Gießen 46ers droht Negativrekord

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(sks). Die Gießen 46ers hoffen in der Basketball-Bundesliga auf einen "Rackelo-Effekt". Das Farmteam der Mittelhessen steht in der Pro B um einiges besser da als die "Erste" zwei Etagen höher. Mit Rolf Scholz steht nun der Trainer der Rackelos in der Beletage an der Seitenlinie. Aber: Gehen auch die Partien gegen Bonn (heute, 20.30 Uhr) und Bayreuth (2. Weihnachtstag, 20.30 Uhr/jeweils live bei Magenta Sport) verloren, droht den 46ers der schlechteste Saisonstart der Vereinsgeschichte.

"Für uns wird es darum gehen, über 40 Minuten Intensität zu zeigen und konzentriert zu spielen", erklärt Scholz. Ein Spiel bis zum Ende offenzuhalten, sei das Ziel. Wegen der Menge an Baustellen ruht der Fokus dabei weniger auf den beiden Kontrahenten als vielmehr auf dem eigenen Team.

Eine Baustelle ist die mangelnde Kondition. Das Run-and-Gun-System seines Vorgängers Ingo Freyer mag bei den Fans unbeliebt sein. Schwerer wiegt aber, dass die Mannschaft gar nicht darauf ausgelegt ist. "Ich glaube, dass wir insbesondere mit der hohen Belastung dahin kommen müssen, tiefer zu rotieren und die Kräfte zu verteilen. Das hat schon mit der Kondition zu tun, ist mit der engen Taktung aber schwierig", sagt Scholz.

Für eine behutsame Entwicklung ist keine Zeit. Zusätzlicher Druck kommt durch die Tatsache, dass alle Gegner der kommenden zwei Wochen unter normalen Umständen in Schlagdistanz wären. "Bonn und Bayreuth sind renommierte Programme und haben viel Qualität, gerade Bonn", erklärt Scholz: "Die PS haben sie aber noch nicht aufs Parkett gekriegt." Die Baskets konnten immerhin einen Sieg einfahren - allerdings gegen Vechta, das neben Gießen einzige Team ohne Punkte. Bonn hatte schon im Vorjahr Probleme, die eigenen Stärken auszuspielen. Die Diskrepanz zwischen eigentlicher Qualität und Realität wurde selten deutlicher als zuletzt gegen Bamberg. Zur Halbzeit führte Bonn mit 41:27. Es folgte ein 7:24-Debakel im dritten Viertel, Bamberg siegte am Ende souverän. Zum Team zählen die beiden Ex-Gießener TJ DiLeo und Benjamin Lischka. Topscorer ist Strahinja Micovic mit gut 13 Punkten.

Bei Bayreuth steht mit Matt Tiby ebenfalls ein alter Bekannter aus Gießener Tagen auf dem Feld. Der Forward zählte zu den positiven Erscheinungen des Vorjahres und verbucht an neuer Wirkstätte im Schnitt zwölf Punkte bei etwas mehr als vier Rebounds. Die Kernrotation der Franken ist im Vergleich zu Bonn kleiner, aber schlagkräftig. Im Pokal schockte das von Raoul Korner gecoachte Team den FC Bayern.

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