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Gronau muss nach Friedberg

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Haben einen Konkurrenten weniger im Titelkampf: der SC Dortelweil (links Sebastian Göktas) und Türk Gücü Friedberg, bei denen Abdessamad Fachat (rechts) sein Pflichtspieldebüt als Trainer an der Seitenlinie gibt.	(Foto: Nici Merz)
Haben einen Konkurrenten weniger im Titelkampf: der SC Dortelweil (links Sebastian Göktas) und Türk Gücü Friedberg, bei denen Abdessamad Fachat (rechts) sein Pflichtspieldebüt als Trainer an der Seitenlinie gibt. (Foto: Nici Merz) © Nicole Merz

(ub) Spitzenreiter Türk Gücü Friedberg (40 Punkte) und der SC Dortelweil (2./37) sind Titelaspiranten, Schlusslicht FV Bad Vilbel II (10 Zähler) und der SV Gronau (15./13) stehen mit dem Rücken zur Wand, nur der FC Olympia Fauerbach braucht sich als aktueller Rangsiebter (32) mit kniffligen Situationen bezüglich des Auf- oder Abstiegskampfes nicht zu befassen.

In der Gruppenliga Frankfurt-West kämpfen Teams aus der Wetterau quasi an allen Fronten. Und eben deshalb dient der 21. Spieltag nach drei Monaten Winterpause durchaus als eine Art Wegweiser. Zwei der 17 Mannschaften haben freilich schon vor der Saison-Fortsetzung verloren, nämlich die TSG Nieder-Erlenbach und der ambitionierte SV Sandzak Frankfurt jeweils drei Punkte wegen der fehlenden Reserve. »Die Bescheide sind unterwegs, die Tabellenkorrekturen werden umgehend erfolgen«, erklärte Klassenleiter Harald Vorndran (Frankfurt).

Ferner nach einer Sitzung des Verbandsspielausschusses unter Dach und Fach: Auch fehlende Nachwuchsarbeit führt zu einem Drei-Punkte-Abzug. »Den wird man in der offiziellen Tabelle allerdings erst Mitte Mai zu sehen bekommen. Überlegungen, auf diesbezügliche Bestrafungen in dieser Saison zu verzichten, sind vom Tisch«, sagt Vorndran. Davon betroffen ist erneut Sandzak Frankfurt, der virtuell nur noch über 32 Punkte verfügt und dadurch den Kreis der potenziellen Titelanwärter (Türk Gücü Friedberg, Dortelweil, Merzhausen) erst mal verlassen hat. Wichtig für den kommenden Sonntag: Weil die Stadt Friedberg bereits am Mittwoch alle Rasenplätze fürs Wochenende gesperrt hat, wurde die Partie FCO Fauerbach – Spvgg.

02 Griesheim abgesetzt. Gespielt werden soll nun am Ostersamstag, 26. März um 16 Uhr. Dafür testet der FCO am heutigen Freitag ab 20.15 Uhr beim FC Karben.

Derby in Ober-Rosbach

Türk Gücü Friedberg – SV Gronau (Sonntag, 14.30 Uhr in Ober-Rosbach): Elf Testspiele in knapp fünf Wochen – musste das sein? »Ja«, sagt Gronaus neuer Coach Bayram Mechmet, »denn erstens habe ich als Trainer in Gronau Neuland betreten, und zweitens hat sich im Personalbereich ein umfassender Wandel vollzogen«. Da seien viele Trainingseinheiten und noch mehr Spiele halt das beste Mittel, um optimal vorbereitet ins Rennen gehen zu können: »Ob das reicht, um dem Tabellenführer eins auszuwischen, steht auf einem ganz anderen Blatt«. Bestbesetzung kann der Gronauer Übungsleiter am Sonntag allerdings nicht aufbieten: Adrian Suarez (Grippe), »Otto« Yasaroglu, Christian Del Carpio und Antonio Felice (alle verletzt) sowie Henrik Saal und Daniel Griepentrog (beide beruflich verhindert) fallen aus. Auch auf Friedberger Seite steht ein neuer Mann auf der Kommandobrücke, doch Abdessamad Fachat (»Anspannung ja, Nervosität nein«) kann auf eine eingespielte Truppe bauen.

