Positionspapier / SV Fun-Ball

Große Vereine fordern Perspektiven

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(bf). Die großen hessischen Sportvereine fühlen sich von der Politik auf Landes- und Bundesebene nicht ausreichend beachtet. 15 Vereine aus Hessen mit insgesamt rund 61 000 Mitgliedern - darunter der größte Sportverein der Wetteraukreises, der SV Fun-Ball Dortelweil aus Bad Vilbel - haben sich laut Mitteilung zusammengeschlossen und ein gemeinsames Positionspapier an die Landesregierung auf den Weg gebracht.

Darin fordern sie weitere Normalisierungen für den Sport insgesamt sowie eine stärkere Berücksichtigung der finanziellen Herausforderungen für große Vereine.

Die Sportvereine sehen sich in der Corona-Krise als Teil der Lösung und nicht des Problems und fordern daher in den Normalisierungsszenarien stärker im Fokus zu stehen, um der Bedeutung des Breitensports für die Gesellschaft und die Gesundheit von Kindern und Erwachsenen gerecht zu werden.

Spezielles Förderprogramm?

Der Lockdown habe sich bei aller gesundheitspolitischen Notwendigkeit besonders stark auf die großen Vereine ausgewirkt, heißt es in dem Papier. Einerseits seien sie stark vom Mitgliederrückgang betroffen: Waren es hessenweit bei den Sportvereinen rund drei Prozent, verzeichneten die großen Vereine einen Rückgang von durchschnittlich zehn Prozent zahlender Mitglieder. Andererseits könnten sie als Arbeitgeber und Betreiber eigener Liegenschaften ihre Fixkosten nicht in einem Maße senken, wie es bei kleineren Vereinen möglich sei.

Die 15 Vereine fordern daher von der Politik ein besonderes und speziell ausgerichtetes Förderprogramm. Dies könne die Mitgliederverluste berücksichtigen und auch perspektivisch die Anstrengungen zur Mitgliederrückgewinnung unterstützen. Die Vereine betonen zudem ihre Position als Innovationstreiber der sportlichen Entwicklung.

Damit dies auch zukünftig so bleiben kann, sollen Förderprogramme etwa für Outdoor-Sportanlagen oder Online-Formate von der Landesregierung aufgelegt werden. Insgesamt, so das Positionspapier, müsse die Politik erkennen, dass größere Vereine einer eigenständigen Betrachtung bedürften.

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