Griedel fehlen bei Niederlage in Wiesbaden "nur Nuancen"

  • schließen

(kun). Ein starker Auftritt wird nicht belohnt: In der Handball-Landesliga Mitte mussten die Frauen des TSV Griedel am 17. Spieltag trotz einer guten Leistung eine knappe 25:27 (12:15)-Niederlage bei der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden hinnehmen.

"Für den Auftritt meiner Mannschaft bin ich trotz der Niederlage voll des Lobes. Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt, hatten mit Sandra Hahn und Jasmin Scheffer zwei bärenstarke Torhüterinnen zwischen den Pfosten und mit Lena Wawrzinek eine herausragende Akteurin auf dem Parkett, die über die gesamte Spieldauer eine Galavorstellung abgeliefert hat. Unter dem Strich haben uns nur Nuancen gefehlt, um etwas Zählbares mitzunehmen", konstatierte Griedels Trainer Martin Schmitt nach der Partie vor 90 Zuschauern gegen den Tabellenvierten. "Am Ende hat die individuelle Klasse von Annika Hermenau, Oana Ciorba und Magda Werer, die allesamt bereits höherklassig gespielt haben, den Unterschied ausgemacht. Auch weil wir es verpasst haben, in den entscheidenden Momenten der Partie noch konsequenter zu sein."

Hermenau zu stark

Nach der frühen Griedeler 2:0-Führung durch Wawrzinek und Dietz hatten die Gastgeberinnen die Partie beim 3:2 durch Werer nach acht Minuten erstmals zu ihren Gunsten gedreht. Über die Stationen 8:6 (14.) und 12:10 (21.) setzten sich die Wiesbadenerinnen zur Pause mit drei Toren ab (15:12). Nachdem die HSG ihr Polster beim 20:15 in der 38. Minute auf fünf Treffer ausgebaut hatte, kamen die Griedelerinnen beim 21:23 in der 52. Minute noch einmal bis auf zwei Tore an die Landeshauptstädterinnen heran. "In der Schlussphase haben wir von einer 6:0-Abwehr auf eine 5:1-Deckung umgestellt und anschließend Annika Hermenau in Manndeckung genommen. Trotzdem hat sie aufgrund ihrer großen Qualität die letzten drei Treffer der Partie erzielt und dabei noch eine Zeitstrafe gegen uns gezogen", musste Schmitt die individuelle Klasse der ehemaligen Bundesligaspielerin anerkennen, die letztlich entscheidend für die Griedeler Niederlage war.

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden: Weis, Latsch; Günther (1), Renz (3), Wagner (2), Ciorba (3), Soukupova (4), Sulejmani (1), Michel (1), Hermenau (7/4), Werer (3), Hampel (2).

TSV Griedel: Hahn, Scheffer; Wawrzinek (9), Wagner (2), Krombach, Scheibel, Gros, Schmitt (1), Brück, Fina, Siek (4), Frank (6/6), Dietz (3).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Kästner/Paul (Neuenhain/Altenhain).- Zuschauer: 90. - Zeitstrafen: 4:2 Minuten. - Siebenmeter: 4/4:6/6.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare