Gießen zündet Turbo im Endspurt

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(gae). Der Funke Hoffnung glimmt weiter! Die Gießen 46ers haben sich die Chance auf den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga bewahrt. Das vom Samstag-Coup gegen die Bayern beflügelte Team von Trainer Rolf Scholz hat nach der nächsten Überraschung in Göttingen nur noch zwei Zähler Rückstand auf den Mitteldeutschen BC, der als 16. den ersten Nichtabstiegsplatz einnimmt.

Der vor allem in dieser Höhe nicht erwartete 98:79-Erfolg am Mittwochabend bei der BG war eine absolute Willensleistung der Gießener. Zwar sind es immer noch zwei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer, und der MBC verfügt über den besseren direkten Vergleich aus Hin- und Rückspiel gegen die 46ers. Aber es scheint so, als würde die Scholz-Truppe im Endspurt um die sportliche Existenz noch mal den Turbo zünden können.

Der 46ers-Coach hatte immer wieder betont, dass erst am Ende abgerechnet wird. »Solange es rechnerisch noch möglich ist, glauben wir an den Klassenerhalt.« Wie sein Team, das ohne Brandon Bowman auskommen musste. Der Routinier hat sich den Daumen gebrochen. Wie Scholz betonte, habe die medizinische Abteilung signalisiert, dass es für den Allrounder nicht das Saisonende sei. Der Coach geht davon aus, dass Bowman bald wieder spielen kann. Mit einer Pause von mindestens drei Wochen wird gerechnet.

Scholz verzichtete in Göttingen - wie gegen die Bayern - auf den etatmäßigen Pointguard Jonathan Stark in der Startaufstellung, dagegen rutschte Ferdinand Zylka in die erste Fünf - eine Belohnung für sein couragiertes Auftreten gegen München. Und er bedankte sich für das Vertrauen mit einer tollen Leistung und avancierte mit 23 Punkten zum Topscorer. »Es hat alles gepasst. Im dritten Viertel waren wir im Flow, das Team hatte zusammen Spaß - und wir haben uns gepusht«, sagte ein zufriedener Zylka. Aber er warnte auch: »Mit den letzten beiden Siegen ist noch nichts erreicht.«

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