KS_20210313_sky_011_1403_4c_1
+
Auf sich alleine gestellt ist in dieser Szene John Bryant (M.) von den Gießen 46ers Hier wird er von Matt Mobley (hinten) und Len Schoormann (r.) hart attackiert.

Gießen verliert Hessen-Derby

  • vonRedaktion
    schließen

(kus). Die Gießen 46ers waren am Samstagabend so dicht dran - doch am Ende hat es nicht ganz gereicht. Bjarne Kraushaar hatte drei Sekunden vor dem Ende die Chance, die 46ers in die Verlängerung zu bringen, doch sein Dreier traf nur den Ring, der Rebound landete bei den Skyliners Frankfurt. Das war’s. Die 79:82-Niederlage im Hessen-Derby stand für die Gießener fest.

Die Mittelhessen zeigten sich im Vergleich zu den vorangegangenen Partien deutlich verbessert. Sie kämpften, sie rackerten - und sie hatten den überragenden Mann des Derbys in ihren Reihen: Center John Bryant, der am Ende auf 31 Punkte, neun Rebound und fünf Blocks kam.

Doch das reichte nicht zum Sieg für sein Team, und so sind die 46ers dem Abgrund wieder ein Stück näher gekommen. Nach dem Sieg von Rasta Vechta gegen Ulm sind die Gießener wieder Tabellenletzter. »Wir haben es über weite Strecken sehr ordentlich gemacht und das Spiel offen gehalten. Aber mit 18 Ballverlusten haben wir uns das Leben selber schwer gemacht«, bilanzierte 46ers-Trainer Rolf Scholz: »Am Ende haben die Frankfurter Schützen, die wir vor allem in der ersten Halbzeit gut verteidigt haben, schwere Würfe getroffen. Daher hat Frankfurt dann auch verdient gewonnen.«

20:6-Führung

Die Mittelhessen starten furios in die Partie, spielten zunächst ihre körperlichen Vorteile aus und fanden immer wieder Bryant, der allein im ersten Viertel zwölf Punkte erzielte und großen Anteil an der frühen 20:6-Führung (6.) der 46ers hatte. Doch nach dem 20:10 nach dem ersten Viertel ging es nicht ganz so spektakulär weiter. Die Frankfurter bissen sich nach und nach ins Derby, steigerten sich in der Defensive und legten einen 18:2-Lauf aufs Parkett - der 18-jährige Len Schoormann brachte die Skyliners mit 24:22 nach vorn. Auszeit Gießen.

Mit zwei ganz weiten Dreiern zum 28:24 hielt Giante Garrett dagegen, wenig später traf Kapitän Brandon Thomas nach zwei punktlosen Begegnungen endlich wieder - per Dreier erzielte er die 33:27-Führung (18.) der 46ers, die sich in der ersten Hälfte insgesamt aber wieder zu viele unnötige Ballverluste leisteten. Gleich zehnmal schenkten sie in den ersten 20 Minuten die Kugel her. Nach einem feinen Dunk von Scottie James gingen die Gießener dennoch mit einem 35:32-Vorsprung in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel lieferte sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Nach sieben Punkten in Folge von Matt Mobley, für den am Ende 21 Zähler, sieben Rebounds und achte Ballverluste in der Statistik standen, gingen die Skyliners mit 46:42 (24.) in Führung, doch Thomas drehte wenig später die Partie für die Gießener (58:53, 28.). Per Dreier sorgte schließelich Alen Pjanic für einen 61:58-Vorsprung der 46ers vor dem Schlussviertel.

Kraushaar-Wurf verfehlt den Korb

Und das sollte es in sich haben. Nach fünf weiteren Bryant-Punkten und einem Dreier von Diante Garrett lagen die Gäste mit 69:63 (34.) vorn und zwangen Skyliners-Coach Sebastian Gleim zu seiner zweiten Auszeit innerhalb von drei Minuten. Doch die Frankfurter kamen zurück, mit einem 11:2-Lauf holten sie sich die Führung zurück (74:71). Garrett stellte per Dreier knapp zwei Minuten vor dem Ende auf 77:77, Mobley konterte per Dreier zum 80:77 für die Frankfurter. 46 Sekunden vor dem Ende verkürzte Bryant am Brett auf 79:80. Doch Skyliners-Center Michael Kessens legte 26 Sekunden vor Schluss zum 82:79 ab.

Ein Dreier musste für die 46ers also her, um eine Verlängerung zu erzwingen. Garrett brachte den Ball, suchte Optionen, fand sie aber nicht. Er passte schließlich zu dem in der Ecke freistehenden Kraushaar, der bis dahin noch punktlos geblieben war und nicht als Dreier-Spezialist gilt. Er drückte ab, doch sein Schuss verpasste das Ziel.

Nach zwei deutlichen Niederlagen blieb die Steigerung der 46ers unbelohnt, was auch daran lag, dass vermeintliche Leistungsträger wie Jonathan Stark, Brandon Bowman oder Thomas nicht ihre Leistungsgrenze erreichten.

Frankfurt: Mobley (21), Robertson (16), Kessens (14), Gudmundsson (10), Rahon (7), Moore (6), Schoormann (5), Murphy (3).

Gießen: Bryant (31/4 Dreier, 9 Rebounds, 5 Blocks), Garrett (17/4, 2 Assists, 4 Ballverluste), James (10, 4 Rebounds, 4 Assists), Pjanic (7/1), Stark (5/1, 4 Assists, 3 Ballverluste), Thomas (5/1), Bowman (4).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare