4:4-Ausgleich. Ansonsten hatten die Roten Teufel die Partie lange im Griff und zeigten, dass sie im Fünf-gegen-Fünf besser aufgestellt sind als der aktuelle Klassenprimus.

Am Sonntag gegen Hamm wirkten die Roten Teufel etwas geschlaucht vom strapaziösen Freitag-Spiel. In einigen Situationen war den Spielern anzumerken, dass die gedankliche Frische etwas fehlte. Carroll war angesichts diverser angeschlagener Spieler »einfach nur froh, dass keine weiteren Verletzten hinzugekommen sind«.

Erneut musste Markus Keller mehr Tore hinnehmen als im Schnitt in den Partien zuvor - dieses Mal war der EC-Torhüter allerdings bei zwei abgefälschten Schüssen sowie einem Schuss durch die Beine des alleine auf ihn zulaufenden Milan Vanek absolut machtlos.

Die Roten Teufel pirschen sich also weiter an die Tabellenspitze heran, wobei selbiges Ziel aktuell auch der Rangzweite EV Duisburg verfolgt. Nach einem holprigen Saisonstart wurden sechs Kantersiege zuletzt nur von der 2:3-Niederlage in Dortmund unterbrochen. Am kommenden Montag können sich also die Fans auf einen echten »Knaller« im Colonel-Knight-Stadion freuen, denn die Füchse sind ab 19.30 Uhr zu Gast in Bad Nauheim.

Bis dahin hofft man beim EC, wieder auf die gegen Hamm fehlenden Verteidiger Patrick Gruber und Alexander Baum zurückgreifen zu können. Während Kapitän Baum schon am Freitag in Neuss nach seinem Jochbeinbruch wieder zum Kader gehören soll, ist erst gegen Ende der Woche bei Gruber wieder mit »Eiszeit« zu rechnen. Der Deutsch-Österreicher hatte sich am Freitag in einem Zweikampf am linken Knie verletzt und das Eis umgehend verlassen. Die Diagnose nach der Untersuchung: Eine Knorpelaufsplitterung sowie ein gezerrtes Innenband.

Die Krücken konnte er am Montag ablegen und gegen eine Schiene austauschen. »Ich hoffe, am kommenden Montag wieder dabei zu sein«, freut sich auch Gruber auf das »Fernsehspiel«, aus dem die Verantwortlichen der Kurstädter die »Nacht der 2222 Lichter« machen - sprich, 2222 Zuschauer in das Stadion locken wollen.

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