Daniel Müller war mit vier Treffern noch der erfolgreichste Griedeler Torschütze.
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Daniel Müller war mit vier Treffern noch der erfolgreichste Griedeler Torschütze.

Griedel kurz vor dem Abstieg

(kun/mw) Unschönes Saisonende für die Landesliga-Handballer des TSV Griedel; Mit einer deutlichen 26:32 (12:13)-Heimniederlage im Bezirksderby gegen die MSG Linden haben sich die Schützlinge von Trainer Ergün Sahin aus der Spielzeit 2013/14 verabschiedet. Nach einer enttäuschenden Leistung stehen die Butzbacher Vorstädter damit kurz vor dem Abstieg aus der Landesliga Mitte.

Der Tabellenzwölfte aus Nied unterlag zwar zeitgleich in Dotzheim, hat aber im Gegensatz zu den Griedelern noch eine Partie zu bestreiten – und zwar gegen den Tabellenletzten Eddersheim, der bereits abgestiegen sind. Nied reicht aufgrund des besseren direkten Vergleichs gegen Griedel bereits ein Remis.

»Mit einem Sieg hätten wir für klare Verhältnisse sorgen können, gegen Linden ist die Mannschaft aber vieles schuldig geblieben. Wieder einmal hat sich gezeigt, wie wichtig Ziad Rejab, der nach zehn Minuten wegen einer schweren Schulterverletzung ausgefallen ist, für unser Spiel ist«, konstatierte ein enttäuschter Griedeler Teammanager Jürgen Weiß nach der Partie.

Besonders in der ersten Spielhälfte nutzten die Hausherren ihre Chancen im Angriff zu selten konsequent aus. »Zu wenige Spieler haben mit der notwendigen Hingabe gespielt, die in solch einer wichtigen Begegnung nötig gewesen wäre. Einzig Torhüter Lars Hilbert hat sich mit einer starken Leistung gegen die Niederlage gestemmt«, musste Weiß anerkennen. Nicht der abstiegsgefährdete TSV, sondern die Gäste, für die es in diesem Spiel um nichts mehr ging, zeigten die Einstellung, die viele Griedeler Zuschauer von ihrem Team erwartet hätten.

Nach einem ausgeglichenen Beginn sorgte Routinier Ziad Rejab vom Siebenmeterpunkt für die 5:3-Führung der Hausherren. Nach dem 5:5-Ausgleichstreffer in der 14. Minute brachten Marvin Grieb und Lukas Kipp den TSV Griedel noch einmal mit zwei Toren in Front (7:5). Mit drei Treffern in Serie drehten die Besucher aus Linden das Spiel in der Folge zu ihren Gunsten und konnten diesen knappen Vorsprung bis zur Halbzeitpause behaupten.

Auch in die zweite Spielhälfte starteten die Gäste zunächst besser und gingen bereits nach drei Minuten mit drei Toren in Führung. Nach Treffern von Simon Lingenberg und Leo Görlach war der TSV Griedel beim 16:17 zwar wieder im Spiel und lag auch beim 22:23 nur mit einem Tor im Hintertreffen, in der Folge hatten die Sahin-Schützlinge jedoch nichts mehr zuzusetzen – Linden setzte sich spielentscheidend auf 22:28 ab. Am nächsten Wochenende müssen die spielfreien Griedeler nun um den elften Tabellenplatz und den damit verbundenen Klassenerhalt zittern.

Vor dem Spiel verabschiedeten Griedels Männerwart Jürgen Weiß und der erste Vorsitzende des Vereins, Rainer Hachenburger, die Spieler Moritz Bambey, Björn Finholdt und Heinz-Helmut Bender. Unter großem Beifall wurde auch Torwart Tobias Kresse, der wegen seiner schweren Krankheit nicht mehr spielen kann, im Kreise seiner Mannschaft verabschiedet.

TSV Griedel: Bonn, Hilbert; Rejab (2/2), Müller (4/2), Weiß (2), Scheurich (2), Bambey (4), Grieb (1), Lingenberg (1), Kipp (3), Görlach (3), Hafer (1), Strasheim, Krüger (3).

MSG Linden: Rocksien, Kaiser; Nober (3), Melle (2), Schuchmann (8/3), Weigelt (5/1), Walter (7), Müll (1), Zörb, Deimer (2), Meilinger (1), Andermann (1), Jung (2).

Steno: Schiedsrichter: Hoffelner/Krell (Oberhessen/Kinzigtal). – Zeitstrafen: 12:16 Minuten. – Siebenmeter: 6/4:5/4. – Zu.: 300.

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