Konzentration beim Aufschlag: Kerstin Wirkner (vorne, SG Rodheim). Im Hintergrund erwartet die Wißmarerin Alisa Dietz das Anspiel. FOTO: JAUX
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Konzentration beim Aufschlag: Kerstin Wirkner (vorne, SG Rodheim). Im Hintergrund erwartet die Wißmarerin Alisa Dietz das Anspiel. FOTO: JAUX

Großer Kampf, große Gefühle

  • vonMichael Stahnke
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(msw). Die SG Rodheim bot dem Favoriten des TTC Wißmar ein großes "Finale" um die "Herbstmeisterschaft" in der Tischtennis-Hessenliga der Damen, Gruppe Nord/Mitte, auch wenn am Ende eine 5:8-Niederlage zu Buche stand. Angesichts der Dominanz von Wißmar wird den Rodheimerinnen jetzt wohl nur noch maximal die Relegation bleiben, zumal Mannschaftsführerin Kerstin Wirkner wegen ihrer Schwangerschaft die komplette Rückrunde nicht zur Verfügung stehen wird. Dann werden es die vier anderen Spielerinnen richten müssen. Die Idee, Johanna Klitsch noch zu melden, wurde verworfen, um die zweite Herren-Mannschaft nach der Kreisliga-Halbzeitmeisterschaft nicht zu schwächen.

SG Rodheim - TTC Wißmar: 5:8:Dies war endlich wieder einmal eine Partie auf richtig hohen Niveau. Möglich wurde diese starke Partie auch, da die Rodheimerinnen durch Munzert/Wirkner (gegen Kreiling/Hauf) und Möcks/McChesney (gegen Dietz/Schäfer) beide Eröffnungsdoppel gewinnen konnten, wodurch die doch etwas nervösen Gäste aus der Reserve gelockt wurden. "Wir wurden zum ersten Mal nach zweieinhalb Jahren so richtig gefordert", meinte Wißmars Trainer Steffen Kreiling.

Im Einzel vergab Cordula Munzert gegen Céline Kreiling zwei hohe Führungen, da Kreiling dann aber auch sicherer angriff. Kerstin Wirkner konnte Alisa Dietz nur streckenweise Paroli bieten, während Jeanette Möcks in einem harten Duell gegen Theresa Neumann auch von einigen Fehlern ihrer Kontrahentin profitierte, die zum Abschluss einen Aufschlagfehler machte. Die immer besser werdende Eileen McChesney wurde gegen Karolin Schäfer dafür belohnt, dass sie deren Aufschläge trotz Problemen immer weiter attackierte. Munzert kämpfte hart gegen Dietz, die knapp gewann. Wirkner hatten im "Baller-Duell" gegen Kreiling im knappen vierten Satz Pech, da Kreiling dort fast Serien von Netz- und Kantenbällen produzierte.

Voller Emotionen waren dann die Partien von Möcks gegen Schäfer und McChesney gegen Neumann. Möcks unterlag knapp, während McChesney hauchdünn gewann. Beim Stand von 5:5 schien jetzt alles offen, doch nach der Niederlage von Möcks gegen Dietz traf auch Neumann gegen Wirkner fast alles. Schäfer konnte gegen Munzert ihre fast unglaubliche aus dem Stand geschlagene knallharte Vorhand immer wieder ansetzen und gewann mit 11:9 im fünften Satz, was sie tränenüberströmt in die Arme ihrer Mutter laufen ließ. Auch Neumann weinte vor Freude und Erleichterung.

Die Ergebnisse: Munzert/Wirkner - Kreiling/Hauf 11:5, 11:13, 11:7, 11:8; Möcks/McChesney - Dietz/Schäfer 11:7, 8:11, 11.1, 11:5; Cordula Munzert - Céline Kreiling 12:14 (nach 10:7), 12:14 (nach 10:4), 5:11; Kerstin Wirkner - Alisa Dietz 9:11, 11:2, 3:11, 9:11; Jeanette Möcks - Theresa Neumann 11:8, 11:9, 15:13; Eileen McChesnrey - Karolin Schäfer 8:11, 15:13, 11:8, 13.11; Munzert - Dietz 6:11, 9:11, 11:6, 9:11; Wirkner - Kreiling 4:11, 5:11, 11:9, 11:13; Möcks - Schäfer 11:13, 11:8, 4:11, 9:11; McChesney - Neumann 11:7, 5:11, 12:10, 12:10; Möcks - Dietz 5:11, 5:11, 6:11, Munzert - Schäfer 11:8, 9:11, 11:7, 8:11, 9:11; Wirkner - Neumann 10:12, 8:11, 6:11.

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