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Gronau siegt in Nieder-Wöllstadt

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Der SV Gronau hat einen weiteren großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht und beim 1:0-Sieg am Sonntag in Nieder-Wöllstadt die »Roten« in eine noch größere Krise gestürzt.

(ub) Heimspiele entpuppten sich für die abstiegsgefährdeten Fußballer des SV Nieder-Wöllstadt seit Anfang März als recht trostlose Angelegenheiten. Man probierte es gegen den FCO Fauerbach, gegen Bornheim/GW und gegen die FG Seckbach – in allen drei Fällen sprang für die »Roten« nichts Zählbares heraus. Gestern Nachmittag, beim diesbezüglich vierten Versuch auf dem Sportplatz an der B3 gegen den Wetterauer Gruppenliga-Rivalen SV Gronau, hatten sich SVN-Trainer Gökhan Kocatürk und seine Mannschaft fest vorgenommen, diese schwarze Serie zu durchbrechen. Das aus Nieder-Wöllstädter Sicht bittere Resultat: Es blieb bei der bloßen Absicht, denn man unterlag der agileren Gronauer Truppe mit 0:1 (0:0) und muss mehr denn je um den Klassenerhalt bangen.

Kein Wunder, dass Nieder-Wöllstadts Pressesprecher Walter Nebel nach der 15. Saison-Niederlage ein enttäuschendes Fazit zog: »Vorne spielte sich einmal mehr zu wenig ab. Wir schießen einfach keine Tore«. Eine andere Tatsache regte ihn allerdings noch viel mehr auf: »Der Platz befand sich in einem geradezu jämmerlichen Zustand. Verantwortlich dafür ist die Gemeinde Wöllstadt, die dort seit Wochen nichts gemacht hat«.

Auf Gronauer Seite gab sich Coach Paul Petrina, der seinen Posten bekanntlich zum Saisonende an Jens Paetzold übergeben muss, hingegen rundum zufrieden: »Mit nunmehr 31 Punkten auf dem Konto sind wir aus dem Gröbsten raus«.

Das Spiel an sich begann mit einer Überraschung: Im Tor der Platzherren musste nämlich Trainer Gökhan Kocatürk aushelfen, weil Leon Klüß (Grippe), Martin Langlitz (gesperrt) und auch Torwart-Trainer Marco Will (privat verhindert) nicht zur Verfügung standen. Fehler machte Kocatürk keine, ganz im Gegenteil: In der 71. Minute parierte er einen von Markus Vancura ausgeführten Elfmeter, den Philipp Mangold an Gronaus Stürmer Alen Kotarac verursacht hatte. Jener Alen Kotarac hatte bereits vorher, nach 63 Minuten, mit einem kapitalen Schrägschuss ins linke Dreieck den alles entscheidenden Treffer erzielt.

Weitere Tore lagen zwar in der Luft, fielen aber nicht. Zwingende Nieder-Wöllstädter Gelegenheiten ergaben sich dabei nur selten und beschränkten sich neben schwach abgeschlossenen Versuchen von Mario de Oliveira (67./74.) und Aziz El Mojahid (91.) im Grunde genommen auf lediglich eine Aktion aus der 21. Minute: Philipp Hochgesands Auflage wollte Mario de Oliveira mittels Lupfer über den zu weit vor seinem Kasten stehenden Marius Dittmar vollenden. Sein Pech: Gronaus Innenverteidiger Halim Cherhab hatte aufgepasst und kratzte das Leder von der Linie.

Gäste-Attacken waren aus anderem Holz geschnitzt, aber letztlich ebenso erfolglos: Rafael Rodriguez verzog aus der Drehung (44.), Kotaracs Versuch wurde abgeblockt (49.), Dawid Polotzeks Kopfball strich aus kurzer Distanz über Kocatürks Gehäuse (50.), und auch Renato Levys Volleyabnahme brachte in der 62. Minute nicht den gewünschten Ertrag. Eine Minute später traf jedoch Alen Kotarac spektakulär ins Schwarze. Und das reichte der Petrina-Elf, um verdientermaßen die volle Ernte einzufahren.

SV Nieder-Wöllstadt: Kocatürk – Philipp Wagner, Zahirovic, Brand, Mangold – Herdt, El Mojahid, Hochgesand (79. Yildiz), de Oliveira – Felix Wagner (65. Lotto), Braun (53. Mian).

SV Gronau: Dittmar – Basanisi, Chehab, Polotzek, Mahria – Pross (71. Pereira), Menderes Yasaroglu (46. Levy), Rodriguez, Ujma – Kotarac, Vancura.

Steno: Tor: 0:1 (63.) Kotarac. – Schiedsrichter: Recep Akcura (Hattersheim). – Zu.: 140.

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