Der TSV Griedel geht mit folgender Mannschaft in seine vierte Saison in der Landesliga Mitta (hinten, v. l.) Trainer Dirk Schwellnus, Jannik Kuhl, Constantin Jantos, Thomas Graßl, Sascha Siek, Nils Siek, Marvin Grieb, Teammanager Jürgen Weiß, (Vorn, v. l.) Dimitri Brunz, Sandro Krüger, Tobias Marx, Pascal Ohrisch, Steffen Roth, Hendrik Krüger, Henri Vogel, Artan Nuradini, Lukas Kipp und Marc-Olaf Kaiser (von Sponsor Zurich Filialdirektion). Es fehlen: Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang Pörschke, Physiotherapeutin Sarah Vogl und Wanja Köhler. FOTO: PV
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Der TSV Griedel geht mit folgender Mannschaft in seine vierte Saison in der Landesliga Mitta (hinten, v. l.) Trainer Dirk Schwellnus, Jannik Kuhl, Constantin Jantos, Thomas Graßl, Sascha Siek, Nils Siek, Marvin Grieb, Teammanager Jürgen Weiß, (Vorn, v. l.) Dimitri Brunz, Sandro Krüger, Tobias Marx, Pascal Ohrisch, Steffen Roth, Hendrik Krüger, Henri Vogel, Artan Nuradini, Lukas Kipp und Marc-Olaf Kaiser (von Sponsor Zurich Filialdirektion). Es fehlen: Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang Pörschke, Physiotherapeutin Sarah Vogl und Wanja Köhler. FOTO: PV

Vor dem Saisonstart

TSV Griedel: Umbruch nach bester Landesliga-Saison

  • vonSascha Kungl
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Der TSV Griedel hat mit Rang sechs in der Vorsaison das beste Ergebnis in der Landesliga eingefahren. Vor der vierten Spielzeit in der Klasse muss das Team aber einen Umbruch verkraften.

Nach den Plätzen acht (2017/18) und sieben (2018/19) beendeten die Männer des TSV Griedel die Saison 2019/20 in der Handball-Landesliga Mitte auf dem sechsten Platz. "Wir haben uns in den vergangenen Spielzeiten auf der Landesliga-Bühne stabilisiert und etabliert", ist Griedels Teammanager Jürgen Weiß stolz auf die Entwicklung seiner Mannschaft. Die Butzbacher Vorstädter zählen mittlerweile zum festen Inventar der Liga und gehen in diesem Jahr in ihre vierte Saison in Folge in Hessens zweithöchster Spielklasse. "Das allein ist in diesen Zeiten schon ein großer Erfolg für einen eigenständigen Verein wie uns", unterstreicht Weiß.

Dabei fanden sich die Griedeler zu Beginn der Vorsaison mit 6:14 Punkten nach zehn Spielen zunächst in der Nähe der Abstiegsplätze wieder. Vor allem in eigener Halle drückte der Schuh - die ersten fünf Heimspiele gingen allesamt verloren. Mit dem Sieg im Wetterau-Derby gegen die TG Friedberg Ende November starteten die Griedeler aber eine sensationelle Siegesserie, die das Team von Trainer Dirk Schwellnus bis auf den sechsten Tabellenplatz führte. In diesem Zeitraum, bis zum coronabedingten Abbruch der Saison, konnte keine andere Mannschaft der Liga mehr Punkte sammeln. Mit 557 Gegentoren stellten die Griedeler zudem die sechstbeste Abwehr der Liga - die beste Bilanz seit vielen Jahren.

TSV Griedel: Kapitän Timm Weiß beendet Laufbahn

"Nach dem Abbruch der Vorsaison im März haben wir eine längere Pause eingelegt und das Mannschaftstraining erst wieder aufgenommen, als die ersten Lockerungen beschlossen waren", erklärt Weiß. Das Gesicht der Griedeler Mannschaft hat sich im Sommer stark verändert. Nach 17 Jahren und 332 Spielen mit über 800 Toren für den TSV hat der langjährige Mannschaftskapitän Timm Weiß seine Laufbahn beendet. Sebastian Dietz, Jan Schepp und Steffen Strasheim spielen in Zukunft in der zweiten Mannschaft. Uwe Bonn wechselte nach über zehn Jahren in Griedel zu seinem Heimatverein zurück, während es Frederic Noll zur HSG Wettertal zog. Marco Pajung legt in der kommenden Saison eine Pause ein, während Romeo Rejab in Zukunft in der Bundesliga-A-Jugend der HSG Wetzlar auf Torejagd geht.

Aus der Griedeler A-Jugend, die in der vergangenen Saison unter Trainer Thomas Ceh die Meisterschaft in der Bezirksoberliga feierte, wechseln Wanja Köhler, Dimitri Brunz und Henri Vogel in den Kader der ersten Mannschaft. Von der Bundesliga-A-Jugend der HSG Wetzlar kommt zudem Thomas Graßl nach Griedel. Die Suche nach einem Kreisläufer haben die Verantwortlichen mit der Verpflichtung des oberligaerfahrenen Pascal Ohrisch von der HSG Pohlheim abgeschlossen. Auch Linkshänder Jannik Kuhl fand im Sommer den Weg nach Griedel. Nach langer Verletzungspause wegen einer Kreuzbandoperation startet Artan Nuradini außerdem sein Comeback.

TSV Griedel: Kader umfasst 14 Feldspieler und zwei Torhüter

"Nachdem der Saisonstart verschoben wurde, war es natürlich schwer, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. In den Vorbereitungsspielen hat die Mannschaft aber gezeigt, dass sie die lange Pause gut überstanden und sich spielerisch weiterentwickelt hat", blickt Weiß der neuen Saison optimistisch entgegen. Trainer Dirk Schwellnus, der in seine dritte Saison als Griedeler Übungsleiter geht, kann auf einen Kader von 14 Feldspielern und zwei Torhütern zurückgreifen. Die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern stimmt.

"Viel wird darauf ankommen, wie die Mannschaft nach der langen Pause aus den Startlöchern kommt. Aufgrund der derzeitigen Situation wird die Saison eine der schwierigsten Spielzeiten, die ich als Trainer bisher erlebt habe. Ich hoffe, dass die Runde zu Ende gespielt werden kann und am Schluss ein für alle gerechtes Ergebnis dabei herauskommt", sagt Trainer Schwellnus. "Nach den Abgängen von Timm Weiß, Jan Schepp, Sebastian Dietz, Steffen Strasheim und Frederic Noll haben wir uns punktuell verstärkt. Spielerisch sehe ich uns auf einem sehr guten Niveau, sodass wir durchaus in der Lage sind, mit jeder Mannschaft der Liga mithalten zu können. Der schwierigste Gegner sind wir oft selbst - haben wir uns im Griff, können wir einiges vollbringen."

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