Diante Garrett, der neue Gießener im NBA-Trikot der Utah Jazz (r.).	FOTO: IMAGO
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Diante Garrett, der neue Gießener im NBA-Trikot der Utah Jazz (r.). FOTO: IMAGO

Basketball

Gießen 46ers verstärken sich mit Garrett

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(red/gae). Die Gießen 46ers sind zur Verstärkung im Kampf um den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga nach Chad Brown abermals in Griechenland fündig geworden. Von ASP Promitheas Patras wechselt der NBA- und EuroCup-erfahrene Diante Garrett an die Lahn. Der 32-jährige US-Amerikaner kann beide Guard-Positionen bekleiden und erhält bei den Gießenern einen Vertrag bis Saisonende. Aufgrund des vorsorglichen Quarantäneantritts wird der 1,93-m-Mann beim anstehenden Auswärtsspiel am Samstag gegen Spitzenreiter Ludwigsburg noch nicht mitwirken.

Mit der Verpflichtung von Garrett haben die Gießen 46ers nun acht Importspieler im Kader, zwei davon müssen bei den BBL-Spielen immer aussetzen. Das dürfte die Stimmung im Team nicht unbedingt anheben - aber den Konkurrenzkampf erhöhen. Dass Liam O’Reilly bei den Gießen 46ers keine Zukunft hat, ist offensichtlich. Der Guard musste in den letzten drei Partien aussetzen. Eine Trennung steht wohl kurz bevor.

Gießens Cheftrainer Rolf Scholz ist voller Hoffnung, dass der erfahrene Garrett seinem Team auf der Aufbauposition gleich helfen kann. Er baut auf einen wichtigen Impuls im Abstiegskampf. Indes erklärt 46ers-Geschäftsführer Michael Koch, warum sich die Verantwortlichen für den Ex-NBA-Akteur entschieden haben: »Mit Diante Garrett haben wir einen variablen Guard verpflichtet, der über EuroCup-Erfahrung verfügt. Er besitzt eine kreative Ader und hat seine Stärken im Pick-and-Roll.« Eine Anforderung an den neuen Spielmacher war, dass er im »Saft« stehen müsse. Dem wird Garrett nicht gerecht, denn Anfang Januar wurde sein Vertrag bei Patras aufgelöst. Sein letztes Spiel im Trikot der Griechen absolvierte er Mitte Dezember gegen Ionikos Athen.

Überhaupt hatte Garrett eine schweren Start bei Promi-theas. Nach einer langen Verletzung (Achillessehnenriss) schloss er sich im vergangenen Jahr den Griechen an, zog sich dort aber in der Vorbereitung eine Beinverletzung zu, sodass er fast 20 Monate lang nicht spielte. Garrett ist ein Spieler mit viel Talent und Qualität, aber auch einer, der lange verletzt war und mittlerweile 32 Jahre alt ist. Kann er das Niveau aus den Zeiten in Bursa und Turin wieder abrufen, dürfte der flexible Guard nicht nur eine Bereicherung für die Gießen 46ers sein, sondern auch für die Bundesliga.

Während er es für die Phoenix Suns und Utah Jazz in der besten Liga der Welt insgesamt auf 90 NBA-Begegnungen brachte, war er außerdem für etliche Farmteams produktiv.

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