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Der TSV Griedel vor der Saison: (hinten, v. l.) Josina Heisiph, Luisa Hickel, Michelle Mueller, Anna Dietz, Jacqueline Schmitt, Laura Brueck; (Mitte v. l.) Physiotherapeutin Vanessa Wolf, Mannschaftsverantwortliche Finja Christiansen, Licia Heister, Co-Trainerin Katja Weissenfels, Trainer Martin Schmitt; (vorne v. l.) Julia Krombach, Lena Wawrzinek, Katharina Fina, Gianna Gros, Sara Lobesang, Lisa Frank, Franziska Freitag. Es fehlen: Annette Siek, Jasmin Scheffer, Juliane Wagner, Sophie Scheibel und Gianna Froehlich.

Handball

TSV Griedel: Neue Gesichter für ein neues Gesicht

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Großer Umbruch bei den Landesliga-Frauen des TSV Griedel. Vor allem bei einem anderen heimischen Verein ist man mehrfach fündig geworden. Das Ziel für die Saison ist klar.

Einer der sehnlichsten Wünsche eines Trainers im Mannschaftssport ist es, eine Mannschaft nach seiner eigenen Vorstellung zusammenzustellen und zu formen. Und dies idealerweise ungezwungen und mit der dafür notwendigen Zeit.

Nachdem die Landesliga-Frauen des TSV Griedel in der vergangenen Saison das Ziel Klassenerhalt erreicht haben und kollektives Durchatmen angesagt war, wartete auf Trainer Martin Schmitt jede Menge Arbeit. Und zwar die, seiner Mannschaft gezwungenermaßen ein neues Gesicht zu geben. Gleich fünf Spielerinnen erklärten aus unterschiedlichen Gründen, in der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Darunter mit Torfrau Pauline Wicke sowie Katarina und Madelene Dietz Eckpfeiler der Mannschaft. "Besonders diese Abgänge schmerzten und reißen eine große Lücke", bedauerte Schmitt.

Er steckte den Kopf jedoch nicht in den Sand, sondern machte sich auf die Suche nach neuen Spielerinnen, um die Mannschaft wieder wettbewerbsfähig aufzustellen. Getreu dem Motto: "Das Glück liegt näher als man denkt", überzeugte er sechs Frauen aus benachbarten Vereinen davon, nach Griedel zu wechseln. Vor allem in Mörlen wurde er fündig. Anna Dietz, Luisa Hickel und Juliane Wagner entschieden sich dafür, ihrer HSG den Rücken zu kehren und zum TSV zu wechseln. Ein weiterer Neuzugang, Sophie Scheibel, kommt zwar von der HSG Vortaunus, ihr Wurzeln liegen jedoch auch in Mörlen. Des Weiteren kommt mit Giana Fröhlich noch eine Torfrau von der HSG K/P/G/Butzbach und mit Katharina Fina, von der TSG Leihgestern, wird das Sextett vervollständigt.

Mit einer neu formierten Mannschaft startete Schmitt in die Vorbereitung auf die neue Runde. Die Stimmung war von Beginn an sehr gut. Die "alten" Kräfte im Team freuten sich über die Neuzugänge, die sowohl qualitativ als auch quantitativ ein höheres Trainingsniveau ermöglichen. "Von Beginn an wurde effektiver trainiert. Alle waren engagiert bei der Sache und wir liegen im Plansoll", freut sich Schmitt. Vor allem das Trainingslager im August führte zu einer handballerischen Weiterentwicklung und trug nachhaltig dazu bei, das Team zusammen wachsen zu lassen. "Wir haben es geschafft sechs Neuzugänge zu uns zu lotsen, die sicher alle sofort eine gute Rolle spielen", zog Schmitt danach ein Zwischenfazit und hofft, die Belastung besser verteilen zu können, um im Rundenverlauf keinen Substanzverlust zu erleiden, wie es in der vergangenen Saison geschehen war.

In Griedel wird erwartet, dass sich die Liga erneut zweigeteilt präsentiert. Eibelshausen, Wiesbaden und Leihgestern werden die Meisterschaft unter sich ausmachen, dessen ist man sich im Butzbacher Stadtteil sicher. Der Rest der Liga, von denen jeder jeden schlagen kann, wird gegen den Abstieg spielen. Hinter den drei Meisterschaftsfavoriten sollte sich jedoch ein kleines Mittelfeld ohne Abstiegsnöte heraus kristallisieren. Es erscheint zumindest möglich, dass sich in diesem Mittelfeld die Frauen des TSV Griedel befinden. Dann wird sich auch die Wahrnehmung und der Stellenwert der Frauen Landesliga ändern und beim TSV zu einer größeren Zuschauerzahl führen.

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