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Großen Emotionen folgt kleine Enttäuschung

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(msw) Keine Mannschaft liefert so hochklassige und zudem auch noch immer enge Spiele wie der TTC Reichelsheim in der Tischtennis-Regionalliga Südwest der Damen, Gruppe 1/2. Diesmal gelang den Reichelshneimerinnen nach fast dreieinhalb Stunden Spielzeit ein 7:7-Unentschieden beim TTC Grün-Weiß Staffel, wodurch der Kampf um den Klassenerhalt nicht einfacher wird, aber zumindest in Reichweite bleibt.

TTC Grün-Weiß Staffel - TTC Reichelsheim 7:7: »Wir liefern immer Spiele, die Spannung pur bieten, doch letztendlich überwiegt die Enttäuschung, obwohl wir uns nicht beklagen«, war das realistische Fazit von Gäste-Coach Jörg Wirkner, der - wieder einmal - alle Höhen und Tiefen miterleben (oder miterleiden) musste, die diesen Sport so attraktiv machen. Letztendlich gab es gegen einen direkten Mitkonkurrenten im Kampf um den fünften Platz ein Remis, was natürlich bei der Aufholjagd zu wenig ist.

Unter dem Strich gewannen die Reichelsheimerinnen zwar vier der sechs knappen Partien, doch ausgerechnet Kerstin Wirkner, die in Bad Homburg noch für den entscheidenden Siegpunkt gesorgt hatte, hatte nach fünf »genial guten Sätzen« (Originalton des Trainers) gegen Bettina Ludwig und Silja Hahn einen Black-out. Plötzlich machte sie drei bis vier Aufschlagfehler pro Satz, und keine Rückhand-Eröffnung landete mehr auf dem Tisch.

Umso erstaunlicher war, dass sie die Sätze vier und fünf dennoch nur mit 8:11 verlor, was die Enttäuschung auf Gäste-Seite aber nicht schmälerte, zumal jetzt auch im Training wieder Aufbauarbeit geleistet werden muss, damit dieser »Aussetzer« keinen langfristigen Knacks gibt.

Es war aber insgesamt ein kurioses und zum Teil hochklassiges Spiel. Nachdem durch Dzelinska/Bosliakov wenigstens ein Doppel gewonnen werden konnte, vergab Olga Dzelinska gegen Anne Hecking nach spektakulären Ballwechseln zwei Matchbälle im vierten Satz. Dagegen lief es gegen Sarah Textor genau anders herum, als Dzelinska im fünften Satz bereits mit 7:10 zurückgelegen hatte und noch gewann.

Ganz knappe Partien lieferte auch Katja Bosliakov, doch sie hatte sowohl gegen Ludwig als auch gegen Hahn jeweils das bessere Ende für sich. Wieder ihrer Form hinterher lief Andrea Bajerová (obwohl sie gegen Calden-Westuffeln stark war), die aber zumindest den letzten Punkt zum Remis knapp einspielen konnte. Für den Trainer ist doch offenkundig, dass die Mannschaft auswärts insgesamt gesehen nicht diesselben Leistungen abrufen kann wie zu Hause. Dort müssen die Punkte jetzt geholt werden und nicht nur gegen die beiden Teams aus Thüringen, sondern auch schon gegen den Tabellenzweiten NSC Wartzenborn-Steinberg II in zwei Wochen.

Die Ergebnisse: Textor/Hecking - Bajerová/ Wirkner 11:8, 11:9, 11:4; Ludwig/Hahn - Dzelinska/Bosliakov 11:5, 5:11, 10:12, 7:11; Sarah Textor - Andrea Bajerová 11:2, 11:9, 11:7; Anne Hecking - Olga Dzelinska 9:11, 7:11, 11:7, 15:13 (nach 0:6 und zwei Matchbällen), 12:10; Bettina Ludwig - Kerstin Wirkner 3:11, 8:11, 8:11; Silja Hahn - Katja Bosliakov 13:15, 7:11, 11:7, 11:7, 7:11; Textor - Dzelinska 9:11, 8:11, 11:8, 11:2, 14:16 (nach 10:7); Hecking - Bajerová 11:7, 10:12, 11:8, 11:8; Ludwig - Bosliakov 7:11, 11:2, 11:4, 9:11, 7:11; Hahn - Wirkner 8:11, 4:11, 11:6, 11:8, 11:8; Ludwig - Dzelinska 5:11, 3:11, 8:11; Textor - Bosliakov 11:3, 11:5, 11:8; Hecking - Wirkner 6:11, 11:7, 11:5, 11:4; Hahn - Bajerová 9:11, 11:7, 4:11, 14:12, 2:11.

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