Gießen 46ers bleiben erstklassig

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(bf). Erleichterung pur - die Gießen 46ers und die Region Mittelhessen atmen auf. Die BBL GmbH vergibt die Wildcard für die kommende Spielzeit in der Basketball-Bundesliga an den Traditionsklub. Dies gab das Komitee am gestrigen Freitag bekannt. Die Gießener erhalten somit den Zuschlag vor dem sportlichen Absteiger Rasta Vechta und dürfen ihre 54. Erstliga-Saison planen.

Trotz eines leichten Aufwärtstrends im Saisonendspurt hatten die Lahnstädter sportlich nicht den Ligaerhalt geschafft.

»Wir sind natürlich überglücklich und wollen uns für das ausgesprochene Vertrauen bei den Klubs, dem DBB und der BBL GmbH bedanken. Ein großer Dank geht an unsere Gesellschafter, die mit ihrem schnellen Handeln für diese Wildcard gesorgt haben und unsere Tradition in der BBL ohne zusätzliche Belastung fortleben lassen. Den Klubmitarbeitern gehört ebenfalls ein großes Lob ausgesprochen, die mit nur wenigen Tagen Vorbereitungszeit eine großartige Kampagne auf die Beine gestellt haben«, ließ 46ers-Geschäftsführer Stephan Dehler wissen. »Wir haben, wie jeder Klub, ein sehr schweres Jahr hinter uns und werden uns in der kommenden Saison neu beweisen.«

700 000 Euro zügig aufgetrieben

Die Gießener durchlebten wie alle Klubs eine sehr angespannte Spielzeit 2020/21 mit großen Unsicherheiten, ohne Fans und vielen Herausforderungen auf sowie neben dem Parkett. Dem gleichzeitigen sportlichen Abstieg am vorletzten Spieltag folgte zuvor der positive Bescheid der Lizenzerhaltung ohne Auflagen vonseiten des Lizenzligaausschusses. Während die Gießener als Vorletzter im Ranking die Hauptrunde beendeten, sollte in der 2. Bundesliga Pro A mit den MLP Academics Heidelberg nur ein sportlicher Aufsteiger gefunden werden.

Somit trat das Wildcard-Verfahren in Kraft, um den letzten Teilnehmer für die Spielzeit 2021/22 zu ermitteln. Dank der Gesellschafter der 46ers konnte der benötigte Betrag von 700 000 Euro schnell aufgetrieben werden und man ging als einer von zwei Kandidaten um die begehrte Wildcard ins Rennen. Mit dem gestrigen Freitag steht nun fest, dass die 46ers diese Wildcard von der BBL GmbH zugesprochen bekommen und nun für ihre 54. Erstligaspielzeit planen dürfen.

Sebastian Schmidt, ebenfalls Geschäftsführer sowie Sportdirektor in Gießen, gab zu Protokoll: »Wir gehen diese Wildcard demütig und besonnen an, wobei die bereits gestarteten Planungen mit diesem neuerlichen Startschuss nun auf Hochtouren laufen werden. Dabei hoffen wir wieder auf Zuschauer und eine gut gefüllte Sporthalle Gießen-Ost. Uns ist es wichtig zu erwähnen, dass es beide Klubs nach dieser Saison verdient gehabt hätten, in der Liga zu bleiben. Leider gab es nur eine Wildcard zu vergeben. Wir wünschen Rasta Vechta alles erdenklich Gute für die kommende Saison!«

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