Große Show vor dem Showdown

(kun) Die Weichen sind gestellt: Dank eines 3,5:2,5-Erfolgs im Spitzenspiel gegen den Tabellennachbarn Mühlheim Nord und eines 6:0-Pflichtsieges gegen das Schlusslicht aus Wattenscheid hat das Frauenbundesliga-Team der Schachfreunde von 1891 Friedberg den zweiten Tabellenrang erfolgreich verteidigt.

Die alles andere als in Bestbesetzung nach Bochum gereisten Kreisstädterinnen – neben dem Fehlen der im achten Monat schwangeren Leistungsträgerin Adriana Nikolova mussten auch die Ausfälle von Ticia Gara, Irina Bulmaga und der französischen Nationalspielerin Almira Skripchenko kompensiert werden – erwischten bei ihrer Begegnung mit dem Tabellendritten aus Mühlheim Nord einen Start nach Maß. Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit konnte sich Smaranda Padurariu an Brett sechs gegen ihre Kontrahentin durchsetzen.

Nach Unentschieden von Deimante Daulyte, Eva Repkova und Melanie Ohme – bei gleichzeitiger Niederlage von Lena Levushkina – sicherte Melinda Goczo mit ihrem Sieg den knappen 3,5:2,5-Erfolg der Friedbergerinnen. "Mit dem Einsatz von Eva Repkova hat im Vorfeld sicherlich niemand gerechnet. Von der Slowakei aus ist sie bis nach Bochum gereist, um das Team zu unterstützen", berichtet Vereinsvorstand Martin Herwig-Päutz. "Wie schon gegen Bad Königshofen haben wir die Partie mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse zu unseren Gunsten entscheiden können."

Eine klare Angelegenheit war dagegen die Begegnung der Kreisstädterinnen mit dem Tabellenschlusslicht aus Wattenscheid am darauf folgenden Tag. Nach Siegen von Repkova, Daulyte, Goczo, Padurariu, Levushkina und Ohme konnten die Friedbergerinnen nach fünf Stunden Spielzeit einen souveränen 6:0-Erfolg gegen die Gastgeber feiern.

"Mit den in Bochum eingefahrenen vier Punkten und vor allem dem Sieg gegen den Tabellennachbarn Mühlheim-Nord konnten wir die Konkurrenz erfolgreich auf Distanz halten. Nun konzentrieren wir uns in erster Linie darauf, den zweiten Tabellenplatz und die damit verbundene Qualifikation für den im Oktober anstehenden Europapokal zu behaupten", formuliert Herwig-Päutz die Ziele für das Heimspielwochenende am 9./10. März im Bürgerhaus Friedberg-Dorheim. "Der Vorjahres-Vizemeister Bad Königshofen könnte uns beim Kampf um Platz zwei noch einmal gefährlich werden. Zwar haben wir zwei Mannschaftspunkte Vorsprung, aber beide Teams haben 37 Brettpunkte auf ihrem Konto. Da aber Bad Königshofen noch gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Wattenscheid spielen muss, dürften die Brettpunkte sich im März eher zu Gunsten der Bad Königshofener verändern.

Andererseits haben diese noch gegen Mülheim-Nord zu spielen und wir lediglich gegen Halle und Großlehna."

Sollte Bad Königshofen gegen Mülheim-Nord gewinnen, dann werden den Friedbergern wohl zwei von vier möglichen Punkten nicht reichen – man wird wegen der bis dahin vermutlich schlechteren Brettpunkte wohl drei benötigen.

Die Tabelle vor dem finalen Doppelspieltag

1. OSG Baden Baden 9 17 40

2. SF Friedberg 9 16 37

3. Bad Königshofen 9 14 37

4. Mühlheim Nord 9 13 30

5. Hamburger SK 9 12 34

6. Volksbank Halle 9 10 29

7. SK Großlehna 9 8 24

8. Deizisau 9 7 25,5

9. Rodewischer SM 9 6 23,5

10. SV Chemie Guben 9 3 18,5

11. Karlsruher SF 9 2 15,5

12. SV Wattenscheid 9 0 10

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