Gießener Hoffnungsschimmer

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(sks/gae). Nach Siegen über Chemnitz am Freitag und Rasta Vechta (100:82) am Sonntagabend lebt die minimale Hoffnung der Gießen 46ers auf den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga. »Die Hoffnung stirbt zuletzt«, hatte Hallensprecher Carsten Schäfer vor dem Spiel über das Hallenmikrofon verkündet. Aufgrund der schlechten Ausgangssituation gilt für die 46ers das Motto:

verlieren verboten. Sowohl gegen Chemnitz als auch gegen Vechta spielte die Mannschaft aber nicht wie ein Absteiger. Rasta steht derweil als solcher fest.

Mit Ausnahme eines 2:4-Rückstands in der zweiten Minute lag Gießen gegen die Niedersachsen stets in Führung. Am Ende scorten gleich sechs Spieler zweistellig, darunter die Eigengewächse Allen Pjanic und Bjarne Kraushaar. Letzterer legte in elf Minuten Einsatzzeit 13 Zähler aufs Parkett und zeigte damit eine seiner besten Saisonleistungen.

Die 46ers kämpfen aber an mehreren Fronten und haben ihr Schicksal nicht mehr in der Hand. Während sich die Osthalle am Sonntag leerte, kam es parallel bei den Konkurrenten aus Weißenfels und Würzburg zum Sprungball. Beide Teams unterlagen deutlich - und halten die Gießener Hoffnung am Leben. Die Mittelhessen müssen aber sowohl gegen Bamberg am Dienstag als auch am Sonntag gegen Braunschweig gewinnen. Entweder der MBC oder Würzburg dürfen zudem kein Spiel mehr für sich entscheiden.

Daneben gibt es noch eine vierte Front. Bayer Leverkusen sicherte sich am Sonntag das sportliche Aufstiegsrecht in die BBL, hat aber keine Lizenz beantragt. Der Verein kann den Mindestetat nicht aufbringen. Die Gießener Noch-Geschäftsführer Michael Koch und Stefan Dehler wollen zunächst abwarten, ob die 46ers den Nicht-Abstieg noch sportlich sichern. Befragt nach der Möglichkeit einer Wildcard (Kosten: 700 000 Euro) wägen beide ab. Es gelte auszuloten, ob eine Wildcard finanziell mehr Sinn macht als eine Konsolidierung in der ProA.

Beim deutlichen 95:71 (62:37)-Sieg in Chemnitz spielte Isaac Hamilton groß auf und avancierte mit 26 Punkten zum Topscorer der Partie. Scottie James Jr. ragte ebenfalls aus dem homogenen Team heraus und legte ein Double-Double auf.

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