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Marvin Grieb (rechts, TSV Griedel) lässt Sören Deimer von der HSG Linden nicht zum Wurf kommen.

Handball

TSV Griedel nutzt die Überzahl zum Sieg

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Der TSV Griedel behält in der Handball-Landesliga mit 22:21 die Oberhand bei der HSG Linden. Dabei profitieren die Wetterauer vor allem von einer Überzahlsituation am Ende der Partie.

(mro). Das war ein Start nach Maß für den TSV Griedel in der Handball-Landesliga Mitte. In einer spannenden Partie konnten sich die Wetterauer zum Auftakt bei der personell stark eingeschränkten HSG Linden mit 22:21 (13:11) durchsetzen. Aufseiten der Gastgeber fehlten der erkrankte Kevin Stöhr sowie die Langzeitverletzten Lukas Walter, Jannik Andermann und Julian Weber.

Dennoch startete das neu formierte Heimteam gut und ging schnell durch Jannis Wrackmeyer mit 4:0 in Front. Griedel, ohne den erkrankten Trainer Dirk Schwellnuss angereist, reagierte mit einer Auszeit, nach der die Wetterauer besser ins Spiel fanden. "Am Anfang hat man die Nervosität gemerkt. Dann haben wir ein bisschen was umgestellt", verriet Timm Weiß, der als Spielertrainer aufseiten des TSV fungierte. Denn nicht nur, dass die Gäste nun in der Deckung in einer 5:1-Formation agierten, es war auch deutlich mehr Aggressivität zu sehen. Da Griedel zudem im Angriff nun mehr Tiefe hatte, konnte man zunächst auf 6:8 durch TSV-Linksaußen Sascha Siek verkürzen und in der 25. Minute erstmals auch in Führung gehen, als Sandro Krüger per Tempogegenstoß erfolgreich war. Und da im Lindener Angriffsspiel noch einige Abstimmungsprobleme zu sehen waren, konnte der TSV sogar auf 16:13 kurz nach der Pause erhöhen.

Doch die Gastgeberdeckung stabilisierte sich nun deutlich, sodass der neue Kapitän Tobias Mühlhans, der sich trotz Krankheit in den Dienst der Mannschaft stellte, in der 40. Minute zum 16:16 ausgleichen konnte. Weiter dominierten nun die Deckungsreihen, und Michel Vogel brachte die HSG Linden in der zweiten Welle wieder mit 19:18 nach vorne.

Sascha Siek mit elf Toren

"Am Ende haben wir dann ein paar Fehler zu viel gemacht. Das ist ein Lernprozess für unsere junge Mannschaft", erklärte Linden-Coach Mario Weber, während Timm Weiß froh bilanzierte: "Wir sind am Ende cool geblieben." Die Gäste nutzten ihre Überzahl durch eine Strafzeit gegen Tobias Mühlhans, um die Begegnung durch den elffachen Torschützen Sascha Siek zum 22:21-Sieg zu drehen.

HSG Linden: Genger, Laudt; Rüdesheim, Müller (1), Mühlhans (5), Vogel (1), Wrackmeyer (4), Deimer (3/3), Piesch (1), Wallwaey (2), Höhn (4), Laun.

TSV Griedel: Pajung, Krüger; Sascha Siek (11/5), Strasheim, Grieb (1), Nils Siek (3), Kipp, Jantos, Brunz, Schepp (1), Noll (1), Krüger (5), Weiß, Dietz.

Stenogramm: SR: Hoffelner/Siedel (Bensheim/Auerbach). - Zu.: 200. - Zeitstrafen: 6:4 Minuten. - Siebenmeter: 4/3:6/5.

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