Gießen 46ers kassieren 30-Punkte-Niederlage

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(gae). Die Gi eßen 46ers beendeten bei den Ulmer »Spatzen« ihre Serie von zwei Siegen am Stück. Beim 79:109 (44:53) am Samstag waren die abstiegsbedrohten Mittelhessen chancenlos. Da am Freitag der Mitteldeutsche BC überraschend in Crailsheim gewann, ist die Lage für Gießen schlechter geworden: Die 46ers müssen in den noch für sie ausstehenden sechs Partien in der Basketball-Bundesliga mindestens drei Siege holen.

Das reicht aber nur dann, wenn der MBC, der noch fünfmal spielt, all seine Partien verliert. Die Weißenfelser haben vier Punkte Vorsprung vor den 46ers und den direkten Vergleich gewonnen. Zudem schloss Rasta Vechta nach dem Sieg gegen Chemnitz bis auf zwei Punkte zu den 46ers auf.

»Wir haben keine Intensität gefunden und uns defensiv schwer getan. Im Angriff sind wir mit zunehmender Spieldauer immer mehr in Einzelaktionen verfallen«, sagte 46ers-Trainer Rolf Scholz. Doch sein Blick ist weiter nach vorne gerichtet. »Wir dürfen uns davon nicht von unserem Weg abbringen lassen. Wir müssen an uns glauben.«

Andreas Obst, der Ex-Gießener im Team der Ulmer und mit 19 Punkten Topscorer der Partie, lieferte einen weiteren Grund für das Gießener Debakel: »Wir haben von Anfang an aggressiv gespielt und das bis zum Schluss durchgehalten.« Man muss außerdem anerkennen, dass die Ulmer einen Sahnetag erwischt hatten. Dementsprechend gut gelaunt war Coach Jaka Lakovic: »Das war eine insgesamt starke Leistung von meinem Team. Wir haben vom ersten Moment das richtige Mindset gezeigt und Gießen keine Möglichkeit gegeben, an einen Sieg zu denken.«

Viertel eins war für die Gäste zum Vergessen. Im Angriff fanden sie überhaupt keinen Rhythmus, trauten sich so gut wie nichts zu. Von dem gewonnenen Selbstvertrauen aus den letzten beiden Siegen war nichts zu sehen. In der Defensive lief noch weniger zusammen. Sie befanden sich im Tiefschlaf - oder mit den Gedanken noch im Bus. Die Gießener waren erst am Spieltag angereist. Ob das die richtige Vorbereitung für die wichtige Partie war?

Kein Druck auf Spieler mit Ball

Die Konsequenz: Die mit mehr Intensität agierenden Ulmer führten nach den ersten zehn Minuten bereits mit 31:18. Da half auch die zwischenzeitlich von Trainer Scholz genommene Weckruf-Auszeit beim 2:8 in der dritten Minute nichts. Immerhin: Alen Pjanic setzte zu Beginn des zweiten Viertels gleich Akzente. Seine fünf Punkte in Folge bedeuteten das 23:31. Diante Garrett legte zum 25:31 nach (13.). Aber die 46ers verteidigten die Dreierlinie nicht, sodass die Ulmer Schützen wie Obst oder Troy Caupain schalten und walten konnten. Die Hausherren lagen somit in der 15. Minute mit 42:25 in Führung.

Scholz war erneut gezwungen, per Time-Out den Lauf der Gastgeber zu stoppen. Die Lahnstädter erzeugten aber zu wenig Druck auf die Ballführenden, sie konnten den Spielfluss der Ulmer in keinster Weise unterbinden. Die 46ers waren gegen die variabel auftrumpfenden Gastgeber defensiv überfordert. Im Angriff hielten sie aber einigermaßen mit. Bjarne Kraushaar traf per Dreier zum 44:53. Gießens Big man John Bryant erzielte im dritten Quarter die ersten Punkte, doch ein unsportliches Foul von Ferdinand Zylka an Obst - was mehr als fragwürdig war - ließ die Ulmer auf 58:46 davonziehen. Letztlich legten sie bereits mit dem 81:58 im dritten Durchgang den Grundstein für den verdienten Sieg.

Für die Gießen 46ers geht es bereits am Dienstag gegen Alba Berlin weiter. Dann folgen aufgrund des BBL-Pokal-Endturniers mehrere spielfreie Tage, ehe am 24. April der Spitzenreiter aus Ludwigsburg in der Osthalle vorstellig wird.

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