Fatih Alemdar (Leistenprobleme) und Sandro Beutnagel (Grippe) stehen wohl nicht zur Disposition. »Gegen einen Kontrahenten, der uns schon in der Vorrunde alles abverlangt hat, mental Stärke zeigen«, hält Türk Gücüs sportlicher Leiter Gökhan Satir für dringend geboten. – Hinspiel: 2:1.

Türk Gücü Friedberg: Kamber Koc (EnginTari), Jellouli, Idrissi, Clark, Weber, Ghazahnfari, Saletnik, Usic, Ucar, El Houssaini, Cigdem, Azougagh, Chekmazov, Davy, Chehab. – SV Gronau: Rühl (Tobias Gärtner), Taitschinov, Basanisi, Krasniqi, Hohn, Benjamin Sejdovic, Pereira, Lukas Gärtner, Teklu Tewelde, Vancura, Matovic, Lovric, Friedrich, Mikael Tewelde, Eich.

TSG Nieder-Erlenbach – FV Bad Vilbel II (Sonntag, 14.30 Uhr): Die ersten beiden Pflichtspiele gegen Nieder-Erlenbach und Königstein seien richtungsweisend, meint Bad Vilbels Coach Semir Sejdovic. »Da müssen sechs Punkte rausspringen, sonst wird’s ganz eng«, ergänzt Sejdovics Trainerpartner Cengiz Avan. Das Problem der FV-Übungsleiter: Angesichts vieler neuer Leute herrscht noch keine Klarheit über das teambezogene Leistungspotenzial. Dass jedoch der Klassenerhalt ohne punktuelle Verstärkung aus Mustafics Verbandsliga-Kader wohl nicht zu realisieren sein wird, bestätigen beide Übungsleiter.

Optionen dieser Art können sie am Sonntag nicht nutzen, denn die erste Mannschaft spielt zeitgleich in Bad Homburg. – Hinspiel: 2:3.

FV Bad Vilbel II: Günes, Attanin, Avan, Ulu, Abdessadki (?), Aljusevic, Reitzammer, Repp, Irfan Köroglu, Haris Sejdovic, Sedat Köroglu, Zulciak, Bodrozic, Jeagel, Nishida, Cetinkaya.

SG Bornheim/GW – SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr): Ex-Profi Daniel Gunkel wird in der zentralen Defensive für den noch drei Spiele gesperrten Patrick Eiwanger beginnen. Das ist laut Markus Beierle die beste Lösung. Fällt beim Gastspiel in Bornheim allerdings auch der zweite Innenverteidiger Andrei Dogot (muskuläre Probleme) aus, kommt der SCD-Coach, der als Co-Trainer ab sofort den Ex-Nieder-Wöllstädter Gökhan Kocatürk an seiner Seite weiß, ins Grübeln: »Dort hätte ich die Wahl zwischen Sebastian Göktas, Maxi Bamberg und Peter Merriman«. Weit weniger Auswahl bietet der Angriff, denn Stefan Ljujic weilt in Urlaub, und Robin Dobios ist erst ab dem ersten April spielberechtigt. »Schade«, meint Beierle, »doch als Team sind wir stark genug, um Ausfälle dieser Art wegzustecken. Das hat die Mannschaft in der Vorrunde oft genug bewiesen.« – Hinspiel: 1:1.

SC Dortelweil: Dittmar (Thies), Arnold, Dogot (?), Gunkel, Göktas, Assheuer, Kahsai Ghebrezghi, Stahl, Bittner, Cholewa, Beljan, Pröckl, Zegai, Bamberg, Merriman.

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