Für Headcoach Sebastian Gleim und die Fraport Skyliners Frankfurt geht es am Samstagabend gegen Ludwigsburg. FOTO: IMAGO
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Für Headcoach Sebastian Gleim und die Fraport Skyliners Frankfurt geht es am Samstagabend gegen Ludwigsburg. FOTO: IMAGO

Gleim: "Wir müssen positiv bleiben"

  • vonred Redaktion
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(tim). Erster Saisonsieg am vergangenen Wochenende, ein Abgang und ein alter Bekannter als Neuzugang unter der Woche - bei Basketball-Bundesligist Fraport Skyliners Frankfurt ist zurzeit einiges los. Vor dem Spiel am Samstag (18 Uhr) gegen die MHP Riesen Ludwigsburg erklärt Trainer Sebastian Gleim im Interview die Hintergründe.

Herr Gleim, kürzlich wurde der Vertrag mit Emmanuel Lecomte aufgelöst. Warum hat man jetzt erst gemerkt, dass es nicht passt?

Lecomte war der einzige Spieler, der im Sommer in Europa in Zugverbindungsnähe war und der in einen offenen Tryout-Vertrag gegangen ist. Die ersten sechs Wochen waren von seinem Verhalten her völlig in Ordnung, danach sind Dinge vorgefallen, die nicht gut für die Team-Chemie waren. Deshalb haben wir den Vertrag aufgelöst. Es geht um die Fraport Skyliners und unsere Mannschaft - nicht um einzelne Spieler.

Bei der Suche nach einem Ersatz sind Sie in Joe Rahon, der bereits vergangene Saison in Frankfurt gespielt hat, fündig geworden. Warum haben Sie sich für ihn entschieden?

Wir glauben, dass es für uns in der jetzigen Situation eine sehr gute Lösung ist, weil Joe unsere Systeme kennt. Wir haben mit Jon-Axel Gudmundsson in dieser Saison den besseren Combo-Guard als mit Lamont Jones. Wir haben mit Matt Mobley einen besseren Scorer als Rookie Matt McQuaid. Wir haben mit Kons-tantin Konga einen besseren Pointguard-Backup als Daniel Schmidt. Und mit Len Schoormann einen anderen Spielertyp als Akeem Vargas.

Was bedeutet das für Joe Rahon?

Konsti und Len können Joe in verschiedensten Bereichen unterstützen, sodass er in dieser Konstellation besser funktionieren kann als im letzten Jahr. Joe ist ein Spieler, der teamorientiert ist, der andere Spieler auf ein besseres Level bringt. Es geht darum, dass wir Lösungen finden, wie wir als Mannschaft besser werden. Und es geht primär darum, in der Liga zu bleiben. Dabei wird uns Joe helfen.

Gibt es die Möglichkeit anstelle von Richard Freudenberg oder Bruno Vrcic, die beide noch länger ausfallen, jemanden zusätzlich zu verpflichten?

Wir schauen stetig auf dem Markt, ob es Optionen gibt, die die Ausfälle der beiden zu kompensieren.

Geschäftsführer Gunnar Wöbke hat den Klassenerhalt als Ziel ausgerufen. Ist die Teamstärke letztlich im unteren Drittel der Liga anzusiedeln?

Der Klassenerhalt hat aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation für uns absolute Priorität. Grundsätzlich möchte man immer mehr erreichen. Ich glaube, wir können den Klassenerhalt frühzeitig und nicht erst drei Spieltage vor Ende der Runde sichern, wenn wir uns weiterentwickeln, gesund bleiben und nicht in Quarantäne müssen. Wir müssen uns bewusst sein, egal wie wir fighten und kämpfen, dass es manchmal nicht reicht - so wie gegen München. Da kann uns keiner vorwerfen, dass wir nicht alles versucht haben. Das müssen wir immer tun, dann werden wir uns belohnen - auch gegen stärkere Teams.

Was wird in den kommenden Wochen neben der Gesundheit das Wichtigste sein?

Es kommen jetzt enorm viele Spiele auf uns zu. Es wird sehr wichtig sein, dass wir mit viel Selbstbewusstsein und mental stark in diese Phase gehen. Für die Spieler ist es sehr ungewohnt, nur zwischen Halle und Wohnung zu pendeln. Wir müssen positiv bleiben und wollen möglichst viele Spiele gewinnen.

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