1. Wetterauer Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

Gettenauerinnen auf dem Sprung in die Landesliga

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
© Timo Jaux

hep) Die Ergebnisse des 18. Spieltags der Frauenhandball-Bezirksoberliga haben klare Tendenzen in Richtung Meisterschaft und Abstiegskampf aufgezeigt. Erfreulich aus Wetterauer Sicht, dass mit dem TV Gettenau und der HSG K/P/G/Butzbach heimische Vereine die großen Nutznießer waren. Nach dem 21:17-Sieg gegen die HSG Fernwald hat Tabellenführer TV Gettenau drei Punkte Vorsprung auf die beiden Verfolger aus Oppershofen und Fernwald.

( Der WSV Oppershofen wahrte seine Chance auf den Meistertitel mit einem 26:20-Erfolg in Leihgestern II. Am Tabellenende hat K/P/G/Butzbach mit einem überraschend deutlichen 31:20 gegen die HSG Mörlen den großen Befreiungsschlag gelandet. Selbst wenn zwei Mannschaften den Weg in die A-Klasse antreten sollten, liegen die Nord-Wetterauer aktuell drei Punkte vor diesem vermeintlichen Abstiegsplatz. Bei nur noch vier ausstehenden Spielen spricht vieles dafür, dass das derzeitige Tabellenbild bis zum Ende der Runde Bestand hat.

HSG K/P/G/Butzbach – HSG Mörlen 31:20 (17:11): Dieses Ergebnis ist sicherlich die größte Überraschung des Spieltags. Vor allem die Höhe des Butzbacher Erfolgs war nicht zu erwarten. Dabei haben die Mörlerinnen nicht etwa »Nachbarschaftshilfe« geleistet, sondern zeigten ebenso Siegeswillen. Insgesamt zwölf Latten- und Pfostentreffer belegen, dass die Mannschaft Gegenwehr zeigte. Mörlen traf allerdings auf einen hoch motivierten Gegner mit zwei überragenden Spielerinnen auf der Rechtsaußen- und Rückraumlinks Position. Julia Schroeter und Lissi Exner steuerten zusammen 19 Tore zu dem Erfolg bei. Nur ein einziges Mal führten die Gäste (4:5/10.

). Ansonsten bestimmten die Gastgeberinnen das Geschehen und führten durchgängig. Dem 7:7 (16.) ließ die Heim-HSG zunächst das 10:7 folgen, ehe sie ihre Führung in einem fulminanten Zwischenspurt bis zum Pausenpfiff auf 17:11 ausbauten. Damit war das Spiel frühzeitig entschieden. Den Schwung nahmen die von Olli Thiele betreuten Butzbacherinnen mit in die zweite Spielhälfte. 21:15 und 25:17 waren Stationen zum Sieg. »Meine Mannschaft hat den Sieg mehr gewollt als der Gegner. Alle Spielerinnen haben als Mannschaft überzeugt«, lobte Thiele seine Mannschaft.

K/P/G/Butzbach: Rohde, Maier; Althaus, Exner (10), Celic (1), Blasig, Schroeter (9), Grieb (1), Bender (1), Höcher (3), Spata (2), Manigrasso, Harbort (4/3). – Mörlen: Grundmann, Philipp; Lobgesang, Gebauer, Obleser (1), Theresa Wagner (3), Juliane Wagner (3), Birkenstock, Lauer (1), Tizza (2), Vetter (9/3), Kloppenburg (1), Stumm (3), Greipl.

TSG Leihgestern II – WSV Oppershofen 20:27 (13:17): Bis zum 11:11 sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich beide Mannschaften mit der Führung abwechselten. Während die Taktik der Gastgeberinnen darauf ausgelegt war, lange Angriffe zu spielen, um die Kreisläuferin in Wurfposition zu bringen, setzte Oppershofen auf die Karte Tempospiel. Zum Ende der ersten Hälfte setzte sich das Spiel der WSV-Frauen durch, über 11:13 und 12:15 ging Oppershofen mit einer Vier-Tore-Führung (13:17) in die Pause. Nach dem Wechsel hatte der WSV zunächst Probleme, seinen Rhythmus zu finden. Umstellungen in der Deckung der Gastgeberinnen sorgten für das 17:18. Danach stabilisierte sich das Spiel der Gäste wieder. Da sich bei Leihgestern gleichzeitig konditionelle Probleme bemerkbar machten, bogen die Schützlinge von David Siegel wieder in Richtung Sieg ab. Mit vier Toren in Folge baute Oppershofen den Vorsprung bis auf 21:17 aus – die Entscheidung.

WSV Oppershofen: Bachenheimer, Heller; Lang, Weil (2/1), Häuser, Bayer (9), Klein (1), Eiser (1), Glaum (5), Berger, Grohmann, Zeiß (1), Vlach (5/2), Piller (3).

TV Gettenau – HSG Fernwald 21:17 (12:6): Handball verkehrt wurde den Zuschauern in der Gettenauer Kurt-Moosdorf-Halle geboten. Die Gettenauer Frauen überraschten den kessen Aufsteiger mit seinen eigenen Waffen. Die Kontermannschaft aus Fernwald wurde mit ihrer sonstigen Stärke in die Schranken gewiesen. Vornehmlich mit Tempogengenstößen erzielten die Gastgeberinnen Tor um Tor und hatten bis zur Pause einen deutlichen 12:6-Vorsprung herausgeworfen. Eine hervorragend arbeitende Abwehr und eine erneut stark haltende Franziska Simon, die unter anderem mehrere Siebenmeter parierte, sorgten nach dem Wechsel dafür, dass die Führung bis zum 17:10 verteidigt wurde. Danach zeigten die Gäste, weshalb sie an der Tabellenspitze mitmischen. Jeder noch so kleine Fehler, der sich im Gettenauer Spiel einschlich, wurde gnadenlos mit Gegentoren bestraft. Fernwald verkürzte bis auf 19:17 (51.). Die Mannschaft von Daniel Ginter mobilisierte in der Schlussphase dieses Spitzenspiels die letzten Kräfte und verteidigte mit großem Kampfgeist die Führung. In den beiden folgenden Spielen gegen die Abstiegskandidaten Aßlar und Vollnkirchen können jetzt die nächsten Schritte zum großen Traum Landesliga gemacht werden.

Gettenau: Simon, Ewald; Mogk, Bienek, Julia Glaub (6), Laura Ginter (1), Benedikt (5/2), Philipp (1), Miriam Glaub, Lisa-Marie Ginter (4), Stiefel, Wolfner, Ende (4).

Auch interessant

Kommentare