Julian Dudda von Türk Gücü Friedberg (r.) hält sich in dieser Szene Baunatals Nico Möller vom Leib, das Spiel hatte am Ende aber keinen Sieger. FOTO: JAUX

Fußball-Hessenliga

Glücklicher Punktgewinn für Türk Gücü Friedberg

  • Uwe Born
    vonUwe Born
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Drittes Spiel in Folge ohne Sieg für Türk Gücü Friedberg. Nach dem Heimspiel gegen den KSV Baunatal muss der Hessenligist mit dem Punkt aber zufrieden sein.

Bleiben die Fußballer des heimischen Hessenligisten Türk Gücü Friedberg in der Spitzengruppe eine feste Größe, oder müssen TG-Coach Carsten Weber und seine Mannschaft in Zukunft kleinere Brötchen backen? Exakt diese Frage stand seitens der Kreisstädter am Sonntagnachmittag vor dem Heimspiel gegen den bis dato Tabellenletzten KSV Baunatal im Raum, zumal zwei Auswärtsniederlagen bei Rot-Weiß Walldorf und beim SC Waldgirmes den mit fünf Seriensiegen fulminant gestarteten Türk-Gücü-Express ein wenig ins Schlingern gebracht hatten. Angesichts des torlosen Remis, das gegen die Nordhessen auf dem Sportplatz Eisenkrain unterm Strich zu Buche stand, muss die Antwort wohl vertagt werden.

Fakt war aber auch: Das Unentschieden darf aus Friedberger Sicht getrost als glücklicher Punktgewinn gewertet werden, denn wenn die Partie einen Sieger verdient gehabt hätte, dann wäre es die Truppe von Baunatals Trainer Tobias Nebe gewesen. "Die Mannschaft hat zwar alles gegeben und gut gegen den Ball gearbeitet, aber insgesamt war das speziell in der Offensive wohl zu wenig. Unser Keeper Felix Koob erwischte einen Sahnetag, sonst wäre die erste Heimniederlage fällig gewesen", gab der TGF-Übungsleiter Weber ehrlich zu und lag damit auf einer Linie mit dem Gäste-Coach, dem die Chancenverwertung seines Teams überhaupt nicht gefiel: "Das ist nichts Neues für mich und die Ursache, weshalb wir im Gesamtklassement so weit hinten rangieren."

Türk Gücü Friedberg: "Teufelskerl" Felix Koob erwischt im Tor "einen Sahnetag"

Ohne den angeschlagenen Torjäger Noah Michel blieben Türk-Gücü-Gelegenheiten von Format durchgehend Mangelware und beschränkten sich im Grunde genommen auf zwei Kopfbälle von Julian Dudda nach Patrick Schorrs Hereingabe (40./drüber) und Yilmaz Kilic (70./Bielert klärte zur Ecke). Baunataler Angriffsaktionen waren aus ganz anderem Holz geschnitzt: Bereits vor der Pause scheiterten Nico Möller (10.), Patrick Krengel (33.) und Felix Schäfer (42.) an "Teufelskerl" Koob, und auch in den zweiten 45 Minuten - speziell in der Schlussviertelstunde - hechtete der Friedberger Torwart gegen Möller, Rolf Sattorov und Manuel Pforr von einer Ecke in die andere, um wenigstens den Teilerfolg über die Zeit zu retten. Glück gesellte sich hinzu: So geschehen in der 73. Minute, als Sattorov einen von Yilmaz Kilic (bekam dafür "Gelb-Rot") an Dino Kardovic verursachten Strafstoß an den linken Pfosten setzte, und in der 86. Minute: Julian Berninger Bosshammers Kopfball touchierte lediglich den Außenpfosten.

Türk Gücü Friedberg: Koob - Jan-Philipp Häuser, Weigand, Dudda, Schorr - Eren (82. Usic), Tahirovic (68. Janis Häuser), Hagley, Kilic - Lee (63. Biber), Printemps.

KSV Baunatal: Bielert - Krengel, Blahout, Borgardt, Berninger-Bosshammer - Springer (73. Gül), Fatih Üstün (68. Kardovic), Schäfer, Möller - Pforr, Sattorov.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Alessandro Scotece (Walldorf). - Zuschauer: 120. - Tore: Fehlanzeige. - Gelb-Rote Karte: Kilic (73./Foulspiel).

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