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Groß-Karben jubelt in Rockenberg

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Ausgelassen: Die KSG 1920 Groß-Karben feiert den Aufstieg in die Kreisoberliga Friedberg.
Ausgelassen: Die KSG 1920 Groß-Karben feiert den Aufstieg in die Kreisoberliga Friedberg. © Timo Jaux

(mn) Groß-Karben ist zurück im Friedberger Fußball-Oberhaus. Die KSG 1920, Dritter der Kreisliga A, erreichte am Samstag im Relegations-Rückspiel beim Kreisoberliga-15., dem TuS Rockenberg, ein 1:1-Remis, das der Mannschaft von Trainer Michael Clarius nach einem 4:2-Hinspiel-Erfolg den Aufstieg sichert

»Die teaminterne Geschlossenheit hat den Unterschied ausgemacht«, resümierte Oliver Fritscher, das Spielausschussmitglied der KSG 1920, als die Aufstieg-Shirts verteilt und die ersten Sektflaschen verspritzt worden waren.

Gleich eine Handvoll Kicker bilden seit dem Amtsantritt von Clarius vor neun Jahren einen festen Stamm in dessen Kader, einige Spieler der Aufsteiger-Mannschaft hatte das KSG-Urgestein schon in der F-Jugend betreut. »Mir war klar, dass wir einen Treffer erzielen werden, wenn Rockenberg erstmal aufmachen muss«, sagt Clarius, der - trotz des Führungstores der Gastgeber (36./Handelfmeter Marcel Funke) - eine recht entspannte zweite Hälfte erlebte. Der TuS konnte dem Spiel nämlich nur in den ersten gut 20, 25 Minuten den Stempel aufdrücken und tat unterm Strich viel zu wenig, um vielleicht eine Verlängerung erzwingen zu können. Als Seyit Okumus nur zehn Minuten nach seiner Einwechselung den Ausgleich erzielen konnte (82.), waren die Fronten geklärt. »Wir hatten heute weder die spielerischen Mittel noch die Ruhe. Die Mannschaft hat alles gegeben, da kann man keinen Vorwurf machen.

Unterm Strich muss man sich bewusst machen, dass die Kreisoberliga in Rockenberg ein Privileg und keine Selbstverständlichkeit ist«, zeigte sich TuS-Pressesprecher Bernd Sulzbach als fairer Verlierer und kündigte die Vorstellung des künftigen Coaches für die kommenden Tage an. Gregor Landvogt wird dann in das zweite Glied zurücktreten und die neue Reserve der SG Rockenberg/Oppershofen coachen.

Die 500 Zuschauern sahen eine äußerst zähe Auseinandersetzung mit seltenen Höhepunkten. Die Gastgeber kamen zwar druckvoll aus der Kabine, über eine Chance durch Marius Wetz, der sich in den KSG-Strafraum gedribbelt hatte und an KSG-Torwart Meho Maric scheitern sollte, allerdings nicht hinaus (6.). Unmittelbar zuvor hatte Andreas Kromm auf der anderen Seite zu lange gezögert und letztlich TuS-Keeper Marvin Benk in die Arme geschossen. Und das war’s offensiv für lange Zeit. Nach gut 25 Minuten hatte die KSG die erste Druckwelle überstanden, verhinderten die jeweiligen Abwehrreihen klare Möglichkeiten. In der 36.

Minute bekam Diart Obrazhda einen Schuss von Wetz an die Hand, und Schiedsrichter Tobias Panzer (Butzbach), der sich zunächst auf einen Eckball festgelegt hatte, korrigierte seine Entscheidung nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf Strafstoß. Marcel Funke ließ sich diese Möglichkeit - wie schon im Hinspiel - nicht entgehen und weckte TuS-Hoffnungen.

Der zu erwartenden TuS-Sturm nach der Pause war aber kaum ein laues Lüftchen. Angetrieben von Dominic Herbert waren die Gastgeber in Strafraumnähe schlichtweg zu ungefährlich und teils auch zu umständlich, konnten nicht den erforderlichen Druck entfachen. Auf der anderen Seite traf Okumus wie aus dem Nichts heraus zum Ausgleich (82.). Und acht Minuten vor Schluss konnten die Aufstiegs-Shirts herangeschleppt werden.

TuS Rockenberg: Marvin Benk, Verwiebe, Ramon Benk, Decher, Gross, Adrian Herbert, Dominic Herbert, Mohr, Funke, Bittner, Wetz, Thielmann, Raab.

KSG 1920 Groß-Karben: Maric, Sayit Okumus, Keberlein, Munoz, Mohammed El-Maimouni, Kromm, Dalhoff, Meides, Obrazhda, Voss, Schmitt, Seyit Okumus, Nouh El-Maimouni, Laubvogel.

Steno: Tore: 1:0 (36.) HE Funke, 1:1 (82.) Seyit Okumus. - Schiedsrichter: Tobias Panzer (Butzbach). - Gelb-Rote Karten: Schmitt (88.), Nouh El-Maimouni (90./beide KSG). - Zuschauer: 500.

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