Gießen sportlich limitiert

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(sks). Das erste öffentliche Spiel nach 18 Monaten war für die Fans der Gießen 46ers ein emotionaler Höhenflug. Beim 64:84-Test über Heidelberg wurden die sportlichen Baustellen aber deutlich.

18 Monate, vier Tage und - mit etwas Wohlwollen - sechs Stunden nach dem letzten Punktspiel der Gießen 46ers vor vollen Rängen kehrte am Samstag bei der Basketball-Test-Partie gegen Heidelberg Teilnormalität zurück in die Sporthalle Ost. 250 Zuschauern war erstmals seit Ausbruch der Pandemie wieder Einlass gewährt worden.

»Es war so ein gutes Gefühl für die gesamte Mannschaft. Die Geräusche, die Stimmung, die Leidenschaft, das hat natürlich gefehlt«, zeigte sich 46ers.Trainer Pete Strobl nach dem Spiel dankbar.

Er knüpfte daran aber zugleich auch die Hoffnung, diese Emotionen zeitnah durch adäquate Leistungen auf dem Parkett zurückzahlen zu können.

Dort nämlich zeigten die dezimierten 46ers noch Luft nach oben. Ohne die verletzten potenziellen Leistungsträger John Bryant, Brayon Blake und Kendale McCullum waren die Mittelhessen über weite Strecken chancenlos gegen den Bundesliga-Aufsteiger MLP Academics Heidelberg. Kurz gesagt: Der Wille war genauso erkennbar wie die Limitationen an allen Ecken. Die Mannschaft müsse noch lernen, mit »Energie und Weisheit in ein BBL-Spiel zu gehen. Wir haben zwar viele verletzte Spieler, das weiß jeder. Aber die Jungs, die da sind, müssen schneller lernen«, brachte es Strobl auf den Punkt.

Vor allem am defensiven Ende drückte sich das Entwicklungspozential aus. Immer wieder waren die 46ers den entscheidenden Schritt zu spät. Gelungene Aktionen wurden bejubelt, an Spirit und Einsatzgeist mangelte es nicht. Gegen keineswegs überragende Heidelberger war dies am Samstag aber nicht genug. Immer wieder griffen die Mittelhessen zu Fouls, um die Gäste zu stoppen. Am Ende führte dies zu einer Bruttospielzeit von zwei Stunden.

»Der Spirit ist schon gut. Die Jungs sind bereit, zu arbeiten. Aber es fehlt an Erfahrung, und wir müssen es erzwingen, dass wir schneller Lernen«, so Strobl lange nach Spielende. Fast 20 Minuten hatten er und sein Trainerstab in der Kabine zum Gespräch gebeten.

Gießen: Ziring, Omot (14), Nawrocki (3), Kraushaar (7), Anderson, Begue (2), Uhlemann (9), Binapfl (5), Lischka (4), Alkins (6), Koch (3), Fayne II (6).

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