Gießen 46ers wollen die Revanche

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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(gae). Das 65:81 im Hinspiel zum Jahresanfang in Frankfurt schmerzt noch sehr. Die Gießen 46ers sinnen im Hessen-Derby gegen die Skyliners am Samstag (18 Uhr/live auf magentasport.de) auf Revanche. Zudem ist das Duell ein Vier-Punkte-Derby im Kampf um den Ligaerhalt. Am Freitagmorgen gab es noch 150 Stehplatzkarten für das Hessenderby. Man kann davon ausgehen, dass die altehrwürdige Osthalle also aus allen Nähten platzen wird. Diesmal steht im Duell der beiden hessischen Basketball-Bundesliga-Teams aber nicht nur Prestige auf dem Spiel, sondern auch der Kampf um den Klassenerhalt.

Die Gießener:Die Gießen 46ers gingen zuletzt dreimal als Verlierer aus fremden Hallen - in München, in Bonn, in Vechta. Vor allem in der letzten Partie bei den Rastamännern war der Sieg zum Greifen nah. In der Crunchtime - in den letzten zwei Minuten - häuften sich die Fehlentscheidungen der Spieler. Ein Erfolg hätte den Gießenern, die mit zwei Punkten Vorsprung auf die Frankfurter Rang 13 belegen, mit Blick auf das schwere Restprogramm (nächsten Freitag unter anderem beim stark abstiegsgefährdeten MBC in Weißenfels) gut getan. Die Frankfurter kommen ebenfalls nicht in den Tritt. Das letzte Erfolgserlebnis feierten sie mit dem 81:65 gegen die Gießener - danach folgten sechs Niederlagen hintereinander.

Die Frankfurter:Anfang des neuen Jahres hatte die Mannschaft von Trainer Sebastian Gleim noch allen Grund zum Feiern: Mit einem 81:65-Start-Ziel-Sieg gewann sie das Hinspiel gegen emotionslos auftretende Gießener. Danach ging es aber ergebnismäßig bergab. Mit nur fünf Siegen aus 20 Partien belegen sie aktuell Rang 14 und haben nur vier Punkte Vorsprung zum Tabellenende. Zuletzt verlor die Gleim-Truppe in der Fraport-Arena mit 54:79 gegen Ludwigsburg. Dabei beklagte der Coach unter anderem die Einsatzbereitschaft seiner Akteure, die zudem ganz schwach warfen. Die Stärke der Skyliners ist eindeutig das Abwehrverhalten: Sie lassen im Schnitt pro Spiel 80,4 Punkte zu (Gießen 89,21). Dagegen sind sie mit im Durchschnitt 74,45 erzielten Zählern ligaweit die schlechteste Mannschaft (Gießen 84,84).

Personelles:Gießens Coach Ingo Freyer kann auf alle Spieler zurückgreifen. Die Frankfurter müssen dagegen auf Richard Freudenberg (Ödem im Fuß) und Darius Carter (Quadrizepssehnenriss) verzichten. Dagegen wird Gleim auf die Nachverpflichtung Matt Mobley zurückgreifen, der auf dem Flügel agiert.

Das sagt Frankfurts Trainer Gleim:"In jedem Spiel geht es zu allererst immer um unsere eigene Energie. Was unsere Energie im letzten Spiel gegen Ludwigsburg angeht, möchte ich mich bei unseren Fans entschuldigen. Reden ist aber die eine Sache. Spielen, Angreifen, Zusammenhalt des Teams in schwierigen Phasen, sind eine andere. Das muss aber immer unsere Basis sein, von der aus wir agieren. Davon abgesehen freuen wir uns auf das Derby und die tolle Atmosphäre."

Das sagt Gießens Trainer Freyer:"Frankfurt hat mit Robertson, Jones, Hines und Kratzer starke Akteure in ihren Reihen. Wir müssen sie Mann gegen Mann und auch als Team kontrollieren. Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, weil es zum einen ›das Derby‹ ist und zum anderen noch die enge Tabellenkonstellation hinzukommt."

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