Gießen kann in München nur überraschen

  • vonred Redaktion
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(mv/pm). Die hessischen "Kellerkinder" aus Gießen und Frankfurt bekommen es am Wochenende in der Basketball-Bundesliga mit Teams aus den Top 4 zu tun. Während die 46ers nach München zum FC Bayern müssen, haben die Skyliners die Mannschaft aus Ludwigsburg zu Gast.

Die Mittelhessen sind bislang noch ohne Sieg gegen das Euroleague-Team von der Isar. Gießen trat bereits 15-mal gegen München an. Verloren die 46ers zu Hause im Schnitt mit 15,7 Punkten Differenz, waren es in der bayerischen Landeshauptstadt 29,8 Zähler Unterschied. Kurz: Eigentlich ist die Partie am Sonntag (15 Uhr) im Vorfeld die einfachste für die Freyer-Truppe, die eigentlich nur positiv überraschen kann.

Saisonübergreifend warten die 46ers insgesamt seit elf Pflichtspielen auf einen Sieg. Defensiv kassieren die Gießener in dieser Saison über 100 Punkte im Schnitt. Bei einer Niederlage in München droht der Sturz ans Tabellenende, bevor die wichtigen Spiele gegen die anderen "Kellerkinder" anstehen. Zeigten die 46ers in Braunschweig noch vielversprechende Ansätze, war der Auftritt in Hamburg am Donnerstag enttäuschend. Bei Facebook, Instagram und Co. häufen sich die kritischen Kommentare, und insgeheim dürfte so mancher im Umkreis des Klubs froh sein, dass ohne Publikum gespielt wird, denn derzeit wäre wohl wenig Applaus zu erwarten.

Defensive ist Trumpf

Den Frankfurtern werden in der Fraport-Arena am Samstag (18 Uhr) weiter die beiden Youngster Richard Freudenberg und Bruno Vrcic fehlen. Beide machen erfreulicherweise Fortschritte in ihren Reha-Prozessen. Zudem wird Aufbauspieler Joe Rahon noch nicht am Spielbetrieb teilnehmen können. Der US-Amerikaner landet am Freitagmorgen in Frankfurt und ging zunächst in eine fünftägige Quarantäne.

Traditionell gehören Ludwigsburg und Frankfurt zu den besten Verteidigungsteams der BBL. Und auch nach den ersten Ligaspielen zeichnet sich dieser Trend ab. Während die Ludwigsburger aktuell 82,4 Punkte erlauben, agieren die Skyliners noch ein Stück effektiver am defensiven Ende. 76,7 Zähler wurden im Schnitt den bisherigen Gegnern gegönnt. "Wir verändern Würfe, wir stehen in den Passwegen, wir haben oft eine Hand irgendwie am Ball. Verteidigung ist unsere Basis, von der aus wir agieren. Dass muss bei jedem einzelnen Spiel so sein", erklärt Coach Sebastian Gleim im Podcast das Erfolgsrezept.

Dennoch konnte sein Team bislang auch nur einen Erfolg aus vier Spielen einfahren.

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