Basketball

Gießen unterliegt im Kellerduell

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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(cso). Mit gemischten Gefühlen dürften die Gießen 46ers die Heimreise aus Niedersachsen angetreten haben. In Sachen Ergebnis hatte sich die Mannschaft von Trainer Rolf Scholz am Samstag bei Rasta Vechta weit mehr erhofft als eine 84:97-Niederlage, die den Traditionsverein von der Lahn wieder an das Tabellenende beförderte. Mut machte derweil der Auftritt von Chad Brown. Der Neuzugang deutete mit zwei Alley-oops und zwei gewaltigen Blocks an, dass er offensiv wie defensiv eine Verstärkung sein kann. Dennoch merkte man ihm und dem ebenfalls frisch verpflichteten John Bryant an, dass noch nicht jedes Rädchen ins andere greift. »Bei beiden hat man gemerkt, dass sie noch nicht vollends integriert sind. Aber das ist beim ersten bzw. zweiten Spiel völlig normal«, relativierte Scholz.

Nur im ersten Viertel lag Gießen immer mal wieder knapp vorne und hielt die Partie beim 5:2 (2.), 12:11 (7.) und 19:18 (10.) auf jeden Fall ausgeglichen. Im zweiten Abschnitt wurden die Gastgeber stärker und zogen - angetrieben von Topscorer Jean Salumu - bis auf 41:30 (17.) davon. 46ers-Spielmacher Jonathan Stark mit zwei Treffern jenseits der 6,75-Meter-Linie sowie Brown mit seinem Dunking hatten dann großen Anteil am Gießener Ausgleich (41:41/20.). In die Pause ging es mit einer 43:41-Führung für Rasta.

Direkt nach Wiederbeginn verschliefen die 46ers die Anfangsphase und lagen nach nur zwei gespielten Minuten erneut mit zehn Zählern zurück (41:51/22.). Stark hielt sein Team zwar irgendwie im Spiel, aber andere Unaufmerksamkeiten ebneten den Hausherren den Weg. So leistete sich Alen Pjanic ein unsportliches Foul gegen Salumu und verlor wenig später leichtsinnig den Ball an Jordan Barnett, der es per Dunking krachen ließ. Zum Viertelende lag Vechta 69:55 vorne. Der Ex-Gießener Barnett legte zu Beginn des Schlussabschnitts per Dreier nach. So war beim 72:55 (31.) die höchste Rasta-Führung aktenkundig.

Näher als auf 76:83 (36.) kamen die Gäste im vierten Quarter nicht mehr heran. Immer hatten die Norddeutschen eine passende Antwort parat und brachten das Spiel am Ende locker nach Hause.

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