"Das gewisse Etwas fehlt"

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Den Glauben haben sie nicht verloren. Warum auch, noch sind 15 Spiele in der Basketball-Bundesliga zu spielen. Doch mit jeder Niederlage rückt das große Ziel, die Playoffs, für die Frankfurt Skyliners weiter weg. Nach dem 86:99 am Samstagabend gegen Alba Berlin vor 4650 Zuschauern in der Ballsporthalle ist der Rückstand auf die Top acht wieder auf acht Punkte oder umgerechnet vier Siege gewachsen. "Wir sind alle selbstbewusst. Wenn wir es nicht wären, könnten wir sofort unsere Taschen packen", sagte Jason Clark, der auf 13 Zähler kam.

Den Glauben haben sie nicht verloren. Warum auch, noch sind 15 Spiele in der Basketball-Bundesliga zu spielen. Doch mit jeder Niederlage rückt das große Ziel, die Playoffs, für die Frankfurt Skyliners weiter weg. Nach dem 86:99 am Samstagabend gegen Alba Berlin vor 4650 Zuschauern in der Ballsporthalle ist der Rückstand auf die Top acht wieder auf acht Punkte oder umgerechnet vier Siege gewachsen. "Wir sind alle selbstbewusst. Wenn wir es nicht wären, könnten wir sofort unsere Taschen packen", sagte Jason Clark, der auf 13 Zähler kam.

Wie schon bei der bitteren Pokal-Halbfinalniederlage vor knapp sechs Wochen, fanden die Hessen keinen Weg, um die Offensive des Tabellenzweiten und Titelanwärters zu stoppen. Im Gegensatz zum 70:105 im Pokal waren die Skyliners diesmal zunächst gut im Spiel und führten sogar zu Beginn des zweiten Viertels mit zehn Punkten (31:21). "Phasenweise haben wir gut gespielt", befand Leon Kratzer, der mit 14 Punkten und 13 Rebounds zwei neue Karrierebestwerte aufstellte. "Phasenweise aber auch nicht." Und diese schlechten Phasen nutzten die Hauptstädter gnadenlos aus. Sie schraubten den Vorsprung immer höher, ließen die Skyliners nur noch hinterherlaufen, die überhaupt keinen Zugriff mehr bekamen. "Eigentlich sind wir in der Lage, gut zu verteidigen, aber das gewisse Etwas fehlt", stellte Kratzer fest.

An der Defensive arbeiten

Sollte dieses gewisse Etwas nicht schleunigst kommen, werden die Skyliners am Ende der Saison einen trostlosen Mittelfeldplatz belegen. Aus den 15 verbleibenden Partien brauchen die Skyliners zwischen zehn und zwölf Siegen, um es in die Top Acht zu schaffen. "Wir müssen in der Defensive konstanter werden", forderte Cheftrainer Gordon Herbert, der zumindest mit der Einstellung vollauf zufrieden war.

Einmal mehr nicht zufrieden war der Kanadier hingegen mit der Schiedsrichterleistung. Er beklagte zum wiederholten Male das sogenannte Handchecking, das Schieben und Schubsen des Gegners in Ballbesitz. Und das Stellen von illegalen Blöcken. "Wenn Alba das erlaubt bekommt, ist es unmöglich, sie zu schlagen", beklagte der 60-Jährige. Er mache den Schiedsrichtern gar nicht so einen großen Vorwurf, sondern vielmehr den Verantwortlichen der BBL. "Wir haben einen Regelbuch, aber es wird sich nicht dran gehalten."

Herbert will in dieser Trainingswoche vor allem an der Defensive feilen. "Ich bin mir sicher, dass die Trainer uns die richtigen Werkzeuge an die Hand geben werden", sagte Leon Kratzer. Die Teamchemie sei nach dem Trainingslager auf Mallorca jedenfalls richtig gut und die Mannschaft sei hervorragend zusammengewachsen. Jetzt muss sie nur noch die Resultate einfahren. Am besten schon am Samstag in Göttingen. Timur Tinc

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